06.02.2013

Durchblick für Patienten

Forscher, Ingenieure, Chirurgen und Mediziner haben gemeinsam eine neue Plattform zur medizinischen Bildgebung entwickelt.

Für die Plattform TherA-Image haben die Wissenschaftler des Zentrums für Kardiologie und Pneumologie des Universitätsklinikums von Rennes gemeinsam im Labor „Signal- und Bildverarbeitung“ Techniken für die interventionelle Kardiologie und die minimal-invasive Chirurgie erarbeitet und umgesetzt, die sich über Bildgebungsverfahren und Computertechnologien steuern lassen. Ziel ist es, die Dauer und die Trauma von operativen Eingriffen zu verringern. Empfindliche Patienten erhalten so Zugang zu innovativen und in Europa einzigartigen medizinischen Techniken und Ausrüstungen, die ihr postoperatives Wohlbefinden und die Prognosen nach der Operation verbessern. TherA-Image wurde von öffentlichen Akteuren (EU, Staat, Region, Departement, Stadt Rennes) mit 5,2 Millionen Euro gefördert.

Abb.: Vereinfachte 3D-Darstellung des TherA-Image-Raums (Bild: INSERM)

Die Plattform verfügt über Spitzenausrüstungen in der Bildgebung (intraoperative 3D-Bildgebung, erweiterte Realität, elektrophysiologische Untersuchung des Herzens, etc.), für Operationen (intravaskuläre Navigation, roboterunterstützte Herzkatheterisierung) und bei der Video-Übertragung (Ausbildung, Ferndiagnostik, etc.).

TherA-Image erlaubt die Erforschung neuartiger Ansätze in der Herz-Kreislauf-Medizin. Ihre Ziele sind u. a. die Behandlung von Herzinsuffizienz, insbesondere im Rahmen von kardialen Resynchronisationstherapien (CRT), die Beseitigung elektrischer Erregungsherde (innerhalb des Herzmuskels), die für Herzrhythmusstörungen verantwortlich sind, die Entwicklung von chirurgischen Techniken, die weniger invasiv sind sowie die Behandlung von Aneurysmen (anormale Gefäßerweiterungen) und Stenosen (Gefäßverengungen).

INSERM / AH

 

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