15.03.2022

Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften ist keine Freizeitgestaltung

Fachgesellschaften fordern bessere Angebote für Lehrkräfte im Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulfächer.

Mathematisch-naturwissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht nur angesichts des Klimawandels und der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Zugleich unterliegt die Wissenschaft einer hohen Dynamik. Dem ist bei der Fort­ent­wick­lung des mathe­matisch-natur­wissen­schaft­lichen Schul­unter­richts Rechnung zu tragen. Qualitativ hoch­wertige Fort- und Weiter­bildungen für mathe­matisch-natur­wissen­schaft­liche Lehrkräfte sind daher ein unverzicht­bares Instrument zur stetigen Verbesserung des Unterrichts.

Abb.: Qualitativ hoch­wertige Fort- und Weiter­bildungen für...
Abb.: Qualitativ hoch­wertige Fort- und Weiter­bildungen für mathe­matisch-natur­wissen­schaft­liche Lehr­kräfte sind ein unver­zicht­bares Instru­ment zur stetigen Ver­bes­se­rung des Unter­richts. (Bild: A. Metzelthin, DPG)

Davon sind die fünf in „Wissenschaft verbindet“ zusammen­geschlossenen mathe­matisch-natur­wissen­schaft­lichen Fach­gesell­schaften – der Dachverband der Geowissen­schaften, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband Biologie, Biowissen­schaften und Biomedizin in Deutschland – überzeugt.

Die Fachgesellschaften, die deutschland­weit über 130.000 Mitglieder vertreten, haben nun ein Positions­papier zur Fort- und Weiter­bildung von Lehr­kräften verabschiedet. Es fordert Politik wie Schulträger auf, sach­gerechte Angebote zu fördern und weiter­zu­entwickeln, die den besonderen Bedürf­nissen der mathe­matisch-natur­wissen­schaft­lichen Schul­fächer gerecht werden. Nötig sind fach­liche und fach­didaktische Fort­bildungs­angebote sowie Formate, die beide Elemente verbinden. Der wissen­schaftliche Fortschritt sowie die aktuellen Heraus­forderungen der Unterrichts­entwicklung etwa in Bezug auf die Digita­li­sierung müssen berück­sichtigt werden.

Essenziell dafür ist eine hin­reichende finan­zielle als auch organi­sa­torische Unter­stützung. Insbesondere sind Lehrkräfte für Fort- oder Weiter­bildungs­maßnahmen ausreichend und unkompliziert vom Unterricht frei­zus­tellen. Die mathe­matisch-natur­wissen­schaft­lichen Gesell­schaften betonen dabei ganz explizit, dass Fort- oder Weiter­bildungen keineswegs nur in die Abend­stunden oder Wochen­enden geschoben werden dürfen, sondern selbst­ver­ständlich zur und in die Gesamt­arbeits­zeit gehören.

DPG / RK

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