10.01.2019

Würdigung für Festkörper-Theorie

Dresdner Physik-Preis geht an Klaus Richter für wegweisende Forschung an semiklassischen Systemen.

Klaus Richter, theoretischer Festkörperp­hysiker an der Universität Regens­burg, erhält den dies­jährigen „Physik-Preis Dresden“ für seine heraus­ragenden theoretischen Beiträge zur semi­klassischen Physik. Seine jüngeren innovativen und anspruchs­vollen Ansätze zur semi­klassischen Quantisierung von Viel­teilchen Systemen mit Hilfe periodischer Bahnen, entwickelt zusammen mit Juan-Diego Urbina, setzen wichtige semi­klassische Ergebnisse zur spektralen Statistik chaotischer Systeme fort, erzielt zusammen mit Martin Sieber zu Beginn der 2000er Jahre. Sie knüpfen auch an die weg­weisende semi­klassische Deutung meso­skopischer Phänomene mit Hilfe periodischer Bahnen an, die Klaus Richter in der Gruppe von Nobel­preis­träger Klaus von Klitzing in Stuttgart, Mitte der 1990er Jahre, entwickelte.

Abb.: Klaus Richter (Bild: U. Regensburg)
Abb.: Klaus Richter (Bild: U. Regensburg)

Klaus Richter betreibt theoretische Physik auf hohem intellektuellen Niveau mit dem Anspruch, wirklich neue Einsichten zu gewinnen. Mit seiner wissen­schaftlichen Breite bietet er wert­volle Anregung sowohl für die Physiker der TU Dresden als auch des Max-Planck-Instituts für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS).

Der „Physik-Preis Dresden“ wurde 2015 von dem Dresdner Physiker Peter Fulde, dem Gründungs­direktor des MPI-PKS gestiftet. Die Preis­träger werden von einer gemeinsamen Jury der TU Dresden und des MPI-PKS bestimmt. Neben dem zentralen Kriterium der wissen­schaftlichen Exzellenz ist für die Entscheidung vor allem wichtig, dass die Arbeiten der Preis­träger für die Zusammen­arbeit zwischen beiden Dresden-concept-Partnern MPI-PKS und TU Dresden von besonderer Bedeutung sind und deren Verbindung lang­fristig weiter gestärkt wurde.

MPI-PKS / DE

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