07.06.2016

Forschung mit Meeresblick

Das Wissenschaftsjahr 2016*17 steht unter dem Motto „Meere und Ozeane: Entdecken. Nutzen. Schützen.“.

Nachdem das BMBF im Jahr 2000 mit dem „Jahr der Physik“ erstmals ein Wissenschaftsjahr ausrief, folgten im jährlichen Wechsel Schwerpunkte zu anderen Fachwissenschaften. Seit 2010 liegt der Fokus auf fächerübergreifenden Querschnittsthemen. Ein Paradebeispiel dieser Neuausrichtung ist das Wissenschaftsjahr 2016*17, bei dem sich von Juni 2016 bis September 2017 alles um „Meere und Ozeane“ dreht. Unter dem Motto „Entdecken. Nutzen. Schützen.“ soll den Menschen bewusst werden, wie wichtig Meere und Ozeane für unser Leben sind.

Zum Auftakt des Wissenschaftsjahres eröffnete Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am 7. Juni die Ausstellung „Das Meer beginnt hier“ im Foyer des BMBF in Berlin: „Wir müssen den Meeresraum richtig verstehen, um ihn nachhaltig nutzen und besser schützen zu können.“ Die täglich geöffnete Ausstellung informiert im Laufe des Wissenschaftsjahres im Wechsel über die Küstenregionen (Sommer/Herbst 2016), über Arktis und Antarktis (Winter 2016/17) und über die Tiefsee (Frühjahr/Sommer 2017). Finanzielle Unterstützung erhält die interdisziplinäre Meeresforschung mit dem langfristig angelegten Forschungsprogramm MARE:N von BMBF und Bundesregierung.

Meere und Ozeane bedecken etwa 70 Prozent der Erdoberfläche. Menschen nutzen sie als Handelswege und ihre Küsten als Lebensraum. Außerdem gewinnen wir aus ihnen Nahrung und greifen auf Rohstoffvorkommen in ihrem Grund zu. Für das Klima auf unserem Planeten spielen sie eine entscheidende Rolle, weil sie Wärme und Kohlendioxid in großen Mengen speichern. Dennoch sind 90 Prozent der Meere nicht erforscht; selbst das Profil des Meeresbodens ist nur für 3 Prozent der Fläche bekannt.

Mit dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“, einem umgebauten Frachter, oder der Mitmach-Ausstellung „ScienceStation“, die in großen Bahnhöfen Halt macht, will das BMBF das Thema Menschen aller Altersgruppen nahe bringen. Unter dem Stichwort „Entdecken“ stellen die Organisatoren die vielfältigen Lebensräume von Korallenriff bis Tiefsee mit ihren Bewohnern vor und zeigen, welche innovativen Technologien von ferngesteuertem Bohrgerät bis Tauchboot notwendig sind, um sie zu erforschen. Wie abhängig die Menschheit von Meeren und Ozeanen ist und wie leichtfertig sie mit deren Ressourcen umgeht, thematisiert der Bereich „Nutzen“. Folgerichtig beleuchtet das Thema „Schützen“ warum und wie beispielsweise die weitere Anhäufung von Plastikmüll in den Gewässern zu vermeiden ist.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka lud alle Bürgerinnen und Bürger zum Staunen, Diskutieren und Nachdenken ein. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht beispielsweise beim Fotowettbewerb oder Forschungsprojekten für die Bevölkerung wie dem mobilen Küstenlabor für Kinder oder dem Projekt „My Ocean Sampling Day“.

Kerstin Sonnabend

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