22.11.2023

Pilotanlage produziert grünes Methanol

Projekt Leuna100 nutzt neues Herstellungsverfahren für einen kosteneffizienten Markthochlauf.

Die weltweit erste Pilotanlage zur kosten­effizienten Herstellung von grünem Methanol ist diese Woche im Chemiepark in Leuna im Rahmen des Projekts Leuna100 eingeweiht worden. Dahinter steht ein Forschungs­konsortium bestehend aus dem Climate-Tech-Start-up C1 Green Chemicals und seinen Partnern, dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, dem DBI-Gastechno­logisches Institut Freiberg sowie der Technischen Universität Berlin. Ziel ist es, mit einem neuen Herstellungs­verfahren den Markthochlauf von grünem Methanol zu ermöglichen und damit der Container­schifffahrt eine klimaneutrale Kraftstoff­alternative zu eröffnen.

Abb.: Illustration der Pilotanlage im Chemiepark in Leuna im Rahmen des...
Abb.: Illustration der Pilotanlage im Chemiepark in Leuna im Rahmen des Projekts Leuna100.
Quelle: Fh.-IWES

Grundlage für die Herstellung von grünem Methanol ist ein Synthesegas aus Kohlen­monoxid und grünem Wasserstoff. Die grüne Methanolherstellung im Projekt Leuna100 besteht aus drei Schritten: der Synthesegas­erzeugung, der Methanol­produktion und der Aufreinigung des produzierten Rohmethanols. Die Technologie von C1 ermöglicht eine effiziente niedertemperatur- und niederdruck­basierte Methanolproduktion. Möglich wird dieses Verfahren durch den Einsatz eines homogenen, Mangan-basierten Katalysator­systems, welches C1 zusammen mit dem Leibniz-Institut für Katalyse entwickelt hat.

In der Pilotanlage werden zwei unter­schiedliche Technologien zur CO2-basierten Erzeugung von Synthesegas gekoppelt: Das Fraunhofer UMSICHT liefert eine neue Niedertemperatur-Co-Elektrolyse, das DBI - Gastechnologische Institut Freiberg setzt eine Reverse-Water-Gas-Shift-Anlage ein. C1 liefert den neuen Katalysator sowie den eigens entwickelten Reaktor zur homogenen Katalyse von Methanol. Fraunhofer IWES stellt den Standort und die Infrastruktur im Hydrogen Lab Leuna zur Verfügung und evaluiert die Lastflexibilität. Die TU Berlin entwickelt ein effizientes, lastflexibles Betriebskonzept auf Basis eines dynamischen Gesamtprozess­modells.

„Mit unserer langjährigen wissen­schaftlichen Expertise und einer komplexen Forschungs­infrastruktur für erneuerbare Energien, wie das Hydrogen Lab in Leuna, ist das Fraunhofer IWES der ideale Partner, um erfolgreich Projekte zur Erzeugung grüner Kraftstoffe für die Schiff- und Luftfahrt zu realisieren“, sagt Andreas Reuter von Fraunhofer IWES.

Fh.-IWES / JOL

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