03.03.2026 • DPG-Preise

Ausschreibung für DPG-Preise 2027

Vor­schlä­ge für Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten kön­nen bis zum 30. Juni 2026 ein­ge­reicht wer­den.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) zeichnet jährlich herausragende wissenschaftliche Leistungen auf unterschiedlichen Gebieten der Physik aus. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im November von ehrenamtlichen Preiskomitees im Rahmen des Tages der DPG ausgewählt und anschließend bekannt gegeben.

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Quelle: DPG

„Die DPG-Preise weisen herausragende wissenschaftliche Leistungen für die breite Öffentlichkeit und die Fachwelt aus“, betont Martin Wolf, DPG-Vorstand für wissenschaftliche Programme und Preise. „Die Physik sichert unseren Wohlstand und trägt Ihren Anteil bei, um die komplexen, interdisziplinären Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, etwa bei der CO2-freien Energieversorgung und Mobilität im Zeichen des Klimawandels. Die Zukunft von Informationstechnologie und Künstlicher Intelligenz sind eng mit der Erforschung der Quantenwelt verbunden.“

Die höchsten Auszeichnungen der DPG sind die Max-Planck-Medaille sowie die Stern-Gerlach-Medaille. Die Max-Planck-Medaille zeichnet herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik aus und wurde bereits 1929 gestiftet. Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik zeichnet die DPG mit der Stern-Gerlach-Medaille aus, deren Historie bis ins Jahr 1986 zurückgeht. Beide Auszeichnungen bestehen aus einer Goldmedaille mit Portraits der Namensgeber und einer handgeschriebenen Urkunde auf Pergament.

Die DPG lädt dazu ein, bis zum 30. Juni 2026 online Kandidatinnen und Kandidaten für die verschiedenen Auszeichnungen zu nominieren. „Lassen Sie uns die Preiskultur in Deutschland gemeinsam stärken, indem wir zahlreiche überzeugende Vorschläge zusammentragen“, bittet Wolf. Das Nominierungsverfahren ist unkompliziert: Eine ein- bis zweiseitige Begründung mit einer kurzen Zusammenfassung genügt. Dem Vorschlag sollten ein Lebenslauf (ggf. eine Publikationsliste) sowie Gutachtervorschläge beigefügt werden.

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Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Anliegen der DPG. Verschiedene Auszeichnungen werden daher insbesondere an herausragende junge Forschende verliehen. Um die Sichtbarkeit der Leistungen von jungen Wissenschaftlerinnen in der Physik zu erhöhen, wird der Hertha-Sponer-Preis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro vergeben. Kürzlich abgeschlossene experimentelle oder theoretische Arbeiten werden mit dem Gustav-Hertz-Preis und einem Preisgeld von 7.500 Euro geehrt. Der Walter-Schottky-Preis zeichnet Arbeiten in der Festkörperforschung der letzten beiden Jahre aus und wird mit 10.000 Euro prämiert. Der Gaede-Preis wird für Beiträge auf dem Gebiet der Vakuumwissenschaft und -technik verliehen (Preisgeld von bis zu 10.000 Euro, Modell der ersten Molekularluftpumpe). Der Georg-Simon-Ohm-Preis zeichnet eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) aus und wird mit einem Preisgeld von 2.500 Euro prämiert.

Einen entscheidenden und unverzichtbaren Beitrag zur Identifikation und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses leisten Personen, die die Physik in Schulen, Hochschulen oder anderen Bildungseinrichtungen vermitteln. Auszeichnungen für die Vermittlung von Physik sollen die Sichtbarkeit dieser so wichtigen und grundlegenden Arbeit erhöhen und das gesellschaftliche Bewusstsein für deren Relevanz stärken. Daher werden von der DPG bis zu drei Physiklehrkräfte aller Schulformen mit dem Preis für herausragende Leistungen in der Vermittlung der Physik an Schulen und je 1.000 Euro Preisgeld gewürdigt. Der Georg-Kerschensteiner-Preis ehrt hervorragende Beiträge zur Physikdidaktik an Hochschulen oder in der Weiterbildung, zur Erforschung von Lehr- und Lernprozessen in der physikalischen Bildung sowie zur Entwicklung neuer Konzepte und Medien in der Lehre (Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro).

„Die Physik lebt vom persönlichen Austausch von Ideen und Forschungsergebnissen über Grenzen hinweg“, erklärt Wolf. „Die Anerkennung außergewöhnlicher wissenschaftlicher Leistungen auf internationaler Ebene trägt wesentlich dazu bei, diesen Dialog zu fördern.“

Zusammen mit der Société Française de Physique verleiht die DPG den Gentner-Kastler-Preis im jährlichen Wechsel an in Deutschland bzw. in Frankreich tätige Physikerinnen oder Physiker. 2025 soll der Preis nach Deutschland gehen. Alle zwei Jahre verleiht die DPG gemeinsam mit der Polnischen Physikalischen Gesellschaft den Marian Smoluchowski-Emil Warburg-Preis, ebenfalls im Wechsel an Kolleginnen oder Kollegen aus Polen und Deutschland. Der Preis soll 2025 nach Polen gehen. Beide Auszeichnungen bestehen aus einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro und einer Silbermedaille.

Der Robert-Wichard-Pohl-Preis setzt seinen Fokus nicht auf geografische Kooperationen, sondern auf den interdisziplinären Austausch. Er wird für bedeutende Beiträge zur Physik von interdisziplinärer Bedeutung verliehen und umfasst ein Preisgeld von 7.500 Euro. Der DPG-Technologietransferpreis trägt seine verbindende Bedeutung bereits im Namen. An der Schnittstelle von Forschung und Wirtschaft würdigt die DPG jährlich einen erfolgreichen Technologietransfer. Gemeinsam ausgezeichnet werden jeweils ein Forschungsinstitut, die für den Technologietransfer verantwortliche Stelle und das die Technologie umsetzende Unternehmen, die je einen Glaspokal und eine Urkunde erhalten. [DPG / dre]

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Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG)

Hauptstraße 5
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