16.10.2026

Multiphysik für schnellere Rennautos

COMSOL ist „Offi­cial Multi­physics Part­ner“ der FIA Formel E Welt­meis­ter­schaft ab der kom­men­den Saison 2026/27.

Der weltweit tätige Anbieter von Simulationssoftware und die Formula E Holdings Limited haben eine mehrjährige Partnerschaft bekanntgegeben, in deren Rahmen COMSOL zum „Offi­cial Multi­physics Part­ner“ der ABB FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft ernannt wird. Die Partnerschaft vereint die Formel E, die weltweit führende Rennserie im rein elektrischen Motorsport seit 2013 und offizielle WM seit 2020, und den Anbieter von Software für Multiphysik-Simulationen und computergestütztes Engineering (CAE). Ingenieure der Formel E Fahrzeugkonstrukteure werden sie Software Comsol Multiphysics einsetzen, um komplexe technologische Herausforderungen zu untersuchen, bei denen mehrere physikalische Effekte miteinander interagieren.

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Elektrische Rennwagen vereinen elektrische, thermische, strukturelle, elektromagnetische, Strömungs- und Batteriesysteme unter extremen Bedingungen. Als Multiphysics Partner wird COMSOL die Formel E mit Simulationssoftware und Fachwissen unterstützen, um den Technologieteams zu helfen, zu verstehen, wie wechselwirkende physikalische Phänomene verschiedene Aspekte des Sports beeinflussen. Im Rahmen der Partnerschaft soll außerdem untersucht werden, wie Simulations-Apps und digitale Zwillinge physikbasierte Erkenntnisse über den traditionellen Modellierungsworkflow hinaus zugänglich machen können.

Die in der Rennserie vertretenen Hersteller und Teams verwenden einheitliche Chassis, Reifen, Motoren und Akkus, dürfen aber im Rahmen der Vorgaben eigene Powertrains und Steuerungssoftware entwickeln. Aktueller Weltmeister ist Ex-Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein vom Porsche Werksteam, zum zweiten Mal nach der Saison 2023/24.

Bjorn Sjodin, Senior Vice President für Produktmanagement bei COMSOL, erläutert: „Die Formel E ist ein hervorragendes Beispiel dafür, warum multiphysikalische Simulationen so wichtig sind, da hier mehrere Phänomene eine Rolle spielen, die ständig miteinander interagieren. Wir freuen uns darauf, direkt mit dem Technologieteam der Formel E zusammenzuarbeiten und mit COMSOL Multiphysics einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung solcher realen Herausforderungen zu leisten.“

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Was ist eine Computersimulation?

„Technologie ist das Herzstück der Formel E, daher ist die Partnerschaft mit COMSOL für uns absolut sinnvoll und erweitert unsere technischen Kompetenzen erheblich", ergänzt Dan Cherowbrier, CTO bei der Formel E. „COMSOL bietet uns eine leistungsstarke Umgebung zum Verständnis komplexer Systeme, in denen viele verschiedene physikalische Effekte miteinander verbunden sind, doch die Möglichkeiten gehen über einzelne Simulationen hinaus. Wir sind besonders daran interessiert, wie KI-gestützte Modellierung, agentische Workflows und digitale Zwillinge Ingenieuren dabei helfen können, mit Modellen zu interagieren, Designs zu untersuchen und Erkenntnisse aus Simulationen besser zugänglich zu machen, während wir die Grenzen des elektrischen Rennsports erweitern.“

Mit Blick auf die Zukunft wird die nächste Generation der Formel E noch höhere Anforderungen an Leistung, Effizienz, Energiemanagement und Fahrzeugentwicklung stellen, da sich die Meisterschaft auf die GEN4-Ära vorbereitet und den bislang schnellsten und technologisch fortschrittlichsten Rennwagen einführt. Dieser lässt – allradgetrieben – mit einer Motorleistung von 600 kW beim Sprint von Null auf 100 einen heckgetriebenen Formel-1-Boliden hinter sich. Die Formel E fährt aber typischerweise auf Stadtkursen und ist daher nicht auf Höchstgeschwindikeit auf langen Geraden abgestimmt.

Die Partnerschaft wurde Anfang Oktober auf der COMSOL Conference 2026 in Boston bekannt gegeben. In seiner Keynote vor Ort ging Dan Cherowbrier auf die Technologien und technischen Entwicklungen ein, die die Zukunft der Formel E prägen. Gleichzeitig wurde die COMSOL Multiphysics Version 2027 angekündigt, deren Launch für den Spätherbst geplant ist. Diese Version bietet neue Funktionen, die insbesondere für anspruchsvolle technische Workflows relevant sind, darunter die Modellierung von Elektromotoren, die Simulation auf Systemebene, die agentische Modellierung sowie erweiterte Möglichkeiten zur Erstellung von Simulations-Apps. 

Die ersten beiden der 21 Rennen der dreizehnten Formel-E-Saison ist der Double Header in Dschiddah am 18. und 19. Dezember. In Deutschland übertragen die Spartensender DF1, BILD und Eurosport. [COMSOL / dre]

Anbieter

Comsol Multiphysics GmbH

Robert-Gernhardt-Platz 1
37073 Göttingen
Deutschland

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