31.05.2007

Wirtschaft profitiert von ausländischen Fachkräften

Ausländische Fachkräfte in deutschen Unternehmen leisten nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern einen erheblichen Beitrag bei der Entwicklung neuer Produkte.

Nürnberg (dpa) - Ausländische Fachkräfte in deutschen Unternehmen leisten nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern einen erheblichen Beitrag bei der Entwicklung neuer Produkte und tragen damit zur Zukunftsfähigkeit von Firmen bei. Der Grund dafür sei, dass sich das Wissen und die Fähigkeiten von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund in Forschung und Entwicklung ergänzten, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gehörende Institut sieht damit gute Gründe für eine erleichterte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte.

Die von qualifizierten Ausländern ausgehenden positiven Impulse für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen und Regionen wiegen nach IAB-Erkenntnissen selbst Sprachprobleme zwischen Kollegen unterschiedlicher Nationalitäten auf. «Deutschland kann daher wie andere Einwanderungsländer nicht unerheblich von der Zuwanderung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte profitieren», folgerte die Autorin der Studie, Annekatrin Niebuhr. Die Innovations-Impulse kämen aber hauptsächlich von hoch qualifizierten Migranten.

Nach Einschätzung Niebuhrs ist es daher kein Zufall, dass in den Regionen mit der höchsten Zahl von Patentanmeldungen auch die Zahl ausländischer Fachkräfte hoch sei. Der Zusammenhang zwischen einer dynamischen und sich ständig erneuernden Wirtschaft und der großen Zahl ausländischer Fachkräfte werde beispielsweise im Rhein-Main- Gebiet sowie in den Großräumen Stuttgart und München deutlich. Umgekehrt gebe es in Regionen mit geringer Innovationskraft - wie der Region Mecklenburgische Seenplatte - auch nur einen geringen Anteil ausländischer Fachkräfte. In München liege dieser Anteil beispielsweise bei 8 Prozent, in der Region Mecklenburgische Seenplatte nur bei 0,4 Prozent.

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