08.03.2011

Enceladus' geheime Energiequelle

Neue Beobachtungen legen deutlich stärkere Wärmeproduktion des Saturnmondes nahe, als erwartet.

Neue Beobachtungen legen deutlich stärkere Wärmeproduktion des Saturnmondes nahe, als erwartet.

Cassini ist eine der Raumsonden der NASA, die sich der Erforschung des Saturn und dessen Monden widmet. Jetzt beobachtete Sie beim Mond Enceladus Wärmeabstrahlung, die eine Größenordnung über Abschätzungen der letzten Jahre liegt.

Seit 2005 ist bekannt, dass die Südpolregion des Mondes geologisch sehr aktiv ist. Aus vier parallelen Gräben von ca. 2 km Breite und 130 km Länge entweichen, als Zeugen der Hitze im Inneren, Eispartikel in den Weltraum. Hochrechnungen auf Basis von Daten des Infrarotspektrometers an Bord der Sonde Cassine von dieser Region ergaben nun, dass die intern erzeugte Wärmemenge ungefähr 15,8 GW beträgt.

Zuvor war man von deutlich weniger Wärme ausgegangen. Eine Studie aus dem Jahre 2007 schätzte die erzeugte Energie aus Gezeitenreibung mit maximal 1,1 GW ab; Radioaktivität im Inneren könnte weitere 0,3 GW liefern. Auch wenn die Mechanismen, die zu einer solch hohen Hitzeentwicklung führen, unklar sind – möglich wären zum Beispiel sehr stark schwankende Gezeitenkräfte – so ist doch eine mögliche Konsequenz sehr interessant für weitere Beobachtungen: Durch den hohen Wärmefluss wäre es denkbar, dass ein Ozean flüssigen Wassers unterhalb der Eiskruste des Mondes existiert.

JPL / KK

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