24.03.2026 • Didaktik

Lehr-Lern-Labor PHyLa ausgezeichnet

An­nä­hernd 4.000 Schü­le­r:in­nen haben die PHyLa-Projekt­tage bis­lang be­sucht und na­tur­wis­sen­schaft­li­che Grund­kennt­nisse zur Kli­ma­kri­se er­hal­ten.

LernortLabor (LeLa), der Bundesverband der Schülerlabore, hat das Lehr-Lern-Labor Physik (PHyLa) der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) mit dem LeLa-Preis 2026 ausgezeichnet. An PHyLa ging der 1. Preis in der Rubrik Schülerlabor+. Verliehen wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis im Rahmen der 21. LeLa-Jahrestagung in Osnabrück.

Als außerschulischer Lernort bietet PHyLa Projekttage zu physikalischen Themen für Schüler:innen an. Konzipiert und durchgeführt werden sie von Lehramtsstudierenden mit dem Fach Physik. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die naturwissenschaftliche Grundbildung zur Klimakrise, die bewusst interdisziplinäre Perspektiven einschließt.

Besonders beindruckt hat die Jury, dass PHyLa „die Klimakrise durch wissenschaftliche Präzision und lokalen Bezug greifbar macht“. MINT-Bildung werde hier konsequent als Demokratiebildung verstanden, um eine fundierte ‚Climate Literacy‘ für persönliche und politische Entscheidungen zu fördern, heißt es in der Laudatio.

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Klimakrise in die Curricula!

„Wir freuen uns sehr über diesen Preis. Er bestärkt uns in unserer Arbeit und darin, dass wir Klimabildung eine hohe Priorität einräumen“, sagt PHyLa-Initiator Tobias El Ham­dani-Ludwig. „Mit unseren Klimaprojekttagen eröffnen wir Lernräume jenseits klassischer Fächergrenzen. Schüler:innen analysieren bei uns lokale Klimadaten, leiten eigenständig begründete Aussagen zur Klimakrise ab und reflektieren individuelle Handlungsoptionen“, erläutert der Leiter des PHKA-Instituts für Physik und Technische Bildung.

„Und unsere Lehramtsstudierenden profitieren von PHyLa, weil sie hier früh Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Reflexion fächerübergreifenden Unterrichts erwerben.“ Außerdem werden die Klimaprojekttage im Rahmen eigenständiger Studien beforscht.

Eigens für das Lehr-Lern-Labor entwickelt wurde die Karlsruher Klima-App, mit der Schüler:innen bis ins Jahr 1778 zurückreichende Klimadaten aus Karlsruhe analysieren. „Unsere App lässt sich mit geringem Aufwand auch auf andere Standorte übertragen“, erläutert Kay Burger, wissen­schaftlicher Mitarbeiter am PHKA-Institut für Physik und Technische Bildung. Er hat die Anwen­dung, die bald als Open Educational Resource zur Verfügung stehen soll, konzipiert und realisiert. Für die Jury „fungiert PHyLa“ damit „als echter Innovationsmotor für das Bildungssystem“.

Seit Gründung des innovativen Lehr- und Forschungsprojekts im Jahr 2022 haben annähernd 4.000 Schüler:innen das Lehr-Lern-Labor PHyLa besucht. Es steht allen Schulformen und Stufen offen, seinen Schwerpunkt hat es im Bereich Sekundarstufe I und Grundschule. Das LeLa-Preisgeld möchte das PHyLa-Team verwenden, um neue Experimentiermaterialien anzuschaffen. [PHKA / dre]

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