24.08.2006

Unternehmen wollen mehr forschen

Die europäischen Unternehmen wollen in den kommenden drei Jahren ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung um jährlich fünf Prozent steigern.

Brüssel (dpa) - Die europäischen Unternehmen wollen in den kommenden drei Jahren ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung um jährlich fünf Prozent steigern. Dies geht aus einer EU-Umfrage bei 449 Unternehmen hervor, die mit insgesamt rund 30 Milliarden Euro pro Jahr einen erheblichen Teil der privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben finanzieren. Der von den Firmen vorhergesagte Anstieg liegt deutlich höher als jene 0,7 Prozent, die bisher vom EU-«Investitionsanzeiger» anhand verschiedener Parameter als bevorstehender Zuwachs der Forschungsausgaben errechnet wurden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Deutschland liegt bei einem «Popularitätsindex», mit dem die Unternehmen die Standorte für Forschung und Entwicklung bewerteten, mit 250 Punkten an der Spitze und deutlich vor Großbritannien (180) und Frankreich (140). Die EU-Kommission bewertete diese Rangfolge als Bestätigung dafür, dass Unternehmen nach wie vor gerne Forschung und Entwicklung in ihren Heimatländern betrieben. Faktoren wie Marktzugang und Verfügbarkeit qualifizierter Wissenschaftler seien von großer Bedeutung. Die Arbeitskosten beeinflussten die Entscheidung kaum. Außerhalb der EU sind die USA der mit Abstand attraktivste Standort, gefolgt von China und Indien.

Forschung und Entwicklung haben derzeit einen Anteil von 1,9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Davon werden 56 Prozent von privaten Unternehmen aufgebracht. Die EU strebt an, die Forschungsausgaben auf 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Die 449 Unternehmen, die an der EU-Befragung teilnahmen, kamen aus den Bereichen Automobil- und Zulieferindustrie, Chemie, Elektro- und Elektronikausrüstung, Maschinenbau, Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung, Gesundheit, IT-Hardware, Arzneimittel und Biotechnologie, Stahl-/Metallindustrie sowie unterstützende Dienstleistungen.

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