20.04.2015

Exzellenter Beschluss

Auf ihrer Klausurtagung in Göttingen haben die Spitzen der Großen Koalition u. a. beschlossen, vier Milliarden Euro für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative zur Verfügung zu stellen.

Kaum ein Programm hat im deutschen Wissenschaftssystem eine solche Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie die Exzellenzinitiative. Insgesamt 4,6 Milliarden Euro haben Bund und Länder zwischen 2006 und 2017 dafür zur Verfügung gestellt. Bei den zuletzt getroffenen Entscheidungen im Juni 2012 wurden 11 Zukunftskonzepte, 45 Graduiertenschulen und 43 Exzellenzcluster ausgewählt. Unklar ist aber bislang, wie es für die geförderten Konzepte nach 2017 weitergehen soll. Ende Oktober 2014 hat sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) darauf geeinigt, die Exzellenzinitiative fortzuführen. Auf ihrer Klausurtagung in Göttingen haben die Bundestagsfraktionen der Großen Koalition nun den Beschluss getroffen, in den Jahren 2018 bis 2028 jährlich mindestens 400 Millionen Euro für das Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative zur Verfügung zu stellen.

Die Fortsetzung der Exzellenzinitiative soll dafür sorgen, dass hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch weiterhin aus dem Ausland nach Deutschland kommen, damit hier Innovationen entstehen können. Ziel seien laut dem Beschluss der Klausurtagung die Profilierung von Exzellenzstandorten als weltweit führende Zentren der Spitzenforschung mit internationaler Ausstrahlung, die Verbesserung der forschungsorientierten Lehre und der Auf- und Ausbau regionaler Kooperationen von Universitäten mit außeruniversitärer Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft.

Darüber hinaus möchte die Große Koalition mit einer Personaloffensive den Nachwuchs stärken. Für eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern stehen ab 2017 jährlich rund 100 Millionen Euro bereit, um neue Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und planbarer zu gestalten sowie Hochschulen dabei zu unterstützen, moderne Personalentwicklungskonzepte aufzulegen.

Der Koalitionsbeschluss lässt offen, wie das Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative aussehen soll. Richtungsweisend dafür dürften die Ergebnisse einer internationalen Expertenkommission unter Leitung des Physikers Dieter Imboden (ETH Zürich) sein, welche die Exzellenzinitiative seit September 2014 evaluiert. Ein Wörtchen mitzureden haben auch die Länder, mit denen Bundesforschungsministerin Johanna Wanka derzeit das neue Konzept verhandelt. Nach Abschaffung des Kooperationsverbots ist der Weg auch frei für neue Kooperationsformen zwischen Bund und Ländern.

Maike Pfalz

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