23.11.2020

Mit Präzision ins Amt

Joachim Ullrich, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, übernimmt ab 2022 das Amt des DPG-Präsidenten.

In seiner jüngsten Sitzung wählte der Vorstandsrat der DPG den Präsidenten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Joachim Ullrich zum künftigen Präsidenten der ältesten physikalischen Fachgesellschaft der Welt, die heute mehr als 55.000 Mitglieder zählt. Im April 2022 übernimmt er das Amt von Lutz Schröter, der dann turnusmäßig die Vizepräsidentschaft antritt.

Joachim Ullrich ist der designierte Präsident der Deutschen Physikalischen...
Joachim Ullrich ist der designierte Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. (Bild: PTB)

Joachim Ullrich (geboren 1956) studierte Geophysik und Physik an der Universität Frankfurt, wo er vier Jahre nach dem Diplom 1983 auch promovierte. 1994 folgte die Habilitation und 1997 ein Ruf auf einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an die Universität Freiburg. 2001 wechselte er als Direktor an das Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) und leitete seit 2006 die Max Planck Advanced Study Group am Hamburger Center for Free Electron Laser Science (CFEL). Zwei Jahre später übernahm er den Vorsitz des Management Boards am CFEL.

Im Jahr 2012 wurde Joachim Ullrich zum Präsidenten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) berufen. Seither übernahm er zahlreiche Aufgaben im Zuge der Neudefinition der SI-Einheiten. So ist er seit 2014 Präsident des Consultative Committee for the International Units (CCU) des Internationalen Büros für Maße und Gewichte (BIPM). Für die Physik-Community engagiert er sich als Wissenschaftlicher Beirat der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Joachim Ullrich erhält im kommenden Jahr die Stern-Gerlach-Medaille – die höchste Auszeichnung der DPG für Experimentelle Physik. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde ihm unter anderem bereits 2006 zusammen mit Robert Moshammer der Philipp Morris Forschungspreis verliehen.

DPG / Physik Journal

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