KIT nimmt Hochleistungsrechner in Betrieb
Neuer 17-Millionen-Euro-Supercomputer für Forschung zu Klima, Gesundheit, Materialien und Künstlicher Intelligenz.
Das Karlsruher Institut für Technologie hat den Hochleistungsrechner HoreKa 2 in Betrieb genommen. Das neue System unterstützt Forschende dabei, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen etwa zu Klima, neuen Materialien, Teilchenphysik, Energie und Mobilität sowie KI-Forschung schneller zu bearbeiten. Dafür vereint es leistungsstarkes Hochleistungsrechnen und moderne KI-Technologien. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf 17 Millionen Euro. Den Supercomputer haben Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft am KIT-Campus Nord am 25. September in einer Feierstunde gemeinsam in Betrieb genommen.



Moderne Forschung stellt Fragen, die sich ohne Hochleistungsrechnen nicht mehr beantworten lassen. Ob präzisere Klimamodelle, die Entwicklung neuer Werkstoffe, nachhaltige Technologien oder Anwendungen der nächsten Generation Künstlicher Intelligenz: Für diese Aufgaben müssen große Datenmengen verarbeitet und hochkomplexe Simulationen durchgeführt werden. HoreKa 2 schaffe die Voraussetzungen dafür.
Mit mehr als 42.000 Prozessorkernen, 300 KI-Beschleunigern und einer geplanten Spitzenleistung von rund 33 PetaFLOPS ermöglicht HoreKa 2 Berechnungen, die auf herkömmlichen Computersystemen Monate oder Jahre dauern würden. Das KIT stärkt damit seine Forschungsinfrastruktur, aber auch Forschende aus ganz Deutschland können das System nutzen.
„Von dem neuen System profitieren Forschende aus nahezu allen Fachgebieten“, sagt Prof. Martin Frank, Mitglied des Direktoriums des Scientific Computing Center (SCC) des KIT. „Mit dem neuen System verdoppeln wir die Rechenleistung für Simulationen und KI-Anwendungen.“
Neben den Schwerpunkten Erdsystemwissenschaften, Ingenieurwesen, Materialwissenschaften und Teilchenphysik stehen die Rechenkapazitäten auch zahlreichen weiteren Disziplinen zur Verfügung. Die integrierten Grafikprozessoren sind speziell für KI-Anwendungen ausgelegt, die inzwischen in fast allen Bereichen der Wissenschaft zum Einsatz kommen.
Bei der Entwicklung und Beschaffung standen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz gleichermaßen im Fokus. HoreKa 2 zählt zu den energieeffizientesten Hochleistungsrechnern seiner Leistungsklasse weltweit. Zur Kühlung nutzt das System Heißwasser, wodurch eine besonders energieeffiziente Betriebsweise und eine ganzjährige freie Rückkühlung möglich sind. Die Stromversorgung am Campus Nord des KIT erfolgt vollständig aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich leisten die Kraft-Wärme-Kopplungs- und Photovoltaikanlagen einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. [KIT / dre]
Anbieter
Karlsruher Institut für TechnologieKaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Deutschland
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