25.04.2014

Liquid Flow Sensor fliegt ins All

Experiment soll Einfluss von Mikroschwerkraft auf Effektivität von Flüssigkeitsdurchflüssen im Weltall testen.

Wenn am 6. Mai 2014 eine Rakete von der Erde zur Internationalen Raumstation ISS fliegt, wird sich an Bord auch ein Flüssigkeitsdurchflusssensor der Sensirion AG aus Stäfa in der Schweiz befinden. Der Sensor ist Teil eines Forschungsprojektes der Minnehaha Academy Highschool, welches den Einfluss von Mikroschwerkraft auf die Effektivität von Flüssigkeitsdurchflüssen im Weltall testet. Das Projekt erlaubt unter anderem Erkenntnisse über die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Blutkreislauf.

Abb.: Die Internationale Raumstation ISS wird als Plattform für die Experimente zur Mikrogravitation dienen. (Bild: fotalia)


Der Sensor misst den von einer piezoelektrischen Pumpe erzeugten Fluss von demineralisiertem Wasser in der Schwerelosigkeit, und vergleicht die Ergebnisse mit einem Kontrollexperiment auf der Erde. Zahlreiche Anwendungen in der Fluiddynamik, Physik, Biologie und Hämodynamik (Blutfluss in den Blutgefässen in Abhängigkeit der verantwortlichen Kräfte) könnten von diesen Erkenntnissen profitieren.

Der Flüssigkeitsdurchflusssensor musste indes für den Raketenstart modifiziert werden: Damit der Sensor den enormen Erschütterungen beim Raketenstart standhält, hat das Entwicklerteam von Sensirion die kapillaren Glasröhren durch robuste kapillare Stahlröhren ersetzt. Die Firma ist Hersteller von digitalen Mikrosensoren und -systemen. Die Produktpalette umfasst Feuchte- und Temperatursensoren, Massenflussregler, Durchflusssensoren für Gase und Flüssigkeiten sowie Differenzdrucksensoren.

Sensirion / PH

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