21.06.2018

Strom vom Flugdrachen

Forschungsprojekt SkyPower100 soll Nutzung von Höhenwind vorantreiben.

Fliegende Systeme wie etwa Flug­drachen können höhere Luft­schichten mit energie­reicheren und stabileren Windgeschwin­digkeiten zur erneuer­baren Strom­gewinnung nutzbar machen. Die Höhenwind­technologie könnte somit zur zukunfts­weisenden Ergänzung der konven­tionellen Windenergie­nutzung werden. Im Rahmen einer Projekt­partnerschaft entwickeln und testen die SkySails Power, EnBW, die EWE Offshore Service & Solutions und die Leibniz-Univer­sität Hannover eine vollauto­matisierte Höhenwind­energieanlage.

Abb.: Bis 2020 soll eine vollautomatische Flugwindkraftanlage mit einer Nennleistung von einhundert Kilowatt entwickelt werden. (Bild: SkySails Power)

Ziel des vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungs­projekts „SkyPower100“ ist es, bis 2020 eine vollauto­matische Flugwind­kraftanlage mit einer Nennleistung von ein­hundert Kilowatt zu entwickeln und zu testen. Sie soll autonom arbeiten und den Drachen selbst­tätig starten, landen und verstauen. Diese Fähig­keiten soll sie mehrere Monate unter Beweis stellen. Aus dem Pilotbetrieb will das Konsortium zunächst an Land Erkennt­nisse zur Skalierung der Höhenwind­technologie in die Megawatt-Klasse gewinnen und Effizienz und Zuver­lässigkeit der Techno­logie auch für den zukünf­tigen Offshore-Einsatz weiter verbessern.

SkySails Power koor­diniert das Projekt und bringt das Know-how sowie die operative Erfahrung auf dem Gebiet auto­matisierter Kite-Systeme ein. Sie ist für Entwicklung, Produktion, Instal­lation und Test der Pilot­anlage zuständig. EWE Offshore Service & Solution ist für die Standort­suche, Projek­tierung, Genehmigung, Erschließung, Funda­mentierung sowie für den Netz­anschluss des Demon­strators feder­führend verant­wortlich. Das Karlsruher Energie­unternehmen EnBW unter­sucht im Projekt die Höhenwind­potenziale in den Zielmärkten und die jeweilige Genehmigungs­situation. Das Institut für Antriebs­systeme und Leistungs­elektronik der Leibniz-Universität Hannover ist für den Entwurf und die Unter­suchung des Antrieb­sstrangs verant­wortlich.

LUH / JOL

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