24.04.2008

Lise-Meitner-Preise für zwei Frankfurter Physiker

Reinhard Stock und Walter Greiner sind mit dem Lise-Meitner-Preis für Kernphysik der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet worden.

Frankfurt/Main (dpa) - Zwei Frankfurter Physiker sind mit dem Lise-Meitner-Preis für Kernphysik der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet worden. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung geht an Prof. Reinhard Stock und Prof. Walter Greiner, wie das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und die Universität Frankfurt am Donnerstag berichteten: «Sie erhalten diese Auszeichnung für ihre theoretischen und experimentellen Pionierarbeiten zur Erzeugung neuer Formen von Materie bei extrem hohen Temperaturen und Dichten.» Der Preis ist benannt nach der deutschen Physikerin, die an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt war.

Greiner (72) bereitete mit seinen Berechnungen den Weg für die Entdeckung neuer, superschwerer Elemente vor, unter anderem des nach Lise Meitner benannten Elements 109 «Meitnerium», wie das FIAS berichtete. Stocks (69) Experimente lieferten erste Belege für die Existenz des sogenannten Quark-Gluonen-Plasmas, eines Materiezustandes, in dem sich die Atomkerne auflösen. «Es handelt sich dabei praktisch um die zeitlich engste Annäherung an den Urknall, die bisher Physikern in Experimenten gelungen ist», berichtete das Institut nach Bekanntgabe der Ehrungen.

Die Dotierung des Lise-Meitner-Preises für Kernphysik wird nicht bekanntgegeben. Der Sponsor, eine Firma in Frankreich, setze das Preisgeld fest, sagte der Vorsitzende des Preiskomitee, Prof. Hartwig Freierleben (Dresden), der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zur Höhe der diesjährigen Dotierung wie auch der vergangenen Jahre wollte Freierleben keine Angaben machen. Die Bedeutung einer Auszeichnung lasse sich nicht an der Höhe des Preisgeldes messen.

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