18.09.2003

Paul Dirac. The Man and his Work

Pais, Jacob, Olive, Atiyah

Paul Dirac. The Man and his Work

Von A. Pais, M. Jacob, D.I. Olive und M.F.Atiyah.
Cambridge University Press, Cambridge, 1998. XV + 124 S.,
ISBN 0-521-58382-9

Das kleine Büchlein beginnt mit einer Kurzbiographie von Dirac aus der Feder von B. Pais. Auf 40 Seiten gibt Pais einen gedrängten Überblick über das wissenschaftliche Werk, die äußeren Stationen im Leben von P.A.M. Dirac und zeichnet ein lebendiges Bild von Diracs Wesen, illustriert durch mancherlei persönliche Reminiszenzen. Die anderen drei Beiträge befassen sich mit Ausstrahlungen von Diracs Werk. Da ist zunächst die Erkenntnis der Existenz von Antimaterie. M.Jacob schildert: die Entwicklungen, die sich daran knüpfen, den Weg von Diracs Ringen mit dem Rätsel der negativen Energien über die Welt der Großforschungsanlagen bis hin zur Speicherung von Antiprotonen mit Blick auf mögliche medizinische Anwendungen. Der folgende Beitrag von D.I.Olive ("The monopole") zeigt, daß Diracs Ideen zum topologischen Ursprung von Quantenzahlen lebendig geblieben sind. Den Schluß bildet ein knapper Artikel von M.F. Atiyah ("The Dirac equation and geometry"), der die erstaunliche Rolle von Spinoren bei der Lösung topologischer Fragen hervorhebt.

Das Buch ist lesenswert, auch wenn der anspruchsvolle Titel etwas zu hoch gegriffen ist. Die Zitate aus Diracs Vorträgen geben ein gutes Bild von seiner Art, Physik zu betreiben und seiner Beurteilung der Lage in den Jahren nach seinen epochemachenden Beiträgen. Man hätte sich etwas mehr aus dem großen Schatz der Dirac-Anekdoten gewünscht. Ein vollständigeres Bild des Menschen, der gegen Ende seines Lebens ohne Affekt oder Bitterkeit eine Vortragseinladung ablehnt mit den Worten: "I have nothing to say. My life has been a failure" und von dem Niels Bohr sagen konnte: "Of all physicists Dirac has the purest soul" möge einer ausführlicheren Biographie vorbehalten bleiben.
Prof. Dr. Rudolf Haag, Schliersee-Neuhaus

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