31.05.2016

Ausgezeichnete Skyrmionen-Forschung

European Physical Society verleiht den Europhysics Prize Condensed Matter Division 2016.

Die Europäische Physikergesellschaft EPS (European Physical Society) hat mehreren Forschern den renommierten Europhysics-Preis im Bereich Festkörper­physik verliehen. Die Gesellschaft würdigt mit dem EPS Europhysics Prize Condensed Matter Division die theoretische Vorhersage und Analyse zum Verhalten von Skyrmionen in Magneten. Skyrmionen sind Magnet­wirbel auf Quanten­ebene, die sich wie Teilchen verhalten. Sie lassen sich mittels schwacher Ströme manipulieren, was vollkommen neue Möglichkeiten in der Speicher­technik bei Computern eröffnen soll.

Den Europhysics Prize Condensed Matter Division 2016 erhalten Achim Rosch (Köln), A. Bogdanov (Dresden), Peter Böni und Christian Pfleiderer (beide TU München) und Ashvin Vishvanath (Berkeley, USA). Durch die heraus­ragenden Forschungen dieser Gruppe von Experimental­physikern und theoretischen Physiker wurde ein neuer Materie­zustand entdeckt und ein „Skyrmionen-Boom” bei Fest­körper­physikern ausgelöst.

Der EPS Europhysics-Preis wird seit 1975 vergeben. Gegen­wärtig verleiht ihn die Abteilung Fest­körper­physik der EPS alle zwei Jahre. Er würdigt die wissenschaftliche Exzellenz aktueller Forschungen, die in den letzten fünf Jahren im Bereich der Fest­körper­physik von einem oder mehreren Forschern durchgeführt wurden. Es ist einer der renommiertesten Preise im Bereich der Fest­körper­physik in Europa. Eine Reihe von Preis­trägern des EPS-Preises sind auch Nobelpreis­träger, wie zum Beispiel Peter Grünberg, Andre Geim oder Klaus von Klitzing.

U. Köln / DE

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