16.02.2021

Erster Platz für deutsches Team

Gruppe aus Bremen holt Gold bei internationalem studentischem Physikwettbewerb.

Vier Mal in Folge gab es Silber, jetzt hat es wieder mit Gold geklappt. Bei der „University Physics Competition“ (UPC) belegten Bibek Bhujel aus Nepal, Fahrudin Delic aus Bosnien-Herzegowina und Carmelo Ortiz aus den Philippinen für die Jacobs University Bremen den ersten Platz. Das Trio setzte sich gegen starke inter­nationale Konkurrenz durch. Insgesamt 346 Teams nahmen an dem Wettbewerb teil, den die englisch­sprachige Universität bereits 2014 für sich entscheiden konnte. Sie ist die einzige deutsche Universität, die bei der UPC bislang Goldmedaillen gewonnen hat. 
 

Abb.: Bei der „University Physics Competition“ belegten sie für die Jacobs...
Abb.: Bei der „University Physics Competition“ belegten sie für die Jacobs University den ersten Platz (v.l.): Fahrudin Delic, Carmelo Ortiz, Bibek Bhujel. (Bild: Jacobs U.)

Ein Raumfahrzeug per Ionen­antrieb zum Saturn zu schicken oder ein unbemanntes Luft­fahrzeug, einen Quadrocopter, zu entwerfen und seine Stabilität im Wind zu analysieren – zwischen diesen Aufgaben mussten sich die Bachelor­studenten entscheiden. „Keiner von uns war mit der Technik des Quadrocopters vertraut, deshalb wählten wir das erste Thema“, erzählt Bibek. 

48 intensive Stunden hatte das Trio Zeit, um ihr Wahlthema im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit zu bearbeiten. Sie machten deutlich, wie das Raumfahrzeug seine Umlaufbahn um die Erde verlassen und mit optimalem Treibstoff­verbrauch und maximaler Nutzlast die Umlaufbahn des Saturns erreichen könnte. Bei der Lösung dieser Aufgabe griffen die Studenten auf die Gravitations­gesetze von Newton und Kepler zurück und entwickelten ein Modell mit dreifacher Schwerkraft­umlenkung an Mond und Erde. Demnach benötigt die Raumsonde neun Jahre und 73 Tage, um von Ausgangs­punkt zum Saturn zu gelangen.

„Wir haben als Team sehr gut funktioniert und waren in der Lage, uns schnell und gründlich in das Thema einzuarbeiten, obwohl es am Anfang ein wenig hakte“, meint Fahrudin. Wie seine Kommilitonen hatte sich der Bosnier nicht zuletzt aufgrund des ausgezeichneten Physik­studiengangs um einen Platz an der Jacobs University beworben. „Die Klassen sind klein, der Austausch mit den Professoren eng und wir sind als Studierende an ihren Forschungs­­vorhaben beteiligt.“ Ähnlich sieht das Carmelo: „Wir lernen in unseren Kursen Dinge, die sofort in einer Forschungs­umgebung wie bei dem Wettbewerb anwendbar sind“, erklärt er. 

Jacobs U. Bremen / DE
 

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