15.03.2011

Entsalzung mit Kohlenstoffnanoröhrchen

Höhere Wasserausbeute und geringerer Salzgehalt.

Höhere Wasserausbeute und geringerer Salzgehalt.

Die Nanoröhrchen scheinen ein Allheilmittel für viele technologische Probleme zu sein. Jetzt hat ein amerikanisches Forscherteam gezeigt, wie man die Röhrchen nutzen kann, um Wasserentsalzung günstiger und effizienter zu ermöglichen.

Herkömmliche Verfahren der Entsalzung – beruhend auf Destillation oder Osmose – haben mit ein paar technischen Unwägbarkeiten zu kämpfen. Die benötigten hohen Temperaturen oder Drücke treiben die Kosten. Bei einer weiteren Methode wird durch geeignete Membranen lediglich leicht erwärmtes Wasser gedrückt und an der kühleren Außenseite der Wasserdampf abgegriffen.

Auf der Suche nach geeigneten Membranen, die sowohl eine hohe Wasserausbeute erlauben, wie auch einen geringen Salzgehalt im gereinigten Wasser, haben Wissenschaftler des New Jersey Institute of Technology (NJIT) Kohlenstoffnanoröhrchen in die Poren einer Membran eingebettet. Dadurch erhöht sich die Durchlässigkeit für Wasserdampf, und sinkt gleichzeitig für das Salzwasser. Bei einer Salzkonzentration von 34 kg/L und einer Temperatur von 80 °C erhöht sich der Wasserfluss auf das 1,85-fache, wobei sich die Salzkonzentration im gewonnenen Wasser auf ein Fünfzehntel reduziert. Da dieser Prozess auch bei niedrigeren Temperaturen noch gut funktioniert, lässt sich auch der Energieaufwand für die Entsalzung deutlich verringern.

Konrad Kieling

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