09.10.2006

Schavan will mehr Mittel für Kernfusions-Forschung

Annette Schavan (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, aus der rot-grünen Regierungszeit stammende Einschränkungen für die Kernfusions-Forschung aufzuheben.

«Focus»:

München (dpa) - Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, aus der rot-grünen Regierungszeit stammende Einschränkungen für die Kernfusions-Forschung aufzuheben. Dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte sie: «Wir brauchen eine wirklich konsequente Weiterentwicklung der Fusionsforschung. Wir dürfen hier nicht denselben Fehler machen wie bei der Atomenergie und leichtfertig einmal erworbene Kompetenz aufgeben.» Die noch nicht kommerziell nutzbare Fusionstechnik, bei der Atomkerne nicht gespalten, sondern verschmolzen werden, sei eine «hochinteressante Zukunftstechnologie». Deshalb gelte: «Wir müssen die Deckelung der Mittel für die Fusionsforschung aufheben.» Sie sind derzeit auf 115 Millionen Euro pro Jahr begrenzt.

Der SPD-Forschungspolitiker Renè Röspel widersprach der Ministerin. Die Fusionstechnik sei zwar «forschungspolitisch interessant». Man dürfe jedoch keine «Unsummen» in eine Technik stecken, die «energiepolitisch der falsche Weg» sei. Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Jürgen Mlynek, beklagte, dass Deutschland in der Forschungskompetenz für die Kerntechnik zurückgefallen sei: «Wir hätten weder das Personal noch das Know-how, innerhalb weniger Jahre wieder eine bedeutende Rolle zu spielen.» Er sprach sich dafür aus, «tabufrei über alle zukünftigen Energieoptionen zu diskutieren».

 

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