23.04.2012

Mehr Präzision mit neuen Pikosekundenlasern

iPLASE strebt gütegeschaltete Mikrochiplaser mit Pulsdauern von 10 ps für die hochpräzise industrielle Materialbearbeitung an.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Erforschung innovativer Pikosekundenlaser. Das Anfang des Jahres gestartete Verbundprojekt iPLASE strebt eine erhebliche Reduktion der Pulsdauer von passiv gütegeschalteten Lasern durch nichtlineare spektrale Verbreiterung mit anschließender zeitlicher Kompression in den 10 ps-Bereich an.

Abb.: Schematische Darstellung des neuartigen Pikosekunden-Laserkonzepts (Bild: InnoLight)

Die Arbeiten können dabei auf den Ergebnissen des mit BMBF-Förderung erfolgreich durchgeführten Verbundprojekts „Neue Bonding- und Integrations Verfahren für einen Pikosekunden-Mikrochiplaser mit integriertem Faserverstärker und Hochleistungsfrequenzkonversion“ (BIVMIFF) aufsetzen. Während in diesem Projekt noch Pulsdauern unterhalb 100 ps das Ziel waren, strebt der Verbund nun eine robuste und kompakte Ultrakurzpuls-Laserquelle mit einer um eine Größenordnung reduzierten Pulsdauer an. Eine Leistungsskalierung des Mikrochip-Lasers erfolgt durch einen faser- oder volumenoptischen Verstärker.

Die Partner sind sich einig, dass die Laserstrahlquellen dieser Art hervorragend für die laserbasierte Materialbearbeitung geeignet sind und das Potential haben, den Bereich der Ultrakurzpulslaser zu revolutionieren.

Um diese wissenschaftlich und technologisch herausfordernde Aufgabe zu lösen, bündeln die Friedrich Schiller Universität Jena und die beiden Firmen BATOP GmbH aus Jena und InnoLight GmbH aus Hannover ihre Kompetenzen in den Bereichen Faser-, Laser- und Verstärkertechnologie. Die Projektkoordination wird durch den industriellen Partner InnoLight GmbH durchgeführt. Das Projekt iPLASE (innovatives Pikosekunden-Lasersystem für die hoch-präzise industrielle Materialbearbeitung) wird vom BMBF bis Ende Dezember 2014 mit knapp 900.000 Euro gefördert. Mit der Projektträgerschaft hat das BMBF die VDI Technologiezentrum GmbH beauftragt.

VDI-TZ  / OD

Anbieter des Monats

RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.

RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.

Die Reichelt Chemietechnik wurde am 1. September 1978 als Vertriebs- und Produktionsgesellschaft von Dr. Peter Reichelt in Heidelberg gegründet, wobei sich das Unternehmen als „Mailorderhaus“ verstand.

Virtuelle Jobbörse

16. + 17. Juni 2026
Eine Kooperation von Wiley und der DPG

16. + 17. Juni 2026

Innovative Unternehmen präsentieren Karriere- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie richten sich an Physikerinnen und Physiker, an Studierende in MINT-Fächern sowie an Young Professionals und Berufserfahrene.

Meist gelesen

Photo
25.03.2026 • NachrichtForschung

Geschärfter Blick in den Impulsraum

Voll­stän­dig in Jülich ent­wickel­tes Ge­rät lie­fert un­ge­ahnt de­tail­lier­te Ein­blicke in Ma­te­ri­a­li­en – und ist deut­lich leis­tungs­fä­hi­ger als bis­he­ri­ge Sys­teme.

Themen