04.10.2017 • Science Fiction

The Realization of Star Trek Technologies

Mark E. Lasbury: The Realization of Star Trek, Technologies, Springer 2017, 300 S., broschiert, 31,93 $, ISBN 9783319409122

Mark E. Lasbury

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Mark E. Lasbury ist ein großer Star Trek-Fan und hat ein Buch für Fans mit Physik-Ausbildung geschrieben. In seinem etwas mehr als 300 Seiten starken Werk legt er den gegenwärtigen Stand der Technik für einige ausgewählte Star Trek-Technologien dar. Lasbury beginnt mit der Funktionsweise von „Phasern“. Das sind bei Star Trek kleine Handfeuerwaffen, die mittels eines „Energiestrahls“ Gegenstände auflösen können. Es gibt sie aber auch als Kanonen mit viel größerer Feuerkraft.

Lasbury versucht, diese Waffen mittels heutiger Technologie zu erklären und gibt dabei einen Überblick über das, was Laser und Teilchenbeschleuniger bisher an Leistung bringen. Ähnlich geht er mit weiteren Themen um: Tarntechnologie, Replikatoren, Deflektorschilde, Traktorstrahlen, Universalübersetzer, Geordi LaForges Sehhilfe VISOR und dem „Beamen“, wie die Teleportation bei Star Trek heißt. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel über den Tricorder, also über ein Multi­funktionstool, mit dem man so ziemlich alles messen kann, was das Wissenschaftlerherz begehrt. Jedes Mal unterzieht er die Star Trek-Technologie einer kritischen Überprüfung und vergleicht mit dem heutigen Stand der Technik.

Das Buch ist relativ nüchtern geschrieben und setzt gewisse Grundkenntnisse in Physik voraus, was die vielen Zitate von Originalliteratur aus der Forschung zeigen. Es gibt unzählige Verweise auf Star Trek, wobei Lasbury auch die „offiziellen Handbücher“ zur Star-Trek-Technik und diverse Internetquellen konsultiert. Doch dort findet sich oft genug nur beliebiger „Technobabble“ ohne inhaltlichen Nährwert. Hier wäre es sinnvoller gewesen, sich auf direkte Verweise zu Serienfolgen und Filme zu konzentrieren. Das Buch ist auch wenig quantitativ, d. h. es werden lediglich Technologien beschrieben und keine konkreten Berechnungen angeführt. Letztlich fehlt ein roter Faden, und es handelt sich leider nicht um mehr als eine bloße Aufzählung von technischen Errungenschaften.

Trotzdem möchte ich als Fazit festhalten, dass dieses Buch in keiner Sammlung eines echten Star Trek-Fans fehlen darf. Auch wenn es eher akademisch nüchtern geschrieben ist, ist es doch interessant zu sehen, was die Star Trek-Macher sich ausgedacht haben und was davon heute schon Wirklichkeit ist. Eine solch aktuelle Aufstellung gab es bislang noch nicht.

Prof. Dr. Metin ­Tolan, TU Dortmund

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