22.06.2020

Mit eigenem Experiment ins All

Bewerbungen zum REXUS/BEXUS-Programm für studentische Höhenflüge jetzt möglich.

Das deutsch-schwedische REXUS/BEXUS-Programm (Rocket and Balloon Experiments for University Students) geht in die nächste Runde: Ab sofort können sich Studierende von deutschen Hochschulen mit ihren Experiment­ideen für wissenschaftliche Untersuchungen auf Forschungs­raketen und -ballonen bewerben. „Das Programm richtet sich an Studierende aus den Natur- oder Ingenieur­wissenschaften mit einer tollen Idee für ihr eigenes Weltraum­experiment“, so REXUS/BEXUS-Programm­leiter Michael Becker vom Raumfahrt­management des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Höhepunkt des Programms ist der Start des Experiments auf einem Stratosphärenballon (BEXUS) oder einer Höhen­forschungs­rakete (REXUS) vom Raumfahrt­zentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden.
 

Bis zum 13. Oktober 2020 können sich Studierende beim DLR um die Teilnahme am REXUS/BEXUS-Programm bewerben. Gesucht werden Experimentideen aus verschiedenen Disziplinen, wie etwa der Satelliten­kommunikation, der Forschung unter Weltraum­bedingungen oder der Atmosphären­physik. Die ausgewählten Teams erhalten eine Einladung zur Trainings­woche und werden dort die anderen europäischen Teams, sowie das technische und organisatorische Umfeld für Raketen- und Ballonflüge kennenlernen.

Während des Programms durchlaufen die Teilnehmer den kompletten Zyklus eines Raumfahrt­projekts, also Entwurf, Bau und Test der Experimente. „Viele Studierende Nutzen die Teilnahme am REXUS/BEXUS-Programm für ihre Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit“, berichtet Becker. „Die praktischen Erfahrungen, die sie dabei sammeln können, sind eine gute Vorbereitung und helfen beim Einstieg in das spätere Berufsleben.“ Im Verlauf der maximal anderthalbjährigen Projektphase werden die Teams von REXUS/BEXUS-Ingenieuren betreut und unterstützt.

Das deutsch-schwedische Programm REXUS/BEXUS ermöglicht Studierenden, eigene praktische Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Raumfahrt­projekten zu gewinnen. Jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stehen Studenten deutscher Universitäten und Hochschulen zur Verfügung. Die schwedische Raumfahrt­agentur SNSA hat den schwedischen Anteil für Studierende der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraum­organisation ESA geöffnet.

Auf deutscher Seite erfolgt die Projektleitung mit der Betreuung der Experimente durch das Zentrum für angewandte Raumfahrt­technologie und Mikro­gravitation (ZARM) in Bremen. Die Flugkampagnen führt EuroLaunch durch, ein Joint Venture der mobilen Raketen­basis des DLR (MORABA), die für die Bereitstellung der Raketen­systeme zuständig ist, und des Esrange Space Centers des schwedischen Raumfahrt­unternehmens SSC, das über die Start­infrastruktur verfügt. Die Programmleitung liegt beim DLR Raumfahrt­management in Bonn.

DLR / DE
 

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