Herausragende Experimentalphysik gesucht
Rudolf-Kaiser-Stiftung ruft dazu auf, sich für ihren mit 30.000 Euro dotierten Rudolf-Kaiser-Preis 2026 zu bewerben.
Noch bis zum 30. April läuft die aktuelle Ausschreibung für den mit 30.000 Euro dotierten Rudolf-Kaiser-Preis 2026. Die Auszeichnung würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen von Nachwuchstalenten in der Experimentalphysik, die aber noch keinen Ruf auf einen deutschen Lehrstuhl innehaben.

Der Rudolf-Kaiser-Preis richtet sich an deutsche oder in das deutsche Wissenschaftssystem integrierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die noch nicht auf einen Lehrstuhl (zum Beispiel W3-Professur) berufen wurden, mehrere gute Arbeiten publiziert haben, von denen eine besonders herausragt, und nicht älter als vierzig Jahre sind.
Nach dem Willen des Stifters soll es sich bei den Arbeiten nicht um solche handeln, die mit „großen Maschinen“ in Großforschungsanlagen entstanden sind. Die Bewerbung kann als Vorschlag einer Hochschullehrperson oder als Eigenbewerbung erfolgen.
Über die Vergabe des Preises entscheidet das Kuratorium der Stiftung auf Vorschlag des Stiftungsrats. Dieser besteht aus drei Mitgliedern, die der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) angehören und vom Präsidenten der DPG benannt werden.
Die Rudolf-Kaiser-Stiftung wurde 1987 durch Dr. Rudolf Kaiser als nichtrechtsfähige Stiftung im Stifterverband gegründet. Rudolf Kaiser wurde 1923 in Nürnberg geboren, war über viele Jahre Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht und habilitierte sich 1979 in Experimentalphysik an der TU München. Dort widmete er sich vor allem der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der mit 30.000 Euro dotierte Rudolf-Kaiser-Preis wird seit 1989 an deutsche Experimentalphysiker vergeben. Viele der Wissenschaftler, die mit dem Kaiser-Preis ausgezeichnet wurden, sind heute weltweit geachtete, hochdekorierte Wissenschaftler. [RKS / dre]













