29.09.2025 • Energie

Recyclingverfahren für trockenprozessierte Kathoden entwickelt

Forschungsteam in Münster treibt umweltfreundliche Produktion von Batterien voran.

Ein entschei­dender Schritt, um die Produktion von Batterie­zellen umwelt­freund­licher und kosten­günstiger zu gestalten, sind inno­vative Produk­tions­prozesse wie die Trocken­prozes­sie­rung von Elek­troden. Bei diesem Verfah­ren kann voll­ständig auf teure, zum Teil toxische, orga­nische Lösungs­mittel verzichtet werden. Möglich macht dies die Wahl des passenden Binders: der Hoch­temperatur­kunststoff Poly­tetra­fluor­ethylen (PTFE). Um mit solchen Verfahren die zirku­läre Wirtschaft von Batterien zu stärken, ist es unerläss­lich, Recycling­möglich­keiten von Anfang an zu inte­grieren. Ein Team des MEET Batterie­forschungs­zentrums und des Instituts für Wirt­schafts­chemie der Univer­sität Münster hat deshalb eine Methode entwickelt, mit der trocken­prozes­sierte Kathoden von Lithium-Ionen-Batterien recycelt werden können.

In den Laboren des MEET Batterieforschungszentrums wird sowohl die...
In den Laboren des MEET Batterieforschungszentrums wird sowohl die Trockenprozessierung von Elektroden als auch deren Recycling erforscht.
Quelle: U Münster – Michael Möller

„Das Recycling kann trocken­mechanisch durch den Einsatz von Mühlen erfolg­reich umgesetzt und skaliert werden“, sagt Maike Michelle Gnutz­mann, Dokto­randin am MEET Batterie­forschungs­zentrum und der inter­natio­nalen Forschungs­schule BACCARA. Im Fall der trocken­prozes­sierten Kathoden lösen die Mühlen das Kathoden­komposit vom Strom­sammler und granu­lieren es anschlie­ßend. Im Ergeb­nis liegen alle Bestand­teile wie Aktiv­material, PTFE-Binder und Leitruß in ihrer ursprünglichen Form vor.

Da die Materialien durch diesen Recycling­prozess nicht beschädigt würden, können sie unmit­telbar wieder­verwendet werden. Darüber hinaus bewertete das Institut für Wirt­schafts­chemie durch eine Analyse der Lebens­zyklus­kosten die Profita­bilität des Verfah­rens positiv. Die Ergeb­nisse zeigen, dass der Recycling­prozess nicht nur aufgrund seiner Nach­haltig­keit, sondern auch aus Kosten­gründen für industri­elle Anwen­dungen interessant ist. [Quelle: WWU]

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