13.06.2016

Baukasten für Quantenzustände

Elektronen-Zustände lassen sich in einem Gitter von Quanten­töpfen präzise ver­ändern.

Die Anwendung der Quantenmechanik ist schwierig, weil jede Messung den gemessenen Zustand verändert. Techno­logien wie beispiels­weise Quanten­computer können entsprechend nur auf der Basis von bekannten, ein­deutig defi­nierten und wenig komplexen Inter­aktionen zwischen einzelnen Teilchen ent­worfen werden. Forscher der Uni Basel haben nun ein Verfahren ent­wickelt, mit dem man solche Wechsel­wirkungen an einem gut defi­nierten System studieren kann.

Abb.: Mithilfe der Spitze des Raster­tunnel­mikro­skops wird ein einzelnes Xenon-Atom (gelb) aus einem Quanten­topf (blau) entfernt und so der elektro­nische Quanten­zustand gezielt verändert. (Bild: U. Basel)

In der elektronischen Messtechnik werden Steckbretter verwendet, an denen Proto­typen von elektro­nischen Schaltungen konstruiert und getestet werden können. Das Verfahren des inter­nationalen Teams um Thomas Jung funktioniert ähnlich. Mit der Methode können die Forscher ein Netz von Quanten­töpfen zum ersten Mal so konfi­gurieren, dass verschiedene elektro­nische Quanten­zustände entstehen.

Das Forschungsteam hat eine etablierte Methode weiter­ent­wickelt, bei der mit­hilfe von einem Raster­tunnel­mikro­skop Atome versetzt werden, wodurch ein­deutig definierte Quanten­systeme her­ge­stellt werden. Durch das gezielte Umsetzen von Xenon-Atomen in den Quanten­töpfen ist es ihnen somit gelungen, ver­schiedene Besetzungen zu erzeugen, welche unter­schied­lichen Quanten­zuständen entsprechen.

Die Entwicklung der Quantentechnologie ist auf ein detailliertes Verständnis der Wechsel­beziehungen ver­schiedener Elektronen­zuständen ange­wiesen. Mit der neu ent­wickelten Methode können Quanten­zustände präzise repro­duziert und Inter­aktionen zwischen ver­schiedenen chemischen Elementen und gut defi­nierten Elektronen­zuständen unter­sucht werden – eine „unbe­grenzte Spiel­wiese für die Erforschung von Quanten­zuständen“, so die Forscher.

U. Basel / RK

Veranstaltung

AKL – International Laser Technology Congress in Aachen

AKL – International Laser Technology Congress in Aachen

Vom 22. bis 24. April 2026 lädt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT zum AKL’26 ein. Der Photonik-Kongress mit über 500 Teilnehmenden findet zum 15. Mal statt, diesmal mit einem deutlich erweiterten Programm, über 80 Vorträgen und 54 Ausstellerständen.

Anbieter des Monats

RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.

RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.

Die Reichelt Chemietechnik wurde am 1. September 1978 als Vertriebs- und Produktionsgesellschaft von Dr. Peter Reichelt in Heidelberg gegründet, wobei sich das Unternehmen als „Mailorderhaus“ verstand.

Meist gelesen

Photo
10.02.2026 • NachrichtForschung

Licht polt Magneten um

Laser­puls ist in der Lage, be­lie­bi­ge und an­pass­ba­re to­po­lo­gi­sche Schalt­krei­se auf einem Chip op­tisch zu er­zeu­gen.

Themen