18.09.2003

Quantum Mechanics

Merzbacher

Quantum Mechanics

Von E. Merzbacher.
3. Aufl., Wiley, New York 1998. XVI + 656 S., geb.,
ISBN 0-471-88702-1

Das Buch ist in einer dritten, völlig überarbeiteten Auflage erschienen. Es ist als Begleitung eines wenigstens einjährigen Kurses gedacht und wendet sich an Studenten, die Vor diplomskenntnisse in Mechanik, Elektro dynamik sowie Atomphysik besitzen. Die Quantenmechanik wird in ihrer ganzen Breite behandelt. Das Buch beginnt mit der Wellenmechanik, der viel Platz eingeräumt und auf die immer wieder zurückgegriffen wird. Freie Bewegung, harmonischer Oszillator, stückweise konstante Potentiale werden ausführlich behandelt. Ebenso detailreich diskutiert der Autor Näherungsverfahren wie WKB und Variationsrechnung. Mathematische Grundlagen über Vektorräume, Operatoren und deren Eigenschaften schließen sich an. Der Drehimpuls wird im Zusammenhang mit sphärisch symmetrischen Potentialen und Streutheorie eingeführt. Spin, Zweiniveau systeme, Symmetrien und Störungstheorie werden ebenfalls gründlich besprochen. In höheren Kapiteln behandelt das Buch einführend komplexere und moderne Themen der Quantenmechanik wie Vielteilchensysteme, Quantenoptik, relativistische Quantenmechanik und Quantenstatistik/Informationstheorie.

Der Stoff wird detailreich besprochen, viele Beispiele werden durchgerechnet. Behandelter Stoff wird immer wieder aufgegriffen und so vertieft. Die Aufgaben sind in den Text eingeflochten, um durch sofortiges Lösen ein tieferes Verständnis zu ermöglichen. Musterlösungen werden allerdings nicht angegeben. Der Autor behandelt auch Themen, die in anderen Quantenmechanikbüchern eher zu kurz kommen, so die kohärenten Zustände, den getriebenen harmonischen Oszillator und nichtorthogonale Basen.

Konzeptionell ist das Buch in den Eingangskapiteln z.B. mit den Standardwerken von W. Greiner oder C. Cohen-Tannoudji vergleichbar, da es die Grundzüge der Quantenmechanik am Beispiel der Wellenmechanik erklärt. Für meinen Geschmack bleibt dem lernenden Leser dadurch zu lange verborgen, was ein Zustand und seine Darstellung sind, obwohl die Fourier-Transformierte der Wellenfunktion schon verwendet wird. Ebenso verhält es sich mit der Verwendung der Bra-Ket-Schreibweise, die zur Angabe von Amplituden und Matrixelementen herangezogen, aber erst viel später erklärt wird.

Von diesen Einwänden abgesehen, ist das Buch aufgrund seines Ausführlichkeit als Lehrbuch für Studenten gut geeignet, insbesondere wenn auch die besuchte Vorlesung konzeptionell ähnlich vorgeht.
Dr. Jürgen Schnack, Fachbereich Physik, Universität Osna brück

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