26.05.2023

Holger Hanselka neuer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Präsident des KIT tritt die Nachfolge von Reimund Neugebauer an.

Holger Hanselka wird der 11. Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft wählte den derzeitigen Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf seiner gestrigen Sitzung in Dresden einstimmig. Hanselka tritt die Nachfolge von Reimund Neugebauer an, der nach fast elf Jahren an der Spitze der Fraunhofer-Gesell­schaft sein Amt mit dem heutigen Tage einver­nehmlich niederlegte.

Abb.: Holger Hanselka, Präsident des KIT, wird neuer Präsident der...
Abb.: Holger Hanselka, Präsident des KIT, wird neuer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft (Bild: M. Breig, KIT)

„Holger Hanselka ist für Fraunhofer die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Amt. Seine hohe wissen­schaftliche Reputation, seine profunde Kenntnis der nationalen und internationalen Wissenschafts­organisationen, seine jahrelange Erfahrung mit der Trans­formation und Weiter­entwicklung wissen­schaftlicher Einrichtungen sowie in der Führung von Institutionen zeichnen ihn aus. Darauf aufbauend bin ich sicher, dass er mit Gespür, Tatkraft und großer Leidenschaft Fraunhofer in Zeiten des herausfordernden stetigen Wandels in eine erfolgreiche Zukunft führen wird“, sagte die Vorsitzende des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft, Hildegard Müller. Sie verwies auf die jahrelange Führungs­erfahrung Hanselkas unter anderem an der Spitze des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und System­zuverlässigkeit LBF in Darmstadt. „Holger Hanselka versteht es, als Führungs­persönlichkeit Menschen zu Höchst­leistungen durch Zusammenarbeit anzuspornen. Genau dieser Teamspirit ist es, der Fraunhofer in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.“

Bei der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft, die derzeit in Dresden tagt, dankte der Senat Neugebauer für sein Engagement an der Spitze der Gesellschaft: „Reimund Neugebauer hat als Fraunhofer-Präsident mehr als ein Jahrzehnt den Hightech-Standort Deutschland geprägt und die Fraunhofer-Gesellschaft mit heute über 30.000 Mitarbeitenden zur weltweit führenden Institution für anwendungs­orientierte Forschung ausgebaut“, sagte Hildegard Müller. Neue Forschungs­felder wie Energie­technologien, Quanten­technologien, künstliche Intelligenz und Smart Farming wurden auf- und ausgebaut. Seit Neugebauers Amtsantritt stieg der Gesamthaushalt der Fraunhofer-Gesell­schaft von 1,9 Milliarden Euro auf rund drei Milliarden Euro an, die Zahl der Institute ist von 64 auf derzeit 76 gewachsen. „Für diese Leistung danken ihm der Senat und die gesamte Fraunhofer-Familie“, so Müller.

Der 1961 in Oldenburg geborene Maschinenbau­ingenieur Holger Hanselka leitet seit 2013 das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hat dies zurück in die Riege der Exzellenz­universitäten geführt. Zuvor war er unter anderem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebs­festigkeit und System­zuverlässigkeit LBF in Darmstadt und von 2006 bis 2012 Präsidiums­mitglied der Fraunhofer-Gesellschaft. „Das Vertrauen des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft ehrt und freut mich sehr. Das Amt des Fraunhofer-Präsidenten ist eines der spannendsten und gleichzeitig heraus­forderndsten in der deutschen Wissenschaft. Gemeinsam mit den 30.000 Mitarbeitenden werde ich mein Bestes geben, die Spitzenstellung, die Fraunhofer weltweit unter den führenden Forschungs­einrichtungen innehat, auszubauen und das Profil von Fraunhofer zu stärken“, sagte Holger Hanselka.

In einer ersten Stellungnahme nannte Hanselka die weitere Inter­nationalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft und die Erarbeitung eines modernen Leitbilds als zentrale Aufgaben zu Beginn seiner Amtszeit: „Wir leben in einer Zeit massiver globaler Veränderungen und Heraus­forderungen. Da muss auch die Forschung bedarfs­orientiert weltumspannender werden. Dazu braucht es Innovation, Kreativität und Kosmopolitismus nach außen und fundiertes Wissen, moderne Corporate-Governance-Strukturen, neue Formen der Zusammen­arbeit und ein kraftvolles, gemeinsames und von Vertrauen geprägtes Leitbild nach innen“, sagte Holger Hanselka.

Derzeit laufen Gespräche zwischen allen Beteiligten mit dem Ziel eines schnellst­möglichen Amtsantritts von Hanselka. Bis dahin wird die Fraunhofer-Gesellschaft interimistisch von Sandra Krey, Vorständin für Finanzen und Controlling, geführt.

FhG / KIT / JOL

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