11.11.2003

Sonnensensoren aus Jena

Jena-Optronik hat zwei neue Aufträge. Die Jenoptik-Tochter liefert z. B. Sensoren an Galileo Industries.


Jena-Optronik hat zwei neue Aufträge. Die Jenoptik-Tochter liefert z. B. Sensoren an Galileo Industries.

Jena - Die Jenoptik-Tochter Jena-Optronik GmbH hat zwei neue Aufträge für Sonnensensoren auf verschiedenen internationalen Satelliten gewonnen. Nach der erfolgreichen Qualifikation und Integration des "Fine Sun Sensor" auf dem kanadischen Erdbeobachtungssatelliten RADARSAT-2 im Jahr 2002 wird die Jena-Optronik nun Sonnensensoren an Galileo Industries für die Navigationssatelliten Galileosat liefern. Das Programm Galileosat soll Europa unabhängig vom US-amerikanischen GPS-System machen.

Die 30 Satelliten für das Navigationssystem Galileo werden mit Sonnensensoren von Jena-Optronik ausgestattet. (Grafik, Quelle: Astrium EADS)

Galileo Industries ist ein Konsortium namhafter Satellitenfirmen aus Deutschland, Frankreich, Italien und England mit der Aufgabe, bis zum Jahr 2008 ein Netz von 30 Satelliten aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Pro Satellit sind drei Sonnensensoren zu integrieren. Zurzeit läuft ein Vorprogramm, um in 2005 einen Testsatelliten zu starten und in Betrieb zu nehmen.

Ein weiterer Auftrag für die Sonnensensoren aus Jena kommt von Alenia Spazio für die Erdbeobachtungssatelliten Cosmo-SkyMed, die von der italienischen Regierung im Frühjahr 2003 in Auftrag gegeben worden sind. Die Jena-Optronik GmbH liefert hier acht Sonnensensoren. Das Programm Sonnensensoren für COSMO-SkyMed hat eine Dauer von zwei Jahren. Mit den beiden Aufträgen hat sich Jena-Optronik neben den autonomen Sternsensoren einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der Lagemess-Sensorik für Satelliten erschlossen.

Hintergrund: Lagemess-Sensoren für Satelliten
Diese Sensoren erfassen die Lage eines Satelliten zur Sonne oder zu den Sternen. Damit kann die Fluglage des Satelliten bestimmt und gegebenenfalls korrigiert werden. Sonnensensoren haben einen Erfassungsbereich von etwa +/- 64 Grad. Sollte der Sonnenwinkel also über 64 Grad steigen, wird die Sonne nicht mehr korrekt von den Sensoren erfasst. Sternsensoren brauchen gegenüber dem Sonnensensor ein wesentlich kleineres Gesichtsfeld und sind unabhängig von der Sonneneinstrahlung.

Quelle: Jenoptik

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