13.01.2012

Menschliche Adler – Skispringen und Skifliegen

Die Vierschanzen-Tournee ist gerade beendet, der Skizirkus zieht weiter. Und Physiker fragen sich, welche Größen die Flugweiten beeinflussen.   

Aus physikalischer Sicht unterscheiden sich die beiden Sportarten Skispringen und Skifliegen nur graduell. Drei physikalische Parameter beeinflussen die Weite besonders stark: die Abfluggeschwindigkeit normal zur Schanze, das richtige Drehmoment des Körpers beim Absprung und der Winkel zwischen Körperachse und Skiern nach 20 m Flug. Die Rotation beim Sprung nach vorne verhindert zudem, dass der plötzliche Auftrieb der Skier den Springer auf den Rücken dreht. Zusätzlichen Auftrieb bringt die V-Stellung der Skier. Da leichtere Sportler weiter springen, sollen seit 2004 Regeln gefährliche Magersucht verhindern. Seit 2009 wird der beim Sprung herrschende Wind in der Bewertung berücksichtigt.

Die V-Stellung der Skier erhöht den Auftrieb (Foto: K. Kolodziej/Fotolia.com)

Skispringer werden oft als Adler bezeichnet. Sie selbst beschreiben fasziniert das Gefühl, mehr als 200 m von der Schanze hinunter zu fliegen. Ihre Bewegung setzt sich zusammen aus einem Sprung, geprägt durch ihre Sprungkraft, und einem Flug, in dem die Aerodynamik zum Tragen kommt.

Wenn die Springer mit fast 100 km/h zum Schanzentisch kommen, sehen sie nicht, wohin sie springen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen müssen sie aus einer gebückten Haltung nach vorn schnellen. Sie müssen darauf vertrauen, dass ein Luftpolster sie auffängt und in einer stabilen Lage nach unten trägt.Wie weit sie springen oder fliegen, entscheidet sich zum Großteil innerhalb dieser relativ kurzen Phase.

Welche physikalischen Größen dann über die Weite entscheiden, können Sie in dem Beitrag "Menschliche Adler" nachlesen, der in der Januar-Ausgabe von Physik in unserer Zeit erschienen ist. 

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