Suchen nach: IceCube
Summer Blot, Sebastian Böser, Lea Schlickmann, Anna Vocke und Jan Weldert • 7/2026 • Seite 31 • DPG-MitgliederIn eisiger Tiefe
In der Antarktis erhält das IceCube-Experiment nach mehr als fünfzehn Jahren erfolgreicher Messungen mit einem Upgrade neuen Aufschwung.
Als einer der kältesten, trockensten und abgelegensten Orte der Welt ist der geografische Südpol ein Ort der Extreme. Passend dazu hat ein internationales Forschungsteam beschlossen, dort eine extreme Vision zu realisieren: das IceCube-Experiment. Der weltweit größte Neutrinodetektor hat unter anderem die genauesten Messungen der Oszillationen atmosphärischer Neutrinos vorgenommen und strenge Obergrenzen für viele Theorien jenseits des Standardmodells gesetzt. Aufbauend auf diesem Erfolg soll die gerade fertiggestellte Erweiterung „IceCube Upgrade“ die Eigenschaften der Neutrinos noch genauer vermessen.
In natürlichen Prozessen wie dem radioaktiven Betazerfall oder Supernovae entstehen zahlreiche Neutrinos. Sie gehören zu den häufigsten Teilchen im Universum, bleiben aber trotz ihrer Allgegenwärtigkeit die am wenigsten verstandenen Bausteine des Standardmodells. Zu ihren faszinierenden Eigenschaften gehört es, dass sie die einzigen elektrisch neutralen Fermionen sind und nur über die schwache Kraft wechselwirken. Daher interagieren sie fast nicht mit Materie und sind extrem schwer zu detektieren. Neutrinos galten lange Zeit als masselos. Doch mittlerweile wissen wir, dass sie eine − wenn auch verschwindend geringe − Ruhemasse besitzen. Deren Messung ist bis heute eine Herausforderung. Dass sie von Null verschieden sein muss, zeigt das Phänomen der Neutrinooszillationen.
Neutrinos entstehen ausschließlich über Prozesse der schwachen Wechselwirkung und lassen sich auch nur durch diese nachweisen. Findet dabei der Austausch eines Z0-Bosons statt, was einer Streuung gleicht, bleibt das Neutrino unverändert. Wechselwirkt es jedoch mittels eines W±-Bosons, so wandelt es sich in ein geladenes Lepton um. Je nach Flavour dieses Leptons (e, μ, τ) befindet sich das Neutrino bei der Wechselwirkung in dem entsprechenden quantenmechanischen Eigenzustand (νe, νμ, ντ), dem sogenannten Flavourzustand. Bei der Bewegung durch den Raum liegen sie allerdings in Eigenzuständen vor, die den Neutrinomassen zugeordnet und als ν1, ν2 und ν3 bezeichnet werden. In der Quantenmechanik kann ein Teilchen als Überlagerung mehrerer Zustände existieren, sodass im Falle der Neutrinos jeder Flavourzustand aus allen drei Massezuständen besteht und umgekehrt. Wenn ein Neutrino also in einem bestimmten Flavourzustand entsteht, enthält es Anteile aller drei Massenzustände. Bewegt es sich durch Raum und Zeit, ändert sich seine Zusammensetzung in den unterschiedlich schweren Massenzuständen, da diese mit verschiedenen Geschwindigkeiten propagieren. Folglich ergibt sich nach einer gewissen Zeit ein anderer Flavourzustand; diesen Effekt bezeichnet man als Neutrinooszillation. (...)
weiterlesenMaike Pfalz / DESY / FZ Jülich • 5/2026 • Seite 10 • DPG-MitgliederAller guten Dinge sind drei
Der Wissenschaftsrat empfiehlt die ersten drei Projekte der nationalen Shortlist für Forschungsinfrastrukturen zur baldigen Umsetzung.
Henri Wagner • 5/2026 • Seite 11 • DPG-MitgliederAusschließlich unterstützend
Die DFG arbeitet Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei akademischen Gutachten heraus.
Henri Wagner • 4/2026 • Seite 10 • DPG-MitgliederUpdate der Geisterjagd
Das IceCube-Observatorium in der Antarktis misst seit 16 Jahren hochenergetische kosmische Neutrinos. Nun wurde es mit neuen Sensoren aufgerüstet.
Maike Pfalz • 9/2025 • Seite 10 • DPG-MitgliederProjekte mit Priorität
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat die aussichtsreichsten Forschungsinfrastrukturen aus dem nationalen Priorisierungsverfahren bekannt gegeben.
Julia Tjus • 5/2025 • Seite 24 • DPG-MitgliederEin rekordverdächtiges Neutrino
Das Neutrinoobservatorium KM3NeT hat ein Neutrino detektiert, dessen Energie diejenige aller bisher gemessenen astrophysikalischen Neutrinos übertrifft.
Jens Erler • 12/2024 • Seite 22 • DPG-MitgliederVorstoß zu neuen Energien
Der FASER-Kollaboration ist es erstmals gelungen, die Wirkungsquerschnitte von Elektronneutrinos mit Energien von mehreren TeV zu bestimmen.
Matthias Delbrück • 2/2024 • Seite 16 • DPG-Mitglieder
USA: Neues Büro für das DOE / Strategische Teilchenphysik
Joachim Ankerhold, Paolo Muratore-Ginanneschi, Jukka Pekola und Bayan Karimi • 10/2023 • Seite 59 • DPG-MitgliederOpen Quantum Systems and Mesoscopic Physics
WE-Heraeus Physics School
Ulrike Saher und Heiko Pauthner • 10/2023 • Seite 59 • DPG-MitgliederGravitationswellen-Astronomie
DPG-Lehrerfortbildung
Nuha Chreim, Yannick Dengler, Fabian Frech und Timo Eichhorn Frech • 10/2023 • Seite 59 • DPG-MitgliederMethods of Effective Field Theory and Lattice Field Theory
Bad Honnef Physics School
Stefan Söldner-Rembold • 9/2023 • Seite 47 • DPG-MitgliederNeutrinosuche im Untergrund
In South Dakota entsteht derzeit eines der ehrgeizigsten Neutrinoexperimente.
In einem ehemaligen Goldbergwerk in den Black Hills in South Dakota, USA, haben die Arbeiten zum Deep Underground Neutrino Experiment (DUNE) begonnen. Um die Kavernen für die Detektormodule zu schaffen, sind 800 000 Tonnen Gestein zu bewegen – mehr als 70 Prozent davon ist geschafft. DUNE ist das bisher größte internationale Wissenschaftsprojekt auf US-amerikanischem Territorium, mit Partnern aus über 30 Ländern, darunter zahlreiche europäische Länder und das CERN.
Wenn alles nach Plan verläuft, wird das DUNE-Experiment 2030 die ersten Daten liefern – hundert Jahre nachdem Wolfgang Pauli die Existenz von Neutrinos als „verzweifelten Ausweg“ postulierte, um das Problem des kontinuierlichen Energiespektrums im β-Zerfall zu lösen. Es dauerte 26 Jahre, bis Frederick Reines und Clyde L. Cowan der erste experimentelle Nachweis von Neutrinos mithilfe von Reaktoren gelang. Eine neue Generation gigantischer Neutrino-Observatorien soll nun helfen, die rätselhafte Rolle dieser Teilchen im Universum zu verstehen. So könnten Neutrinos den Schlüssel dazu liefern, warum im Universum Materie über Antimaterie dominiert. Neutrinos sind zudem wichtige Boten astrophysikalischer Ereignisse: Eine Supernova emittiert mehr als 99 Prozent ihrer Energie über Neutrinos, und Neutrinoflüsse von 1011 Neutrinos pro Sekunde und Quadratzentimeter erreichen uns von Fusionsreaktionen in der Sonne. (...)
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Anna Nelles • 9/2023 • Seite 26 • DPG-MitgliederSignale aus der Ebene
Mit dem IceCube-Detektor ist es erstmals gelungen, Neutrinos aus der galaktischen Ebene nachzuweisen.
1/2023 • Seite 47 • DPG-MitgliederPhysik-Preise 2023
Laudationes auf die Preisträgerinnen und Preisträger der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Elisa Pueschel und Gernot Maier • 1/2022 • Seite 24 • DPG-MitgliederExtrem beschleunigend
Astrophysikalische Jets gelten als Quellen ultrahochenergetischer Strahlung und hochenergetischer Neutrinos.
Relativistische Plasmaströme oder „Jets“ treten in unterschiedlichsten astrophysikalischen Umgebungen auf und besitzen stellare bis galaktische Dimensionen. Mit modernen Teleskopen lassen sie sich im gesamten elektromagnetischen Wellenlängenbereich bis zu Energien von einigen TeV beobachten. Offen bleiben derzeit Fragen zu den grundlegenden Aspekten der Beschleunigungsmechanismen. Außerdem ist unklar, welche astronomischen Objekte mit Jets effiziente Teilchenbeschleuniger sind.
Astrophysikalische Jets sind kollimierte, bipolare, relativistische Plasmaströme. Als universelles Phänomen der Astrophysik treten sie in Verbindung mit Akkretion von Materie auf kompakte Objekte auf. Damit sind Objekte hoher Dichte gemeint, z. B. Schwarze Löcher, Neutronensterne oder Weiße Zwerge. Physikalische Prozesse in Jets sowie deren Einfluss auf ihre Umgebung spielen in der Astrophysik eine wichtige Rolle, beispielsweise in der Entstehung von Galaxien [1]. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Aspekte der Hochenergiephysik: die Emission hochenergetischer Photonen, Neutrinos und geladener Teilchen sowie den Ursprung hochenergetischer kosmischer Strahlung. Letztere besteht aus einzelnen Atomkernen mit Energien bis zu 1020 eV. Das entspricht der kinetischen Energie eines Tennisballs beim Aufschlag, komprimiert in einem um 40 Größenordnungen kleineren Volumen. Die Vorhersage, dass diese extreme Teilchenbeschleunigung in Jets aktiver galaktischer Kerne (AGN) stattfindet, ist bereits 40 Jahre alt. Heute erlauben es Beobachtungen sowie detaillierte theoretische Modelle, die verschiedenen physikalischen Prozesse in Jets zu verstehen. (...)
weiterlesenDeutsches Museum / Alexander Pawlak • 9/2021 • Seite 8 • DPG-Mitglieder
Neue Physik fürs Museum
DLR / NASA / Alexander Pawlak • 9/2021 • Seite 18 • DPG-Mitglieder
Verkehrsknoten Venus
Maike Pfalz • 9/2021 • Seite 7 • DPG-Mitglieder
Wunschzettel für Infrastrukturen
Jürgen Brunner • 5/2021 • Seite 20 • DPG-MitgliederEin rarer Bote kosmischer Beschleuniger
Der IceCube-Detektor hat erstmals ein Neutrino nachgewiesen, das beim resonanten Glashow-Prozess entstanden sein könnte.
Matthias Neubert und Hartmut Wittig • 4/2021 • Seite 35 • DPG-MitgliederPräziser Blick ins Innere der Materie
Das Mainzer Exzellenzcluster PRISMA+ sucht nach Physik jenseits des Standardmodells.
Mit Präzisionsexperimenten und theoretischen Arbeiten leistet das Exzellenzcluster PRISMA+ in Mainz wichtige Beiträge, um offene Fragen zur Validität des Standardmodells der Teilchenphysik zu beantworten. Zu den Hauptzielen zählen der Bau und Betrieb eines supraleitenden Beschleunigers für niederenergetische Präzisionsexperimente, um damit unter anderem Botenteilchen der Dunklen Materie nachzuweisen.
Das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt die elementaren Bausteine der Materie sowie die Kräfte, die zwischen ihnen wirken. Mit der Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN wurde 2012 das letzte vom Standardmodell postulierte Elementarteilchen experimentell nachgewiesen. Nach Abschluss dieser Ära geht es nun darum, nach einer Erklärung von Phänomenen zu suchen, die sich nicht im Rahmen des Standardmodells beschreiben lassen: Woraus besteht Dunkle Materie? Warum gibt es im Universum mehr Materie als Antimaterie? Wie erklärt sich die Dunkle Energie, die für die beschleunigte Expansion des Kosmos verantwortlich ist?
Die Suche nach „neuer Physik“, die diese und andere Fragen beantworten kann, ist das wesentliche Ziel des Exzellenzclusters PRISMA+ (Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dabei stellt sich mehr und mehr heraus, dass die traditionelle Suche nach direkten Hinweisen auf die Existenz neuer, meist sehr schwerer Elementarteilchen mithilfe großer Teilchenbeschleuniger durch weitere Strategien zu ergänzen ist (Abb. 1). Denn es könnte sein, dass Teilchen, die im Standardmodell nicht vorkommen, deutlich schwächer als erwartet mit der bekannten Materie wechselwirken. Für ihren Nachweis sind Präzisionsexperimente bei höchsten Wechselwirkungsraten erforderlich. Die Physik jenseits des Standardmodells könnte sich zudem in sehr subtilen Effekten verstecken, etwa in Abweichungen zwischen präzise gemessenen Observablen und ihren theoretischen Vorhersagen. In diesem Fall besteht die Herausforderung darin, die nötige Präzision in Experiment und Theorie zu erreichen. Diese Arbeiten sind Aushängeschild und Leitmotiv von PRISMA+ und dem Vorgängercluster PRISMA. (...)
weiterlesen2/2021 • Seite 1Physik in unserer Zeit 2/2021

Titelbild
Editorial
Treffpunkt Forschung
Der Doppler‐Effekt ist ein großer Störfaktor bei der Spektroskopie von Gasen. Bei der Zweiphotonenspektroskopie mit Hilfe eines Frequenzkamms lässt er sich weitgehend vermeiden.
Eine Messung zur Schallausbreitung in einem Fermi‐Gas zeigt „perfekten“ Fluss, dessen Restreibung nur durch die Quantenmechanik begrenzt ist. Die Daten können Aufschluss geben über die Viskosität von Neutronenmaterie, stark wechselwirkenden Elektronen und dem Quark‐Gluon‐Plasma des frühen Universums.
Unserer Forschungsgruppe „Ultrakalte Quantengase“ an der Universität Heidelberg ist es gelungen, die Entstehung kollektiven Verhaltens und Anzeichen eines Phasenüberganges in einem System aus nur sechs Atomen zu beobachten.
Der neue Marsrover sucht nach Biosignaturen in einem ehemaligen See und soll Proben für eine Rückholung vorbereiten.
Die Stabilitätsgrenzen von Atomkernen lassen sich mit neuen Methoden gut berechnen. Für leichtere Atomkerne bis zum Eisen konnten Forschende mögliche gebundene Kernzustände bestimmen.
Reinhard Genzel, Direktor am Max‐Planck‐Institut für extraterrestrische Physik in Garching, erhielt gemeinsam mit Roger Penrose und Andrea Ghez den Nobelpreis für Physik 2020 (Physik in unserer Zeit 2020, 51(6), 272) für seine Forschung zu schwarzen Löchern. Die Redaktion sprach mit dem umtriebigen Forscher über seine Entdeckung, den Weg dorthin und die Zukunftsaussichten.
Artikel
Open Access

Vor zehn Jahren ging in der Antarktis das Neutrinoteleskop IceCube in Betrieb. Bis heute wurden damit über hundert Neutrinos von kosmischen „Beschleunigern” nachgewiesen. In einem Fall ließ sich eine aktive Galaxie als mögliche Quelle identifizieren.
Open Access

Vor 80 Jahren schlugen Carl Friedrich von Weizsäcker und Hans Bethe den sogenannten CNO‐Zyklus als mögliche Energiequelle für die Sterne vor. Bis vor kurzem ließ sich dieser Fusionsmechanismus in der Sonne jedoch experimentell nicht nachweisen. Dies gelang jetzt mit dem Neutrinodetektor Borexino.
Open Access

In Analogie zum Standardmodell der Teilchenphysik kann das supraleitende Cooper‐Paar‐Kondensat als Higgs‐Feld verstanden werden. Higgs‐Bosonen treten dort als kollektive Moden des Ordnungsparameters auf. Im Gegensatz zur Elementarteilchenphysik können diese Moden spektroskopiert werden. Sie liefern Informationen über die Struktur des Kondensats.
Open Access

Die möglichst genaue Erfassung von Niederschlag stellt die Forschung durch seine raumzeitliche Variabilität vor Herausforderungen. Seit Kurzem können Daten des Mobilfunknetzes zur deutschlandweiten opportunistischen Erfassung des Niederschlags genutzt werden.

In einer Sauna herrschen ungewöhnliche thermische Bedingungen. Ein Saunagang lässt sich daher leicht zu einer Experimentalsituation umfunktionieren. Thermometer, Sanduhr, Hygrometer und oft auch eine Waage stehen standardmäßig zur Verfügung. Gegenstand der Experimente ist vor allem der eigene Körper.
Magazin
Historisches Rätsel
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Malte Göttsche, Matthias Englert, Madalina Wittel und Simon Hebel • 7/2020 • Seite 28 • DPG-MitgliederSicherheit durch Verifikation
Wie ließe sich nukleare Abrüstung in Nordkorea überprüfen?
Trotz jahrzehntelanger Bemühungen gibt es bis heute nur bedingt Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung, welche derzeit in akuter Gefahr sind. Dennoch verzichten alle Staaten auf Kernwaffentests – bis auf Nordkorea, wo bis 2017 Tests stattfanden. Während bedeutende Abrüstungsmaßnahmen auf nordkoreanischer Seite ohne belastbare Sicherheitsgarantien für das Regime unwahrscheinlich sind, beharren die USA und weitere Länder auf überprüfbaren Fortschritten in der Denuklearisierung. Das Dilemma besteht im Misstrauen beider Staaten zueinander. Naturwissenschaftlich-technische Verifikationsverfahren können Vertrauen schaffen und müssen bereitstehen, falls zukünftig eine Abrüstungsinitiative möglich erscheint.
Es ist 100 Sekunden vor Zwölf! Die im Jahr 1947 eingeführte „Doomsday Clock“ des amerikanischen Magazins „Bulletin of the Atomic Scientists“ steht seit Januar näher vor Mitternacht als je zuvor – unter anderem aufgrund des nuklearen Programms Nordkoreas. Nachdem dieses Land 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag (Infokasten) ausgestiegen ist, hat es zügig Atomwaffen entwickelt und mehrfach unterirdisch getestet.
Bis heute scheiterten alle internationalen Initiativen, Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bringen. In den letzten Jahren unternahm die US-Administration unter Präsident Trump einen neuen Anlauf. Doch den Gipfeltreffen 2018 und 2019 folgten keine konkreten Schritte. Nordkorea fordert zunächst Sicherheitsgarantien, etwa in Form eines bilateralen Friedensvertrags, der formal den Koreakrieg (1950 bis 1953) beendet. Die USA beharren auf überprüfbaren Fortschritten in der Denuklearisierung. Das gegenseitige Misstrauen ist tief verwurzelt.
Ein Ausweg aus der Sackgasse, der auch im Kalten Krieg in der Rüstungskontrolle zwischen den USA und der Sowjetunion erfolgreich war, könnten verifizierbare technische Schritte sein, welche die Abrüstung überprüfen und gleichzeitig Vertrauen schaffen können. (...)
weiterlesenKerstin Sonnabend • 5/2020 • Seite 9
Vom Stillstand bis zum Normalbetrieb
Pia Friend • 5/2020 • Seite 28Leben in nächster Nachbarschaft?
Unter der Eiskruste des Saturnmondes Enceladus könnten einfache Lebensformen existieren.
Flüssiges Wasser, Energie und Bausteine organischer Chemie gelten als Voraussetzung für die Entwicklung des Lebens auf der Erde. Eine Mission zum Saturnmond Enceladus könnte klären, ob dort ebenfalls Leben möglich ist.
Ob die Erde der einzige Ort im Universum ist, an dem es Leben gibt, beschäftigt die Menschheit bis heute so sehr, dass der jüngste Physik-Nobelpreis die Entdeckung eines Exoplaneten um einen sonnenähnlichen Stern auszeichnete. Bei der Suche nach extraterrestrischen Lebensformen geht es zunächst meist darum, flüssiges Wasser zu finden. Daher ist die „habitable Zone“ definiert als der Abstandsbereich, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form als Voraussetzung für erdähnliches Leben auf der Oberfläche vorliegen kann.
Wasser allein reicht jedoch nicht aus, um Organismen hervorzubringen. Astrobiologen zählen außerdem eine konstante Energiequelle und „biogene“ Elemente, darunter Kohlenstoff, Wasserstoff, Schwefel oder Phosphor, als Grundvoraussetzungen auf. Entsprechend beschreiben auch Evolutionsbiologen das Milieu um die sogenannten Schwarzen und Weißen Raucher am Boden der Tiefsee als das optimale Szenario, in dem wahrscheinlich vor mehr als 3,8 Milliarden Jahren aus leblosen Kohlenstoffverbindungen die ersten, wenngleich noch primitiven Lebensformen des Planeten Erde entstanden.
Bei diesen Rauchern handelt es sich um hydrothermale Quellen, angetrieben durch geologische Aktivität: Heißes, mit alkalinen Elementen und Sulfiden angereichertes Wasser dringt aus der Erdkruste durch das Gestein. Beim Kontakt mit dem kalten, pH-sauren Ozeanwasser fallen die mitgeführten Stoffe aus und bilden die Schornsteine der Raucher. Außerdem entstehen kleine Partikel die – je nach Zusammensetzung – als schwarze oder weiße Wolken aus den Schornsteinen quellen. Solche Umgebungen, in denen Wasser, Energie und Bausteine organischer Chemie vorliegen, gelten als Voraussetzung, um extraterrestrisches Leben zu ermöglichen. Diese Bedingungen könnten auf Exoplaneten vorliegen. Allem Anschein nach finden sie sich aber auch weit außerhalb der habitablen Zone unseres Sonnensystems, beispielsweise auf dem Saturnmond Enceladus. (...)
weiterlesen3/2020 • Seite 54
Personalien
Christopher van Eldik • 11/2019 • Seite 48Der Nachweis der Vernichtung
Dunkle Materie lässt sich indirekt mittels Gammastrahlung, Neutrinos und kosmischer Strahlung suchen.
Anhäufungen Dunkler Materie inner- und außerhalb der Milchstraße lassen sich auch indirekt suchen. Die zugrundeliegenden Verfahren beruhen darauf, Reaktionsprodukte aus der gegenseitigen Vernichtung oder aus dem Zerfall „dunkler“ Teilchen nachzuweisen. Astrophysikalische Quellen und Modellunsicherheiten erschweren die Suche, die bislang trotz zunehmend empfindlicher Instrumente nicht von Erfolg gekrönt war. Für viele wichtige Annihilationskanäle und über einen großen Bereich von Massen ließen sich in den letzten Jahren aber teilchenphysikalische Eigenschaften der Dunklen Materie einschränken.
Ein möglicher Kandidat für Dunkle Materie sind WIMPs (vgl. den Artikel von M. Lindner et al.). Sie lassen sich indirekt nachweisen, indem man nach den Produkten aus einem möglichen Zerfall oder aus der Annihilation zweier WIMPs sucht. Wenn im Universum zwei WIMPs kollidieren und sich gegenseitig vernichten, können sich Teilchen des Standardmodells bilden wie Quark-Antiquark-Paare, Lepton-Antilepton-Paare oder Eichboson- bzw. Higgs-Paare (W+W–, Z0Z0, hh). Bei ihrem Zerfall entstehen stabile geladene und ungeladene Teilchen (Elektronen und Positronen, Protonen und Antiprotonen, Photonen sowie Neutrinos), die zur Erde gelangen und sich dort detektieren lassen. Der Nachweis der WIMPs erfolgt also indirekt über ihre stabilen Zerfallsprodukte. Die physikalisch wichtigsten Parameter, die es zu bestimmen gilt, sind die Masse der WIMPs und der über die Relativgeschwindigkeit v der WIMPs gemittelte Annihilationswirkungsquerschnitt 〈σv〉. Besonders in Kombination mit Ergebnissen aus direkten WIMP-Suchen ist es damit möglich, die teilchenphysikalischen Eigenschaften der Dunklen Materie einzugrenzen und − bei erfolgreichem Nachweis − ein Fenster zur Physik jenseits des Standardmodells zu öffnen. (...)
weiterlesenDESY / Anja Hauck • 9/2019 • Seite 11
Upgrade im Eis
Kerstin Sonnabend • 9/2019 • Seite 10
Fokus auf Fertigung
Olga Smirnova • 2/2019 • Seite 20Vom Regenschirm zum chiralen Superrotor
Kürzlich gelang es einer Gruppe von Physikern, ein symmetrisches Molekül mit Licht in einen chiralen Superrotor zu verwandeln.
Maike Pfalz • 1/2019 • Seite 6Ein Leuchtturm der Astroteilchenphysik
Seit dem 1. Januar 2019 gibt es bei DESY einen eigenen Bereich Astroteilchenphysik.
Matthias Bartelmann • 9/2018 • Seite 24Ein aufregendes Neutrino?
Der IceCube-Detektor hat ein kosmisches Neutrino registriert. Aus der gleichen Richtung wurde auch Gammastrahlung detektiert. Stammen beide aus der gleichen Quelle?
Marie Teich • 5/2018 • Seite 7
Der Campus als Energielabor
Kerstin Sonnabend • 5/2018 • Seite 6
Die Grenze des Machbaren im Visier
Hans-Thomas Janka • 3/2018 • Seite 47Zündende Neutrinos
Dreidimensionale Simulationen zeigen die zentrale Bedeutung der Neutrinos für Supernovae.
So genannte Kernkollaps-Supernovae sind die gigantischen Explosionen, mit denen massereiche Sterne ihre Entwicklung beenden. Neutrinos spielen dabei eine zentrale Rolle. Erstmals ließ sich mit aufwändigen Computersimulationen in allen drei Raumdimensionen erfolgreich nachvollziehen, wie Neutrinos im engen Zusammenspiel mit hydrodynamischen Instabilitäten die Sternexplosion auslösen.
upernovae gehören zu den spektakulärsten Phänomenen im Universum. Binnen weniger Tage können sie so viel Energie freisetzen wie die Sonne in zehn Milliarden Jahren. Sie strahlen dabei heller als sämtliche Sterne einer Galaxie zusammen. Supernovae sind zudem kosmische „Elementschleudern“. Sie verteilen die schweren chemischen Elemente, welche die Vorläufersterne erbrüten, im zirkumstellaren Raum und produzieren gleichzeitig bei der Explosion große Mengen Eisengruppenelemente, radioaktive Isotope wie 44Ti, 60Fe, 56, 57Ni und neutronen- und protonenreiche Nuklide jenseits von Eisen. Durch ihre Beiträge zur Nukleosynthese und ihre gewaltige Energiefreisetzung spielen Supernovae eine zentrale Rolle im kosmischen Materiekreislauf und beeinflussen die dynamische und chemische Entwicklung von Galaxien [1].
Neben thermonuklear explodierenden Weißen Zwergen, den Typ-Ia-Supernovae, gehören die Kernkollaps-Supernovae zu den häufigsten Sternexplosionen und sind alleiniger Gegenstand dieses Artikels. Der Name rührt daher, dass diese Supernovae ihre Energie aus dem gravitativen Kollaps des entarteten stellaren Kerns zu einem Neutronenstern beziehen [2], bisweilen auch zu einem Schwarzen Loch.
Das einzige Mittel, direkte Informationen über die Vorgänge im Zentrum einer Supernova zu erhalten, welche die Explosion antreiben, ist die Beobachtung von Neutrinos, die der sich bildende Neutronenstern in großer Zahl abstrahlt. Die Messung von Neutrinos aus der berühmten Supernova 1987A markiert die Geburtsstunde der extragalaktischen Neutrinoastronomie. Auch Gravitationswellen, die das Herz der Explosion unmittelbar verlassen können, eignen sich als Informationsträger. Sie werden beispielsweise ausgesendet, wenn der Kollaps nicht perfekt symmetrisch verläuft. (...)
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Martin Pohl • 1/2018 • Seite 18Auf die Quellen kommt es an
Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Ursprung kosmischer Strahlung bei höchsten Energien außerhalb unserer Galaxis liegt.
Hans-Jürgen Stöckmann • 6/2016 • Seite 20Tsunami-Monsterwellen fast aus dem Nichts
Kleinste Unebenheiten des Ozeanbodens beeinflussen Ort und Amplitude extremer Wellen.
Roland Diehl • 6/2016 • Seite 18Radioaktiver Fingerabdruck
Supernova-Explosionen verraten sich durch instabile Eisenisotope in der Tiefsee und auf dem Mond.
Maike Pfalz • 12/2015 • Seite 6
XENON1T: Einweihung unter Tage
Susanne Koch • 12/2015 • Seite 7
Kosmische Teilchen im Klassenzimmer
9/2015 • Seite 81
Personalien
Wolfgang Häusler und Reinhold Egger • 6/2015 • Seite 18Kontrollierte Schlangenlinien
In Graphen gelang erstmals der direkte Nachweis von schlangenförmigen Elektronenbahnen.
12/2014 • Seite 1Dezember
Der diesjährige Physik-Nobelpreis würdigt die Arbeiten zur Entwicklung der blauen LEDs. Erst damit ist auch weißes LED-Licht möglich (vgl. S. 28, Bild: Wikipedia, CC BY-SA 2.5).
11/2014 • Seite 66
Tagungskalender
Rafael Lang • 11/2014 • Seite 35Das Geheimnis der Dunklen Materie
Die Jagd nach Teilchen der Dunklen Materie kommt in ihre bisher spannendste Phase.
Zahlreiche kosmologische und astrophysikalische Beobachtungen legen die Existenz großer Mengen an Dunkler Materie nahe. Allerdings ist deren Natur noch gänzlich unbekannt. Völlig unterschiedliche Experimente versuchen, den Teilchen der Dunklen Materie auf die Schliche zu kommen. Einige von ihnen werden in den kommenden Monaten oder Jahren die vielversprechendsten Teilchenmodelle überprüfen.
Zahlreiche kosmologische und astrophysikalische Beobachtungen legen die Existenz großer Mengen an Dunkler Materie nahe. Allerdings ist deren Natur noch gänzlich unbekannt. Völlig unterschiedliche Experimente versuchen, den Teilchen der Dunklen Materie auf die Schliche zu kommen. Einige von ihnen werden in den kommenden Monaten oder Jahren die vielversprechendsten Teilchenmodelle überprüfen. Beim Blick an das nächtliche Firmament drängt sich die Frage auf: Welche Geheimnisse birgt das Universum? Dass es nicht nur leuchtende, sondern auch dunkle Materie beinhaltet, ist in der Astronomie schon lange klar. Jacobus Kapteyn verwendete bereits 1922 den Begriff der Dunklen Materie und bezeichnete damit Masse, deren Existenz lediglich aus Beobachtungen der Kinematik von Himmelskörpern abgeleitet wird. Heute bezeichnet der Begriff im engeren Sinne nichtbaryonische Materie, also solche, die nicht aus Quarks aufgebaut ist. Da sie nicht an der elektromagnetischen Wechselwirkung teilnimmt, sollte sie besser transparente Materie heißen, aber der eingebürgerte Name ist für diese Spitzfindigkeit wohl zu populär.
Verschiedene kosmologische Beobachtungen deuten auf Unmengen Dunkler Materie hin. In der primordialen Nukleosynthese – zwischen 3 und 15 Minuten nach dem Urknall – fanden sich in guter Näherung alle Neutronen mit Protonen zu stabilen 4He-Kernen zusammen. Die restlichen Protonen bildeten den Wasserstoff, der das sichtbare Universum beherrscht. Andere Elemente waren stark unterdrückt, bieten aber eine empfindliche Methode, um die baryonische Dichte des Universums Ωb zum Zeitpunkt der Nukleosynthese zu bestimmen. War zum Beispiel die Dichte des Universums niedriger, so verpassten mehr vereinzelte Deuterium-Kerne die Fusion zum stabilen 4He und blieben übrig. Aus Messungen dieses primordialen Deuteriums lässt sich daher berechnen, dass die Baryonen zur durchschnittlichen Gesamtdichte unseres Universums von 8 × 10–27 kg/m3 (das entspricht etwa fünf Wasserstoff-Atomen pro Kubikmeter) nur Ωb=(5,0 ± 0,4)% beitragen. Schon wenige Minuten nach dem Urknall zeigt sich demnach, dass nur wenige Prozent des Universums aus bekannter Materie bestehen.
380 000 Jahre später hatte sich das Universum so weit abgekühlt, dass sich Elektronen und Kerne zu neutralen Atomen verbinden konnten, ohne gleich wieder ionisiert zu werden. Damit wurde das Universum für Photonen transparent. Die zu diesem Zeitpunkt ausgesandten Photonen sehen wir heute, stark gekühlt in den Mikrowellenbereich verschoben, als kosmische Hintergrundstrahlung. Sie ist in exzellenter Näherung isotrop und homogen, aber Präzisionsbeobachtungen machen winzige Temperaturschwankungen in der Größenordnung von nur 10–5 sichtbar. Diese haben ihren Ursprung in Dichteschwankungen im frühen Universum: Je nach Stärke des Gravitationspotentials haben die Photonen der Hintergrundstrahlung etwas mehr oder weniger Energie, also eine etwas höhere oder niedrigere Temperatur (Sachs-Wolfe-Effekt). Um diese Dichteschwankungen quantitativ zu analysieren, wird aus der Himmelskarte ein Leistungsspektrum berechnet. Hierzu wird die Karte in eine Reihe aus Kugelflächenfunktionen entwickelt, aus deren Koeffizienten sich das Leistungsspektrum ableitet. Die dort gezeigten Schwankungen entsprechen den akustischen Schwingungen: Während die Schwerkraft Materie jeder Art zusammenklumpt, erfährt baryonische Materie eine entgegengesetzte Kraft aus dem Strahlungsdruck der Photonen. Wie immer, wenn sich zwei Kräfte gegenüberstehen, resultiert eine Schwingung mit einer charakteristischen Frequenz. Insbesondere aus der unterschiedlichen Höhe des ersten und dritten Peaks im Leistungsspektrum lässt sich die baryonische Dichte des Universums zu Ωb = (4,9 ± 0,1)% berechnen. Um jedoch die Stärke der Peaks zu erklären, benötigt dieser Datensatz zusätzliche Materie, die zwar gravitativ klumpt, aber nicht mit dem Photonenbad wechselwirkt. Die Dichte dieser Dunklen Materie beträgt ΩDM= (26,6 ± 0,7)% – rund fünfmal mehr als die bekannte baryonische Materie. Die restlichen ΩΛ=(68,6 ± 2,0)% werden der Dunklen Energie zugeschrieben. ...
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9/2014 • Seite 77DPG-Jahresbericht 2013
Jahresbericht des Vorstands und der Geschäftsführung zu Aufgaben und Aktivitäten der DPG,
aus dem Physikzentrum Bad Honnef und dem Magnus-Haus Berlin
9/2014 • Seite 1August/September
Der IceCube-Detektor am Südpol hat erstmals hochenergetische extraterrestrische Neutrinos nachgewiesen (vgl. S. 41, Bild: IceCube/NSF).
Michael Kobel • 9/2014 • Seite 59Erkenntnisse aus erster Hand
Masterclasses ermöglichen Schülerinnen und Schülern authentische Erfahrungen in Astroteilchen- und Teilchenphysik.
Seit dem Jahr 2005 werden Schülerinnen und Schüler bei den International Masterclasses Forscher für einen Tag. Einführungsvorträge bereiten sie auf die Datenanalyse vor und vermitteln das notwendige Hintergrundwissen. Als krönenden Abschluss nehmen die Jugendlichen an einer Videokonferenz mit Forschern vom CERN teil, um mit ihnen über ihre Ergebnisse zu diskutieren. Dieser Blick in den Forscheralltag soll bei den Schülerinnen und Schülern Begeisterung für die moderne Physik wecken.
Niemals zuvor bekam aktuelle Forschung in den Medien so schnelle und so breite Aufmerksamkeit wie in den letzten Jahren. Besonders zu faszinieren scheinen dabei die großen Fragen nach dem Wie, Woher und Wohin des Universums – Fragen, die sich die Menschheit wohl seit Jahrtausenden immer wieder stellt und gestellt hat und deren Beantwortung sich besonders die Physik auf die Fahnen geschrieben hat. Bei all der wiederholten Anerkennung dieser Forschung durch Nobelpreise in den letzten 15 Jahren und dem Medienecho der Entdeckung eines Higgs-Teilchens am CERN bzw. des möglichen Nachweises von Quantenfluktuationen der Gravitation durch BICEP2 sollte man meinen, sich keine Sorgen um die Anerkennung und öffentliche Akzeptanz dieser Wissenschaft machen zu müssen. Auf der anderen Seite behauptete Harald Lesch unmittelbar nach der Bekanntgabe der Entdeckung von Kandidaten für das Higgs-Teilchen am CERN im Juli 2012 in einem Interview der Süddeutschen Zeitung: „Diese Sache ist für 99,9 Prozent aller Menschen nicht mehr nachvollziehbar.“ Ist die öffentliche Begeisterung vielleicht nur eine mediengemachte Blase ohne echtes Interesse an den Resultaten, da diese sowieso nicht zu verstehen sind? Was kann oder sollte die Wissenschaft in ihrem Dialog mit der Öffentlichkeit erreichen? Der Soziologe Peter Weingart schreibt dazu, dass sich die Wissenschaft über die Schaffung von Transparenz und Vertrauen legitimieren müsse, und betont zudem, dass über einen „wirklichen Dialog“ zwischen Wissenschaft und Schülerinnen und Schülern „Neugier in Begeisterung für die Wissenschaft umgewandelt werden muss“ [1]. (...)
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Anne Schukraft • 9/2014 • Seite 41Neutrinosuche am Ende der Welt
Die genaue Analyse der Teilchenspuren im IceCube-Detektor erlaubt es, zwischen dem Signal
atmosphärischer Neutrinos und dem extraterrestrischer Neutrinos zu unterscheiden.
Mit dem IceCube-Experiment am Südpol gelang es erstmals, extraterrestrische Neutrinos zu beobachten. Nach vielen spannenden Erkenntnissen, welche die Astronomie in immer neuen Beobachtungsfenstern vom Mikrowellenhintergrund bis zur Gammastrahlung geliefert hat, könnte dies der Beginn der Neutrinoastronomie sein. Diese wird möglicherweise ein neues Bild des hochenergetischen Universums zeichnen.
Im Jahr 1912 entdeckte der Physiker Victor Hess eine ionisierende Strahlung, die er damals Höhenstrahlung nannte. Die Beobachtung, dass die Intensität der Strahlung mit der Höhe zunahm, ließ die Schlussfolgerung zu, dass diese kosmischen Ursprungs ist. Heute ist bekannt, dass die Strahlung überwiegend aus Protonen besteht, gemischt mit Atomkernen. Ihr Energiespektrum wurde über viele Größenordnungen gemessen. Der Fluss der kosmischen Strahlung, also die Zahl der Teilchen pro Zeit, Fläche und Raumwinkel, nimmt mit der Energie nach einem Potenzgesetz ab. Im Bereich bis zu TeV-Energien sind die Flüsse vergleichsweise groß (wenige Teilchen pro Tag und Quadratmeter), und die kosmische Strahlung lässt sich mit Ballon- und Satellitenexperimenten nachweisen, wie z. B. dem AMS-Experiment auf der Internationalen Raumstation. Bei höheren Energien beträgt der Fluss nur wenige Teilchen pro Quadratkilometer und Jahrhundert, sodass großflächige, erdgebundene Detektoren nötig sind, um mit akzeptabler Wartezeit Daten zu sammeln. Ein Beispiel dafür ist das Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien, dessen Instrumente sich über eine Fläche von etwa 3000 km2 verteilen.
Unbekannt ist bis heute, wie es möglich ist, diese Teilchen auf solch hohe Energien zu beschleunigen, und welche astrophysikalischen Objekte die Quellen der Strahlung sind. Vermutlich ist der ultrahochenergetische Teil extragalaktischen Ursprungs und wird von Aktiven Galaktischen Kernen, den energiereichsten Objekten im Universum, erzeugt [1]. Sie bestehen aus supermassiven Schwarzen Löchern, die stellare Materie mit hoher Rate aufsaugen und hochenergetische Strahlung, u. a. in hochrelativistischen Plasmajets, emittieren. Im Modell der hadronischen Beschleunigung diffundieren geladene Hadronenkerne durch turbulente Magnetfelder und werden durch den wiederholten Übergang zwischen Medien unterschiedlicher Ausbreitungsgeschwindigkeiten beschleunigt. Wechselwirken diese Hadronenkerne mit Materie oder Strahlung in der Umgebung der Quelle, sollten hochenergetische Neutrinos und Gammastrahlung entstehen. Dieses Modell der Beschreibung ist die Grundlage der „Multi-Messenger“-Astroteilchenphysik, die das Ziel hat, gleichzeitig derartige Quellen mit allen Botenteilchen – Hadronen, Photonen, Neutrinos und auch Gravitationswellen – zu untersuchen. (...)
weiterlesen1/2014 • Seite 46Physik-Preise 2014
Laudationes auf die Preisträgerinnen und Preisträger der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Vakuum-Gesellschaft
Uli Katz • 1/2014 • Seite 16Durchbruch im Eis
Der Detektor IceCube weist kosmische Neutrinos nach und stößt die Tür zur Neutrinoastronomie auf.
Alexander Pawlak • 10/2013 • Seite 47„Ohne Pontecorvo ist unser Gebiet nicht vorstellbar“
Interview mit Christian Spiering
Ahmed Ali, Christian Hambrock und Wei Wang • 9/2013 • Seite 20Quarks im Viererpack
Neue Beobachtungen deuten auf die Existenz exotischer Bausteine der hadronischen Materie.
Stefan Jorda • 6/2013 • Seite 24Die großen Fragen im Fokus
Ziele und Aktivitäten des Exzellenzclusters „Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter“ in Mainz
Allen Anlass zur Freude hatten die Physikerinnen und Physiker der Universität Mainz im Juni 2012: In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative hatten sie sich mit ihrem Antrag für den Exzellenzcluster „Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter“ (PRISMA) durchgesetzt. Im Grunde geht es dabei um die ganz großen Fragen nach der Natur der Dunklen Materie oder der Physik jenseits des Standardmodells, die Heerscharen von Physikern weltweit mit dem Large Hadron Collider oder anderen Großexperimenten beantworten möchten. Welche Beiträge können dazu 250 Wissenschaftler im Rahmen eines auf fünf Jahren genehmigten und mit 30 Millionen Euro finanzierten Exzellenzclusters leisten? „Wir fokussieren uns auf einige wenige Fragen, die wir mit sehr komplementären Methoden beantworten möchten“, erläutert Hartmut Wittig, Professor für theoretische Physik und einer der beiden Cluster-Koordinatoren.
vier Strukturmaßnahmen. Eine davon, ein neuer Beschleuniger, wird mit 10 Millionen Euro allein ein Drittel der gesamten Mittel kosten. Der „Mainz Energy-Recovering Superconducting Accelerator“ MESA soll am Institut für Kernphysik entstehen, das bereits seit vielen Jahren Beschleuniger betreibt. Beim Bau der supraleitenden Beschleunigerkavitäten profitiert das Institut von der aufwändigen Fertigungsinfrastruktur, die am Helmholtz-Institut Mainz, dem wichtigsten außeruniversitären Partner von PRISMA, zur Verfügung stehen wird. MESA ist ein Elektronenbeschleuniger mit einer Schwerpunktsenergie zwischen 150 und 200 MeV. „Das liegt Größenordnungen unterhalb der Energie des LHC“, sagt Wittig, „aber seine extrem hohe Strahlintensität wird zwei neue Schlüsselexperimente ermöglichen“. Diese sind die Suche nach „dunklen Photonen“ sowie die hochpräzise Messung des „elektroschwachen Mischungswinkels“ bei niedrigen Energien.
Dunkle Photonen sind hypothetische schwere Verwandte der „normalen“ Photonen, denen sie in vielen Eigenschaften ähneln und mit denen sie mischen. Sie tauchen in den verschiedensten Erweiterungen des Standardmodells als Vermittler einer neuen fundamentalen Kraft auf und koppeln an Dunkle Materie. Theoretiker haben in den vergangenen Jahren ein ganzes Spektrum von Modellen entworfen, die mithilfe dieser neuen Teilchen sowohl einige Anomalien in der Astrophysik als auch das unverstandene magnetische Moment des Myons erklären können. Dunkle Photonen könnten entstehen, wenn der intensive Elektronenstrahl von MESA auf ein Target prallt; zerfallen würden sie in ein Paar aus Elektron und Positron, das aus einem riesigen Hintergrundsignal heraus zu filtern ist. „Die Existenz eines dunklen Photons ist zugegebenermassen spekulativ, seine Entdeckung wäre jedoch eine wissenschaftliche Sensation“, meint Matthias Neubert, ebenfalls theoretischer Physiker und PRISMA-Koordinator. ...
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Karl Mannheim • 4/2013 • Seite 18An der Quelle der kosmischen Strahlung
Beobachtungen entlarven Stoßwellen von Supernova-Überresten als effiziente Teilchenbeschleuniger.
Matthias Vojta • 4/2013 • Seite 19Verborgene Ordnung
Löst eine neue Theorie das jahrzehntealte Rätsel um den Phasenübergang im Material URu2Si2 ?
Marianne Göger-Neff, Lothar Oberauer und Stefan Schönert • 7/2012 • Seite 18Auf die Mischung kommt's an
Reaktorexperimente messen den dritten Mischungswinkel für Neutrinos und eröffnen so einen Weg, um die Massenhierarchie zu bestimmen und nach CP-Verletzung zu suchen.
Michael Walter • 6/2012 • Seite 53Ein Höhenflug der Physik.
Vor hundert Jahren entdeckte Victor Hess die kosmische Strahlung
Im Jahr 1912 stieg der österreichische Physiker Victor Franz Hess siebenmal mit einem Ballon auf, um die Ionisierung der Atmosphäre zu messen. Bei der letzten Fahrt erreichte er eine Höhe von über fünf Kilometern. Das Elektrometer an Bord zeigte in dieser Höhe einen unerwartet starken Anstieg der Ionisation. Dies, so war sich Hess sicher, konnte nur durch eine extraterrestrische Strahlung hervorgerufen worden sein.
Elektrizität und neuartige Strahlenarten waren entscheidende Faktoren des Fortschritts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die von Heinrich Geißler 1857 in Thüringen entwickelte Gasentladungsröhre galt zwar zunächst als Spielerei. Doch als William Crookes in England damit zwölf Jahre später die Kathodenstrahlung nachwies, begann eine wissenschaftliche und technische Erfolgsgeschichte. So entdeckte Conrad Röntgen mit einer Kathodenstrahlröhre 1895 zufällig die nach ihm benannte Strahlung. Nur wenige Monate später beobachtete Henri Becquerel ebenfalls zufällig eine unbekannte Strahlung, und damit die Radioaktivität. Und 1897 konnte Joseph John Thomson nachweisen, dass Kathodenstrahlen aus Elektronen bestehen.
In Paris begann Marie Curie Ende 1897, die „Becquerel-Strahlung“ mit einem von ihrem Mann Pierre entwickelten Elektrometer zu untersuchen. Elektrometer waren zu dieser Zeit schon seit mehr als hundert Jahren für die Messung elektrischer Ladungen im Einsatz. Marie Curie konnte damit die Intensität der ionisierenden Strahlung von Uran und den von ihrem Mann neu entdeckten radioaktiven Elementen Thorium, Radium und Polonium messen. Weitere Untersuchungen von Ernest Rutherford und anderen führten zu der Erkenntnis, dass sich die ionisierende Strahlung aus drei Arten zusammensetzt, den α-, β- und γ-Strahlen.
Die ionisierende Strahlung lieferte auch eine Erklärung für ein Phänomen, das schon Charles Coulomb um 1785 beschäftigt hatte. Luft wurde allgemein als guter Isolator betrachtet. Allerdings zeigte sich, dass ein elektrisch geladener metallischer Leiter mit der Zeit die Ladung verlor, auch wenn er nur von Luft umgeben war und gut isoliert in einem geschlossenen Gefäß lagerte. Die Erklärung lieferten um 1900 Julius Elster und Hans Geitel und unabhängig von ihnen der Schotte Charles Wilson. Die Leitfähigkeit der Luft wird durch die ionisierende Strahlung hervorgerufen, die von radioaktiven Substanzen aus der Umgebung stammen. Die drei waren vermutlich die ersten, die Messungen der im Erdboden und in der umgebenden Luft vorkommenden ionisierenden Strahlung in der Natur durchführten. Während Wilson später für die Entwicklung der Nebelkammer den Nobelpreis erhielt, sind die beiden Physiklehrer und Hobbyforscher aus Wolfenbüttel heute den meisten wahrscheinlich völlig unbekannt. Dabei waren sie damals mit der Entwicklung der Photozelle, ihren Untersuchungen zur Elektrizität der Atmosphäre und zur ionisierenden Strahlung anerkannte Kapazitäten. Zwischen 1904 und 1911 wurden sie sieben Mal für den Nobelpreis nominiert. Den Ruf an eine Universität haben sie abgelehnt, um als Gymnasiallehrer mit Privatlabor unabhängig zu bleiben. ...
weiterlesenStefan Jorda • 3/2012 • Seite 11
Der Schwarm ist startklar
DESY / Alexander Pawlak • 3/2012 • Seite 11
Wiedervereinigung mit Hochenergie
Maike Pfalz • 2/2012 • Seite 22„Mir war meist viel zu warm“
Interview mit Jens Dreyer, der 13 Monate lang in der Antarktis den Neutrinodetektor IceCube betreut hat.
Im antarktischen Eis befindet sich das weltgrößte Neutrino-Experiment. Über 5000 Detektoren wurden in bis zu 2450 m Tiefe versenkt, wo sie nach Spuren von Neutrinos suchen. Wenn hochenergetische Neutrinos auf einen Atomkern im Eis treffen, kann ein überlichtschnelles Myon entstehen, das Tscherenkow-Licht erzeugt. Dieses sollen die Detektoren von IceCube registrieren. Der Physiker Jens Dreyer (35) war von November 2010 bis November 2011 am Südpol, um als einer von zwei „Winterovers“ den Detektor zu betreuen.
Was hat Sie am Südpol gereizt?
Ich habe mich schon während der Diplom- und Doktorarbeit mit den IceCube-Daten beschäftigt und wollte wissen, wie der Detektor vor Ort arbeitet. Aber ohne besonderen Grund kommt man nicht an den Pol. Daher habe ich mich als Winterover beworben. Außerdem wollte ich wissen, wie es ist, den ganzen Tag isoliert und in Dunkelheit zu leben.
Wie wurden Sie auf die Arbeit als Winterover vorbereitet?
Dazu waren meine Kollegin und ich zwei Monate in den USA. Zunächst übten wir an einer Kopie des Datennahmesystems von IceCube, den Detektor zu bedienen. Anschließend haben wir uns mit IceTop vertraut gemacht – dem Teil des Detektors, der an der Oberfläche steht. Außerdem fand ein zweiwöchiges Training für Erste Hilfe und Brandbekämpfung statt. Am Ende fühlten wir uns gut darauf vorbereitet, den Detektor über den Winter zu zweit zu betreuen.
Was waren Ihre Aufgaben am Pol?
Im Wesentlichen die Administration der Datennahmesysteme. Dazu gehörte es, das System zu überwachen, neu zu kalibrieren oder Datenbänder und Netzteile auszutauschen. Im Prinzip waren wir dazu da, alles wieder ins Laufen zu bringen, wenn Probleme aufgetaucht sind.
Ist so etwas passiert?
Die neuen Server liefen sehr stabil. Im ganzen Winter haben wir drei, vier Festplatten getauscht und zwei, drei Netzteile. ...
weiterlesen9/2011 • Seite 84
Tagungsnachlese Karlsruhe
Manfred Lindner und Christian Weinheimer • 7/2011 • Seite 31Den Geisterteilchen auf der Spur
Eine neue Generation von Experimenten steht in den Startlöchern, um die zur Beschreibung
von Neutrinos notwendigen Parameter genauer zu messen.
Eine Vielzahl von Experimenten mit Neutrinos aus der Sonne, der Atmosphäre, Reaktoren und Beschleunigern hat gezeigt, dass Neutrinos im Flug ihre „Familienzugehörigkeit“ wechseln. Diese Neutrinooszillationen sind ein Beleg dafür, dass Neutrinos ähnlich wie Quarks miteinander mischen und eine endliche Masse besitzen müssen, und der erste harte Beweis für Physik jenseits des Standardmodells.
Neutrinos waren von Anfang an für Überraschungen gut. Wolfgang Pauli führte sie 1930 als hypothetische Teilchen ein, um Energie- und Drehimpulserhaltung beim Betazerfall zu retten. Nur durch die gleichzeitige Emission von Elektronen und unsichtbaren Neutrinos konnte er die beobachteten kontinuierlichen Elektronenspektren erklären. Würde beim Zerfall hingegen kein anderes Teilchen emittiert, sollte die Elektronenenergie einen scharfen Wert haben. Die Form des Spektrums erfordert ein sehr leichtes, wenn nicht sogar masseloses Teilchen. Die Ladungserhaltung verlangt zudem ein elektrisch neutrales Teilchen, das aufgrund seiner geringen Wechselwirkung mit Materie kaum nachzuweisen ist. Ein Vierteljahrhundert später gelang Clyde Cowan und Frederick Reines der experimentelle Nachweis des Neutrinos. Später zeigten Leon Lederman, Melvin Schwartz und Jack Steinberger, dass es mehr als eine Sorte (Familie oder Flavour) von Neutrinos gibt. Inzwischen sind drei masselose Neutrinosorten (νe , νμ und ντ), die jeweils nach ihrem geladenen Partner in der schwachen Wechselwirkung benannt sind (Elektron e, Myon μ und Tauon τ), fester Bestandteil des Standardmodells der Teilchenphysik. Im Volksmund heißen die Neutrinos auch Geisterteilchen, wegen ihres geringen Wirkungsquerschnitts. So streuen Anti-Neutrinos aus den Spaltreaktionen eines Kernreaktors im Mittel erst nach der gewaltigen Strecke von 100 Lichtjahren mit Wasser. ...
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Reinhard Schlickeiser • 5/2011 • Seite 18Rückschlag für die Suche nach kosmischen Hadronenbeschleunigern?
Der beste bisherige Kandidat zeigt ein Spektrum, das nur auf beschleunigte Leptonen hindeutet.
Anja Hauck • 2/2011 • Seite 11
Unterstützung für Nanotechnologie
2/2011 • Seite 11
TV-Tipps
Anja Hauck • 2/2011 • Seite 9
Zuwachs bei DESY
Oliver Dreissigacker • 2/2011 • Seite 10
IceCube: Neutrinosuche im ewigen Eis
Johannes Blümer • 6/2010 • Seite 31Partikel in der Pampa
Kosmische Strahlung trifft ständig auf die Erde. Die Teilchen stammen aus der Sonne, von Supernova-Explosionen in unserer Milchstraße - und aus anderen Galaxien. Besonders interessant sind die seltenen Ereignisse, bei denen einzelne Atomkerne kinetische Energien von vielen Joule aufweisen. Ihre Identifizierung, die Suche nach ihrer Herkunft und die Physik ihrer Wechselwirkung mit der Atmosphäre sind die Forschungsziele des Pierre-Auger-Observatoriums.
Matthias Bartelmann • 5/2009 • Seite 27Licht ins Dunkel bringen
Die Astronomie feiert derzeit ein goldenes Zeitalter, besonders gewürdigt durch das diesjährige Internationale Jahr der Astronomie. Maßgeblich verdankt sich das einer stürmischen instrumentellen Entwicklung, die neue Beobachtungsfenster weit öffnet, die vorher bestenfalls zu ahnen waren. Die Flut neuer Daten liefert dabei ebenso viele überraschende Ergebnisse wie neue Fragen.
Stefan Jorda • 4/2009 • Seite 6
DESY: Kurswechsel in Hamburg
Stefan Jorda • 4/2009 • Seite 7''Natürlich gibt es Konkurrenz''
Interview mit Helmut Dosch
Anja Hauck • 4/2009 • Seite 10
Polarjahr: Eisige Vielfalt
Karl Mannheim und Dominik Elsässer • 2/2009 • Seite 19Anomalie im Kosmos
Die PAMELA-Kollaboration hat in der Kosmischen Strahlung Positronen bis zu Energien von 100 GeV detektiert und findet dabei einen überraschenden Überschuss.
Maike Keuntje • 11/2008 • Seite 8
Astroteilchenphysik: Sieben auf einen Streich
Christian Spiering • 12/2007 • Seite 3
Ziel in Sicht
Anja Raggan • 4/2007 • Seite 7
Internationales Polarjahr: Forschen in Eis und Schnee
Alexander Pawlak • 4/2007 • Seite 7
100 Jahre DLR: Forschung auf Höhenflug
Stefan Jorda • 4/2006 • Seite 8
Neutrinosuche im ewigen Eis
Rainer Scharf • 1/2006 • Seite 11USA
· Schmales Budget für Physik· Pläne für Wiederaufarbeitung· Mehr Promotionen· Schlechte Noten für Wissenschaftsunterricht· Perpetuum mobile patentiert· APS bläst Umbenennung ab
Stefan Jorda • 4/2005 • Seite 7
Detektor versenkt
4/2005 • Seite 8
Neue Max Planck Research Schools
Stefan Jorda • 4/2005 • Seite 8
Studium: Großer Schwund
Rainer Scharf • 4/2005 • Seite 12USA
· Opfer für Mond und Mars· Weniger Geld für Wissenschaft· Einreise erleichtert· Neutrinoexperiment gestartet· Mehr Frauen in der Physik
Alexander Pawlak • 4/2005 • Seite 7
Licht. Das von morgen
Stefan Jorda • 4/2005 • Seite 6
Internationale Unterstützung für Großgeräte
Karl Mannheim • 10/2004 • Seite 70
Physics with Cosmic AcceleratorsInternational WEH-Summerschool
Rainer Scharf • 3/2004 • Seite 11USA
· Geschrumpfte Forschung· Ranking für NSF-Großforschung· Optimistische Wasserstoffpläne· Gute Aussichten für Physiker· Terminators Sparprogramm
3/2004 • Seite 10
TV-Tipps
Rainer Scharf • 2/2004 • Seite 11USA
· US-Geophysiker warnen vor Klimaänderung· Ernüchterndes Budget· Mond, Mars und so weiter - George Bushs ehrgeizige Weltraumpläne· Nanotechnologie in der Offensive· Ranking für Promotionsprogramme
Rainer Scharf • 11/2003 • Seite 11USA
· Weltraumprogramm vor der Wende?· Erstmal alles begutachten· Ingenieure gegen Schurkenstaaten· Haushaltsnachrichten· Mehr Bachelors, weniger Promotionen
Stefan Jorda • 2/2003 • Seite 10
CERN auf LHC-Kurs
Rainer Scharf • 2/2003 • Seite 10USA
· Neues Forschungsprogramm der NASA· Bessere wissenschaftliche Infrastruktur· Neutrinoexperimente ergänzen sich· Fusionsreaktoren in 35 Jahren ans Netz· Visabeschränkungen bringen Nachteile für die Forschung· Kreationist verklagt arXiv