28.01.2019

Brennstoffzelle als Energiespeicher

Ansatz erlaubt Speicherung von regenerativ erzeugten Strom als Wasserstoff.

Wissen­schaftler der Otto-von-Guericke-Uni­versität Magde­burg entwickeln eine neuartige Brennstoff­zelle, die sowohl zur Strom- und Wärme­erzeugung aus Wasser­stoff eingesetzt werden kann als auch über­schüssige elektrische Energie in Wasser­stoff zurück­wandelt. Damit wird es künftig möglich sein, Strom aus Wind und Sonnen­energie kosten­günstiger und flexibler zu speichern und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen.

Abb.: Martin Wolter (re.) und Philipp Kühne (li.) im Brenn­stoffzellen­labor...
Abb.: Martin Wolter (re.) und Philipp Kühne (li.) im Brenn­stoffzellen­labor am Lehrstuhl für Elek­trische Netze und Alter­native Elektro­energie­quellen der Univer­sität Magde­burg. (Bild: J. Dünnhaupt, Univ. Magdeburg)

Im Rahmen des vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,3 Millionen Euro geför­derten Forschungs­projektes RE-FLEX – Unitäre rever­sible PEM-Brenn­stoffzellen für die flexible Energie­speicherung – arbeiten Wissen­schaftler der Fakultät für Elektro­technik und Informations­technik der Uni­versität Magdeburg daran, die Funktion der Brennstoff­zelle als Energie­lieferant um die Mög­lichkeit der Energie­speicherung zu erweitern. „Ziel sind Energie­wandler, die die Funktion einer Brennstoff­zelle und eines Elektro­lyseurs im selben System vereinen“, so der Projekt­koordinator Martin Wolter. „Damit ist es möglich, elek­trische Energie durch Elek­trolyse in Form von Wasser­stoff zu speichern und Wasser­stoff im Brennstoff­zellenbetrieb zu elek­trischer und thermischer Energie zurück­zuwandeln. Da für beide Betriebs­richtungen derselbe Zellen­stack verwendet wird, kann das System deutlich kosten­günstiger konstruiert werden als einzelne Brennstoff­zellen- beziehungs­weise Elektro­lyseur-Einheiten.“

Partner des Vorhabens sind das Fraun­hofer-Institut für Chemische Tech­nologie ICT sowie die Unter­nehmen baltic­FuelCells GmbH und inhouse engi­neering GmbH. „Bei erfolg­reicher Projekt­durchführung könnte diese neuartige Brenn­stoffzelle künftig von sta­tionären Anwendungen für die effek­tive Nutzung von Eigen­strom über die groß­technische Zwischen­speicherung von rege­nerativer Energie bis hin zur Verknüpfung des Gas- und Strom­netzes zu einer multi­modalen Netz­struktur reichen und einen ent­scheidenden Beitrag als Schlüssel­technologie für eine saubere und erfolg­reiche Energie­wende leisten“, so Netzexperte Wolter weiter.

U. Magdeburg / JOL

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