18.07.2007

Beschleunigte Expansion

Der US-Amerikaner Saul Perlmutter und der Australier Brian Schmidt erhalten den mit 500 000 US-Dollar dotierten Gruber-Preis für Kosmologie 2007.

Hohe Auszeichnung für Kosmologen für den Nachweis der beschleunigten Expansion des Universums

New York (dpa/pro-physik.de) - Der US-Amerikaner Saul Perlmutter und der Australier Brian Schmidt erhalten den Gruber-Preis für Kosmologie 2007. Die Forscher teilen sich die mit 500 000 US-Dollar (363 000 Euro) dotierte Auszeichnung mit den 51 Co-Autoren ihrer maßgeblichen Studien, wie die Gruber- Stiftung am Dienstag in New York bekannt gab. Die Teams beider Forscher hatten bei der Beobachtung weit entfernter Sternexplosionen 1998 entdeckt, dass sich die Ausdehnung des Universums entgegen aller vorigen Annahmen beschleunigt. Die noch unidentifizierte Triebkraft hinter dieser beschleunigten Expansion wurde Dunkle Energie getauft. Zuvor waren Kosmologen davon ausgegangen, dass sich die Ausdehnung des Weltalls im Laufe der Zeit verlangsamt.

Im vergangenen Jahr war der prestigeträchtige Forschungspreis an den US-Astronomen John Mather und das Team des Satelliten «Cobe» für das schärfste «Babybild» des Universums gegangen, das die Urknalltheorie eindrucksvoll bestätigte. Im selben Jahr bekamen Mather und sein US-Kollege George Smoot für diese Leistung auch den Nobelpreis für Physik. Der Gruber-Preis für Kosmologie wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Astronomischen Union (IAU) verliehen und in diesem Jahr am 7. September bei einem Festakt an der Universität Cambridge (Großbritannien) überreicht.

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