21.04.2011

Diamant aus CO2

Nanodiamanten durch „kalte Explosion“ hergestellt.

Diamant aus CO2

Nanodiamanten durch „kalte Explosion” hergestellt.

Lange Zeit war es umstritten, ob es möglich ist, Diamant aus CO2 herzustellen. Doch die Zweifel konnten zerstreut werden. EnviroDiamond Technologies Inc. (ETI) in Burlington, Kanada gelang es, im Labor mittels der sogenannten CDP-Technik CO2 detonieren zu lassen und auf diesem Weg Diamantstaub herzustellen.

CDP steht für 'Cold Detonation Physics'. Bei dieser Technik wird Trockeneis, also gefrorenes CO2, so mit anderen Substanzen gemischt, dass es explosiv wird. Diese -78,5° C kalte Mischung wird in ein dickwandiges Stahlrohr gefüllt und zum Detonieren gebracht. Durch die Analyse der Produkte von fünf Versuchsexplosionen zeigte sich, dass dabei kleine Diamanten – sogenannte Nanodiamanten – entstehen.

Feine Diamantpartikel finden in verschiedensten industriellen Bereichen Anwendung, wie beispielsweise als Beschichtung von Werkzeugen. Aus CO2 gewonnene Diamanten könnten eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu mit gängigen Verfahren hergestellten synthetischen Diamanten darstellen. So soll im nächsten Schritt das CDP-Verfahren zusammen mit Industriepartnern zur Marktreife weiterentwickelt werden.

ETI / MH

Anbieter des Monats

SmarAct GmbH

SmarAct GmbH

Mit der Entwicklung und Produktion von marktführenden Lösungen im Bereich hochpräziser Positioniertechnik, Automatisierungslösungen und Metrologie begleitet die SmarAct Group ihre Kunden zuverlässig bei der Realisierung ihrer Ziele.

Veranstaltung

Vier Kongress-Fokusthemen beleuchten Kernaspekte der Quantenphotonik zur Quantum Photonics 2026

Vier Kongress-Fokusthemen beleuchten Kernaspekte der Quantenphotonik zur Quantum Photonics 2026

Der Fachkongress mit begleitender Ausstellung „Quantum Photonics“ findet vom 5. bis 6. Mai 2026 zum zweiten Mal in der Messe Erfurt statt. Mit dem neuen One-Ticket-Konzept wird die Teilnahme am Event noch einfacher und effektiver.

Meist gelesen

Themen