18.09.2003

Die Teilchenjäger

Ne?eman, Kirsh

Die Teilchenjäger

Von Y. Ne’eman u. Y. Kirsh.
Springer, Heidelberg 1995. XII + 321 S., Gebunden,
ISBN 3-540-53206-4

Dieses schöne Buch über Teilchenphysik, das in seiner englischen Fassung von 1986 schon vielen bekannt sein dürfte, wurde jetzt ins Deutsche übersetzt und unter Mitwirkung von Prof. F. W. Hehl (Köln) aktualisiert. So ist zum Beispiel die Entdeckung des t-Quarks (Ende 1994) darin schon berücksichtigt. Da es ursprünglich (1983) auf Hebräisch geschrieben wurde, findet man darin auch relativ viele Hinweise auf das Schicksal jüdischer Physiker.

Das Buch ist - auch in seiner deutschen Fassung - angenehm und leicht zu lesen. Es enthält viele anschauliche Erklärungen selbst recht schwieriger Themen, die man auch als interessante und wertvolle Anregungen für Vorträge, Vorlesungen und für den Unterricht betrachten kann - nicht zuletzt wegen der vielen Illustrationen.

Die Ergebnisse der Teilchenphysik werden im wesentlichen in historischer Reihenfolge behandelt - eine altbewährte Methode. Dabei geht es von Daltons Atomistik (1808) über die Entdeckung des Elektrons (1897), des umfangreichen Teilchenzoos (in unserem Jahrhundert) und der Entwicklung des Standardmodells bis hin zur Ablehnung des SSC-Projekts und zum Bau des LHC im CERN. Wichtiges, wie zum Beispiel die Erhaltungssätze und der Weg zu den Quarks, wird in besonders ausführlichen Kapiteln behandelt.
Man muß schon genau suchen, um kleine Ungereimtheiten in diesem hervorragenden Buch zu finden. Als alter Kernemulsionsphysiker sind mir einige ungenaue Sätze zu dieser Technik aufgefallen, was man vielleicht wegen der Erwähnung der Urahnen dieser Meßmethode, der Physikerinnen Marietta Blau und Herta Wambacher, wieder verzeihen kann.

Fazit: Es handelt sich um ein Werk, das man schon als Klassiker einstufen könnte. Jeder, der anschauliche Darstellung schätzt, der sich mit Didaktik oder mit der allgemeinverständlichen Darstellung der Teilchenphysik beschäftigt, sollte es unbedingt in greifbarer Nähe haben. Wünschenswert wäre eine baldige Taschenbuchausgabe.

P. Waloschek, Hamburg


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