28.06.2023 • EnergieKernphysik

Fusionsforschung – Quo vadis?

Das neue Physikkonkret der DPG nimmt die Fortschritte der Fusionsforschung ins Visier.

Angesichts der Diskussionen um die künftige Energie­versorgung ist die Fusions­forschung wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Große Aufmerksamkeit erzeugte kürzlich beispielsweise eine Meldung, dass eine US-amerikanische Forschungs­einrichtung bei der Trägheits­fusion einen Durchbruch erzielt hätte. Ferner engagieren sich zunehmend private Firmen, die in relativ kurzer Zeit funktions­fähige Fusions­kraft­werke versprechen.

Abb.: „Kernfusion, ein spannendes und dyna­misches Forschungs­gebiet, wird...
Abb.: „Kernfusion, ein spannendes und dyna­misches Forschungs­gebiet, wird wohl nicht vor Ende der dreißiger Jahre groß­tech­nisch demon­striert werden können“, sagt Joachim Ullrich, Präsident der DPG. (Bild: DPG)

Doch der Weg von einer Versuchs­einrichtung zu einem Kraftwerk, das verlässlich Strom und gegebenen­falls auch Wärme liefert, ist lang. Trotz der Erfolgs­meldung aus den Vereinigten Staaten scheint zudem ein Einschluss des Plasmas mittels starker Magnetfelder eher ans Ziel zu führen. Hier sind die wesentlichen techno­lo­gischen Schritte zum Bau eines Kraftwerks bereits von Anfang an Teil der Entwicklung. Insbesondere der Stellarator Wendelstein 7-X in Greifswald verspricht günstige Kraftwerks­eigen­schaften.

So oder so braucht es für den Bau eines Kraftwerks die Kompetenz der Industrie. Daher ist das Engagement privater Unternehmen sehr zu begrüßen. Sie geben der Fusions­forschung eine neue Dynamik. Zur Erreichung einer nahezu klima­neutralen Strom­erzeugung kann das nur gut sein.

DPG / RK

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