26.06.2026

„Beamline for Schools“ Gewinnerteams stehen fest

CERN-Wett­be­werb für Schü­le­rin­nen und Schü­ler fin­det er­neut auch an DESY und der Uni Bonn statt.

Die Gewinnerteams der 13. Ausgabe des Physikwettbewerbs „Beamline for Schools“ (BL4S) stehen fest. BL4S, initiiert vom CERN, dem Europäischen Labor für Teilchenphysik, steht Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe aus aller Welt offen. Die Teilnehmenden reichen einen Vorschlag für ein Physik-Experiment ein, das an der Beamline eines Teilchenbeschleunigers durchgeführt werden soll, entweder am CERN oder an einem der Partnerinstitute DESY und ELSA, der Elektronen-Stretcher-Anlage der Universität Bonn. Im Jahr 2026 wurden fünf Gewinnerteams auf der Grundlage der wissenschaftlichen Qualität ihrer Vorschläge ausgewählt.

Die Gewinner-Teams des Beamline für Schools-Wettbewerb des CERN
Die Gewinner-Teams des Beamline für Schools-Wettbewerb des CERN - “Team POLARIS” (Mitte oben) aus Bangladesch wird an der Universität Bonn zu Gast sein. Die weiteren Teams sind “Team PionIST 3”/Türkei (oben links), “Team Mobile MIPs”/UK (rechts), “Team Centauri Stars”/USA (unten links) und “Team attoPION”/Indien (Mitte unten).
Quelle: Team PionIST 3, Team POLARIS, Team Mobile MIPs, Team Centauri Stars, Team attoPION

Das Team „attoPION“ mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen aus Indien und das Team „PionIST 3“ aus verschiedenen Schulen in der Türkei werden im August 2026 zum CERN reisen, um ihre vorgeschlagenen Experimente durchzuführen. Die Teams „Mobile MIPs“ aus Liverpool im Vereinigten Königreich und „Centauri Stars“ aus Lafayette in den USA werden ihr Experiment an einer DESY-Beamline durchführen, während „POLARIS“ aus verschiedenen Schulen in Bangladesch am ELSA-Beschleuniger der Universität Bonn forschen wird.

Die Teilnahmequote ist seit dem Start von „Beamline for Schools“ im Jahr 2014 stetig gestiegen. Mit 712 Teams aus 89 Ländern, die 2026 einen Experimentvorschlag eingereicht haben, wurde dieses Jahr ein neuer Rekord erreicht. Mehr als 4500 Schüler:innen nahmen in diesem Jahr teil.

„Die Mission des CERN war schon immer, die Wissenschaft voranzubringen und die Generation zu inspirieren, die sie weiterführen wird“, sagt Ursula Bassler, CERN-Direktorin für Stakeholder Relations. „Die erfolgreiche Beteiligung in diesem Jahr zeigt, dass das Interesse an Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik weltweit wächst. Gemeinsam mit DESY und der Universität Bonn freuen wir uns darauf, die Gewinnerteams willkommen zu heißen und sie dabei zu unterstützen, ihre Ideen in konkrete Experimente umzusetzen.“

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Die enge Zusammenarbeit zwischen CERN und DESY begann 2019 während einer langen Betriebsunterbrechung der CERN-Beschleuniger. 2025 kam der Elektronenbeschleuniger ELSA an der Universität Bonn hinzu. Dies ist das siebte Jahr, in dem DESY die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs empfängt, und das zweite Jahr für ELSA.

Beate Heinemann, Vorsitzende des DESY-Direktoriums, sagt: „Beamline for Schools bricht in diesem Jahr erneut einen Rekord mit der bisher höchsten Anzahl eingereichter Vorschläge. Ich freue mich sehr über diese Begeisterung für die Forschung im Allgemeinen und für Technologien der Teilchenphysik im Besonderen und freue mich sehr darauf, wieder zwei Teams bei DESY begrüßen zu dürfen: die Mobile MIPs aus Liverpool, Vereinigtes Königreich, und die Centauri Stars aus Lafayette, Colorado, USA. Ich hoffe, dass ihre wissenschaftlichen Experimente in Hamburg für sie ebenso bedeutsam und unterhaltsam sein werden, wie es für die Beatles vor 64 Jahren war, im Star-Club in St. Pauli auf der Bühne zu stehen.“

„Wissenschaft lebt von Neugier und Teamarbeit. Umso beeindruckender ist es zu sehen, auf welch hohem Niveau sich junge Menschen mit Teilchenphysik auseinandersetzen. Wir gratulieren allen Gewinnerteams und freuen uns darauf, das Team POLARIS aus Bangladesch bei uns am ELSA begrüßen und bei der Umsetzung seines Experiments begleiten zu dürfen. Der Austausch mit so engagierten und wissbegierigen Schüler:innen ist auch für uns eine große Bereicherung“, sagt Professor Klaus Desch, der für die Beschleunigeranlage ELSA verantwortlich ist. [U Bonn / dre]

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