Führungswechsel am Ferdinand-Braun-Institut
Markus Weyers übergibt die Leitung der Materialtechnologie am FBH an den Physiker Steffen Breuer.
Laser für Anwendungen im Weltraum, Leistungstransistoren für energieeffiziente Elektronik oder Komponenten für Quantensysteme – all diese Entwicklungen nehmen ihren Anfang in der Materialtechnologie. Hier entstehen ultradünne Schichtstapel aus Halbleitern mit präzise definierten Eigenschaften. Mittels metallorganischer Gasphasenepitaxie (MOVPE) werden sie gezielt aufgebaut und durch umfassende Materialanalytik charakterisiert. Sie bilden die Grundlage für vielfältige elektronische und optoelektronische Bauelemente am Ferdinand-Braun-Institut und auch bei externen Partnern und Kunden. Für die Höchstfrequenzelektronik sowie für photonische Anwendungen vom UV- bis in den Infrarotbereich werden sie kontinuierlich weiterentwickelt.

Unter der langjährigen Leitung von TU-Berlin-Professor Markus Weyers hat sich die Abteilung als leistungsfähiges Kompetenzzentrum für die MOVPE etabliert. Seine Arbeiten haben maßgeblich zu vielen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen am FBH und zum Wachstum des Instituts beigetragen. Er wird die von ihm geleiteten Projekte insbesondere zu vertikal emittierenden Laserchips (ertical-cavity surface-emitting laser, VCSEL) vorerst weiterführen und seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Mit Steffen Breuer übernimmt nun ein ebenso ausgewiesener Epitaxie-Experte die Leitung. Nach beruflichen Stationen unter anderem an der ANU Canberra, am Fraunhofer IAF in Freiburg im Breisgau und am Fraunhofer HHI in Berlin setzt er am FBH auf Kontinuität und Innovation. „Ich freue mich darauf, die sehr erfolgreiche Arbeit der Abteilung gemeinsam mit dem großartigen Team fortzuführen und neue Impulse zu setzen. Hochpräzise halbleitende Materialien sind die Grundlage für viele innovative Hightech-Systeme – hier wollen wir unsere Stärken weiter ausbauen und gezielt auf zukünftige Anwendungen ausrichten“, sagt der Physiker, der seinerzeit am Paul-Drude-Institut seine Doktorarbeit angefertigt hat.
Der Übergang erfolgt planmäßig und in enger Abstimmung, sodass die Kontinuität in Forschung, Entwicklung und Zusammenarbeit mit Partnern nahtlos gewährleistet ist. Die Abteilung wird ihre Arbeiten an innovativen Materialsystemen für die Halbleiterforschung konsequent fortführen. [FBH / dre]














