Theresa Lange erforscht stochastische Modelle für Wärmeübertragung
Neue Emmy-Noether-Forschungsgruppe „Noise in convection: modelling and analysis“ an Leipziger Max-Planck-Institut.
Turbulente Flüssigkeiten sind ein wichtiger Bestandteil vieler natürlicher und technischer Prozesse. Um die Wärmeübertragung in diesen Systemen besser zu verstehen, entwickelt die Emmy-Noether-Gruppe am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig stochastische Modelle für die Untersuchung von Rauschen in Konvektion.

Das Projekt konzentriert sich auf die Untersuchung der Wärmeübertragung in Flüssigkeiten mithilfe von stochastischen Methoden. Ein alltägliches Beispiel für das turbulente Verhalten von Flüssigkeiten unter Einfluss von Wärme lässt sich in Wasser beobachten, welches in einem Kochtopf erhitzt wird. Die Frage, wie diese Turbulenzen die Wärmeübertragung beeinflussen, ist ein langjähriges Forschungsproblem.
Stochastische Modelle haben sich als geeignet erwiesen, um das komplexe Verhalten von Flüssigkeiten zu beschreiben und bieten somit eine vielversprechende Möglichkeit, die Wärmeübertragung in Flüssigkeiten besser zu verstehen. „Konkret wird das Ziel der Gruppe demnach sein, geeignete stochastische Modelle zu entwickeln und diese auf ihre Wohlgestelltheit als auch ihren Effekt auf die zugrundeliegende Flüssigkeiten und den Wärmeleitungsprozess zu untersuchen.“, so die Forschungsgruppenleiterin.
Für Lange ist es die erste eigene Forschungsgruppe. Sie profitiert von der vorhandenen Expertise des MPI MiS, besonders durch die Forschungsgruppen von Felix Otto und László Székelyhidi. Darüber hinaus wird die umfassende Vernetzung mit Forschungsgruppen inner- und außerhalb von Leipzig sowie mit dem bestehende Graduiertenkolleg sowohl die Forschungsziele von Theresa Lange als auch die Entwicklung der Forschungsgruppe unterstützen: „Im ersten Förderjahr plane ich eine Doktorandenstelle zu besetzen, im zweiten Jahr eine PostDoc-Stelle.“
Lange studierte an der Technischen Universität Berlin, wo sie ihren Bachelor- und Masterabschluss erwarb und 2021 innerhalb des SFB1294 „Data assimilation“ mit der höchsten Auszeichnung „summa cum laude“ promovierte. Es folgten zwei aufeinanderfolgende PostDoc Stellen, die ihren Forschungsfokus in Richtung „Stochastic fluid Dynamics“ verlagerten. In der ersten Station forschte sie von 2021 bis 2024 an der Universität Bielefeld unter der Leitung von Martina Hofmanová am ERC-Projekt „FluFloRun“. 2024 bis 2026 folgte an der Scuola Normale Superiore di Pisa ihre Mitarbeit am ERC-Projekt „NoisyFluids“ unter der Leitung von Franco Flandoli. [MPI MiS / dre]















