04.02.2026 • Quantum2025

Abschluss und Aufbruch

Das Internationale Quantenjahr wird mit einer Zeremonie in Ghanas Hauptstadt Accra enden, die sich live im Web verfolgen lässt.

Alexander Pawlak

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Das Quantenjahr 2025 endete in Deutschland mit einer äußerst positiven Bilanz. Unter Koordination der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gelang es, das Thema Quantenphysik in die Öffentlichkeit zu tragen und nicht nur seine wissenschaftliche, sondern kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle zu verdeutlichen.

Den Rahmen bildete das International Year of Quantum Science and Technology (IYQ). Im Mai 2024 legte Ghana der Generalversammlung der Vereinten Nationen offiziell einen Beschluss vor, das Jahr 2025 offiziell zum IYQ auszurufen. Das geschah am 7. Juni 2024 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Den Beschluss trugen über 70 Ländern mit insgesamt mehr als 5 Milliarden Einwohnern mit.

Da Ghana mit seiner Vorlage bei der UN die weltweiten Veranstaltungen zur Quantenmechanik und Quantentechnologien in Gang setzte, wird das IYQ mit einer zweitägigen Feier am 10. und 11. Februar in Ghanas Hauptstadt Accra mit zahlreichen Gästen aus aller Welt beendet. Darunter sind neben ghanaischen Regierungsvertretern wie Bildungsminister Haruna Iddrisu, die designierte DPG-Präsidentin Heike Riel sowie Vertreterinnen und Vertreter des britischen Institute of Physics, der American Physical Society, der UNESCO und der IUPAP.

Mit prominenten Rednern, Podiumsdiskussionen und kulturellen Veranstaltungen soll die Abschlusszeremonie den Erfolg der globalen Initiative feiern und und mit dem Start der Global Quantum Initiative das Erreichte fortsetzen und ausbauen. Die Veranstaltung ist öffentlich, jedoch ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Für diejenigen, die nicht persönlich teilnehmen können, wird die Veranstaltung weltweit live übertragen.

Das Quantenjahr in Deutschland

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„Das gesamte Jahr 2025 war geprägt von beeindruckenden Veranstaltungen auf der ganzen Welt. Es war eine wunderbare Erfahrung, mit so engagierten und angesehenen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten. Wir als Lenkungsausschuss sind allen, die dies alles zu einem Erfolg gemacht haben, sehr dankbar", sagte Emily Edwards, Mitglied des IYQ-Lenkungsausschusses und außerordentliche Forschungsprofessorin an der Duke University in Durham (North Carolina).

Zu den besonderen Abschlussaktivitäten gehören die Vorführung des Quantum100-Videos, eine Diskussion über den offiziellen Bericht der UNESCO zum IYQ 2025, die Lesung des prämierten Beitrags zum IYQ 2025-Gedichtwettbewerbs, eine wissenschaftlich inspirierte Aufführung eines ghanaischen Jugendensembles und eine Ausstellung mit Exponaten der IYQ-Sponsoren.

Dabei werden nicht 100 Jahre Entdeckungen, Auswirkungen und neue Herausforderungen wie Innovationen der Quantenphysik und ihrer Anwendungen gefeiert, sondern es geht auch darum, die Errungenschaften des IYQ2025 zu konsolidieren und den Internationalen Tag der Quantenwissenschaft, der alljährlich am 14. April begangen wird, zu fördern. Ziel ist es dabei, Quantenwissen als Katalysator für den Fortschritt der Menschheit zu erschließen und Talente zu fördern.

Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf der internationalen Ebene, doch der Veranstaltungsort Ghana bietet die Gelegenheit, die zukünftige Bedeutung afrikanischer Länder im globalen Quantenökosystem zu thematisieren. Hier haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche afrikanische Länder zusammengetan, um Afrika stärker auf der Weltkarte der Quantenforschung zu etablieren.

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