29.01.2004

Bosch ist optimistisch

Die Firma Bosch zeigt sich optimistisch und erwartet für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von fünf Prozent.

Stuttgart (dpa) - Der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch spürt weltweit kräftige konjunkturelle Impulse und zeigt sich für das Jahr 2004 optimistisch. Er erwarte ein Umsatzwachstum von fünf Prozent, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Mittwochabend in Stuttgart. Voraussetzung sei allerdings kein weiterer Anstieg des Euro-Kurses. Fehrenbach sprach von einem Start ins Jahr mit konjunkturellen Rückenwind. Vor allem in Asien und Amerika habe das Wirtschaftswachstum bereits deutlich angezogen. Europa werde mit einiger Verzögerung folgen. «Wir sind gut darauf vorbereitet, die Chancen des kommenden Aufschwungs konsequent zu nutzen», sagte Fehrenbach.

Im Vorjahr war der Bosch-Umsatz nach vorläufigen Zahlen um knapp vier Prozent auf 36,3 Milliarden Euro gestiegen. Ohne den Kursanstieg des Euro wäre Bosch auf ein Wachstum von zehn Prozent gekommen. So seien in Nordamerika die Erlöse in lokalen Währungen um sechs Prozent gestiegen, in Euro aber um elf Prozent gesunken. In Asien blieb vom Umsatzplus von 20 Prozent in Euro nur ein Wachstum von sechs Prozent. «Erst dieser zweite Blick erklärt, warum wir mit der Geschäftsentwicklung 2003 gar nicht so unzufrieden sind», sagte Fehrenbach. Das Ergebnis vor Steuern habe sich auf knapp fünf Prozent vom Umsatz verbessert. Dies sind rund 1,8 Milliarden Euro (2002: 1,4 Mrd Euro). Die Mitarbeiterzahl blieb mit gut 232 000 stabil (Inland 109 000, Ausland 123 000). Zuwachs werde es bei den Jobs 2004 vor allem im Ausland geben, in Deutschland bleibe die Beschäftigtensituation in etwa unverändert.

Von allen Unternehmensbereichen der Robert Bosch GmbH entwickelte sich die Kraftfahrzeugtechnik am besten. Sie legte nominal um gut ein Prozent auf 23,6 Milliarden Euro zu. Ohne Wechselkurseinflüsse betrug das Wachstum allerdings acht Prozent, sagte der Chef des zweitgrößten Automobilzulieferers der Welt. Bosch rechnet 2004 mit einem Anstieg der weltweiten Automobilproduktion um vier Prozent nach nur einem Prozent im Vorjahr.

Die Sparte Industrietechnik habe ihren Umsatz 2003 um neun Prozent auf 4,3 Milliarden Euro steigern können. Darin sei die halbjährige Konsolidierung von Teilen des übernommenen Heizungsbauers Buderus enthalten; ansonsten hätte der Umsatz auf Vorjahreshöhe gelegen. Bei Gebrauchsgütern und Heiztechnik kletterten die Erlöse um rund neun Prozent auf 8,4 Milliarden Euro, wobei auch hier Buderus einen starken Einfluss hatte. Bei den Elektrowerkzeugen, wo Bosch Weltmarktführer ist, arbeite man wegen der starken Konkurrenz aus Niedrigkostenländern an einem Restrukturierungskonzept.

Laut Fehrenbach verschieben sich die Gewichte der Weltwirtshaft immer stärker und schneller nach Asien, namentlich China. Dort sei der Bosch-Umsatz 2003 in lokalen Währungen um 40 Prozent gestiegen. Die Stuttgarter wollten ihre Präsenz dort nachhaltig ausbauen. Dieser neue Globalisierungsschub bleibe nicht ohne Folgen für das Hochlohnland Deutschland, betonte Fehrenbach. Er erneuerte seine Forderung nach einer Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. Dies sei von allen vorstellbaren Möglichkeiten zur Arbeitskostensenkung für die Mitarbeiter die verträglichste Lösung.

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