27.03.2007

IBM zeigt neue Chip-Entwicklung

IBM hat einen Computerchip entwickelt, der das Internet in einigen Jahren deutlich schneller machen könnte. Bis zu 160 Gigabit pro Sekunde seien möglich.


Anaheim (dpa) - IBM hat einen Computerchip entwickelt, der das Internet in einigen Jahren deutlich schneller machen könnte. Dank optischer Anschlüsse kann der am Montag vorgestellte Prototyp Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Gigabit pro Sekunde übertragen - acht Mal so schnell wie aktuelle optische Komponenten, wie IBM mitteilte. Zum Beispiel würde der Download eines Films in hoher Auflösung mit den neuen Chips nur eine Sekunde dauern. Der Preis der Hochleistungschips soll mit der neuen Technik stark sinken. Erster Anwendungsbereich dürften Großrechner werden, die die rapide wachsenden Datenströme in Internet umschlagen.

Die Technologie könne aber auch für die Verbindung zwischen Bauteilen in Verbrauchergeräten wie PCs oder Settop-Boxen eingesetzt werden und die Arbeit der Systeme drastisch beschleunigen, betonte der US-Konzern.

Die neuen Chips kommunizieren miteinander durch Lichtimpulse über Glasfaserleitungen statt durch elektrische Signale über Drähte. Das erhöht die Datentransferrate und senkt den Energieverbrauch. Dadurch, dass bei der Technologie die Bauteile in eine Einheit zusammengeführt wurden und die neuen Chips auch in herkömmlichen Produktionsstraße gefertigt werden könnten, ergebe sich auch ein großer Preisvorteil gegenüber derzeitigen optischen Komponenten.

«Die Datenexplosion bei der Übertragung von Filmen, TV-Sendungen, Musik oder Fotos schafft eine Nachfrage nach höherer Bandbreite und höheren Geschwindigkeiten in der Netzverbindung», betonte IBM- Forscher T.C. Chen. Um dem nachzukommen, müsse man verstärkt auf Glasfaser-Übertragung setzen.

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