03.04.2018

Physik-Nationalteams stehen fest

Entscheidung beim Auswahl-Workshop der DPG.

Die zehn Jugendlichen, die beim German Young Physicists’ Tourna­ment GYPT, der deutschen Physik­meister­schaft für Schüle­rinnen und Schüler, im Februar in Bad Honnef für die dies­jährige National­aus­wahl nomi­niert worden waren, haben sich im März an der Uni Ulm zu einem drei­tägigen Work­shop getroffen. Als Ergebnis des Wochen­endes steht nun das Team fest, das Deutsch­land vom 19. bis 26. Juli auf der Physik-Welt­meister­schaft, dem Inter­national Young Physicists’ Tourna­ment IYPT in Peking vertritt. Dem Team gehören an: Paul Linke (18), Geschwister-Scholl-Gymna­sium in Löbau, Sachsen; Toni Beuthan (16), Robert-Bosch-Gymna­sium in Langenau, Baden-Württem­berg; Saskia Drechsel (15), Glückauf-Gymna­sium in Dippoldis­walde, Sachsen; Frederik Gareis (17), Franken­wald-Gymna­sium in Kronach, Bayern; und Martin Link (17), Gymna­sium Kirch­heim, in Kirch­heim bei München, Bayern.

Abb.: Das deutsche Physik-Nationalteam (v.l.n.r.): Paul Linke, Löbau; Toni Beuthan, Langenau; Saskia Drechsel, Dippoldis­walde; Frederik Gareis, Kronach und Martin Link, Kirch­heim bei München. (Bild: GYPT / F. Wechsler)

Auf dem Programm standen experimentelle Arbeiten sowie die Präsen­ta­tion eines Physik-Projekts, das einen Monat lang an ver­schie­denen regio­nalen GYPT-Zentren bear­beitet wurde. Zusätz­lich wurde ein Test geschrieben, der sich unter anderem mit dem Zusam­men­hang zwischen der Dichte und der Rota­tions­geschwin­dig­keit weit ent­fernter, neu ent­deckter Planeten­systeme befasste. „Durch die gestie­genen Teil­nehmer­zahlen der Regional­wett­bewerbe wird die Leistungs­dichte im finalen Aus­wahl­work­shop immer höher“, zeigt sich GYPT-Wett­bewerbs­leiter Florian Oster­maier beein­druckt. Auch der Organi­sator des Work­shops, Michael Steck, freut sich über das hohe Niveau der Schüle­rinnen und Schüler. Damit tritt auch in diesem Jahr wieder eine viel­ver­spre­chende Mann­schaft für Deutsch­land an. Beim ver­gan­genen IYPT in Singa­pur errang die deutsche Mann­schaft einen guten sechsten Platz, der mit einer Silber­medaille belohnt wurde.

Zudem wurde ein dreiköpfiges Team zusammengestellt, das Deutsch­land vom 5. bis 7. April in Leoben auf dem 20. Austrian Young Physicists’ Tourna­ment ver­tritt. Dem Team gehören an: Fabio Briem (16) und Fabian Henn (15) vom Robert-Bosch-Gymna­sium in Langenau, Baden-Württem­berg, sowie Jakob Then (15) vom Otto-von-Taube-Gymna­sium in Gauting, Bayern.

Den Nachwuchs-Physikern und der Nachwuchs-Physikerin stehen nun inten­sive Turnier­vor­berei­tungen bevor. In den nächsten Wochen werden sie sich mehr­fach ins Trainings­lager nach Ulm begeben, um sich best­mög­lich für die physi­ka­lischen Wett­kämpfe vor­zu­bereiten. Bei allen Wett­kämpfen tragen die Teams die zu Hause erar­bei­teten Lösungs­vor­schläge zu 17 physi­ka­lischen Auf­gaben in „Fights“ vor, wobei eine gegne­rische Mann­schaft bestimmt, welches Problem vor­ge­tragen wird. Während die Gegner in einer anschlie­ßenden wissen­schaft­lichen Diskus­sion ver­suchen, Schwach­stellen in der Argu­men­ta­tion der vor­tra­genden Mann­schaft auf­zu­decken, beur­teilt ein drittes Team sowohl den Vor­tra­genden als auch den Oppo­nenten. Eine Jury aus Lehr­kräften, sowie Wissen­schaft­le­rinnen und Wissen­schaft­lern bewertet schließ­lich alle drei Teams. Dabei kommt es nicht nur auf physi­ka­lisches Fach­wissen an, sondern ebenso auf Fair­ness und die Fähig­keit, in englischer Sprache zu kommu­ni­zieren.

DPG / RK

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