02.10.2018

Wo Kirchhoff und Bunsen wirkten

Laboratorien der beiden Forscher sind jetzt histo­rische Erinne­rungs­stätte der EPS.

Die ehemaligen Laboratorien der Heidelberger Wissenschaftler Gustav Robert Kirch­hoff und Robert Wilhelm Bunsen werden zur „Histo­rischen Stätte der Euro­pä­ischen Physi­ka­lischen Gesell­schaft“ ernannt. Aus diesem Anlass führte die Euro­pä­ischen Physi­ka­lischen Gesell­schaft – Euro­pean Physical Society EPS und die Uni Heidel­berg am 1. Oktober eine Feier­stunde durch. Dabei wurde im Innen­hof des heutigen Instituts für Über­setzen und Dolmetschen der Uni­ver­sität eine Stele zur Erinne­rung an die beiden heraus­ragenden Forscher und ihre Wirkungs­stätte ent­hüllt. An der fest­lichen Veran­stal­tung nahmen die Wissen­schafts­minis­terin des Landes Baden-Württem­berg, Theresia Bauer, sowie der Präsi­dent der EPS, Prof. Dr. Rüdiger Voss, und der Präsi­dent der Deutschen Physi­ka­lischen Gesell­schaft, Prof. Dr. Dieter Meschede, teil.

Abb. Robert Bunsen und Gustav Robert Kirch­hoff (links).

Im Quartier rund um das 1707 erbaute Stadtpalais „Haus zum Riesen“ forschten von 1859 bis 1863 der Physiker Kirch­hoff und der Chemiker Bunsen gemein­sam an der Spektral­analyse chemischer Elemente. Die systema­tische Unter­suchung der Spektren irdischer Stoffe führte unter anderem zur Ent­deckung der Elemente Caesium und Rubi­dium in den Salzen der Bad Durk­heimer Max­quelle. Eine Analyse des Sonnen­spektrums zeigte erst­mals, dass auch Sterne aus den bekannten irdischen Elementen bestehen. Die Arbeiten von Kirch­hoff und Bunsen bildeten eine Grund­lage für die Quanten­physik. Die Inter­preta­tion des Sonnen­spektrums war die Begrün­dung der Astro­physik als quanti­ta­tive Wissen­schaft zum Ver­ständnis unseres Uni­ver­sums. An das Wirken der Wissen­schaftler erinnert künftig die Stele der EPS. Die EPS zeichnet als „Historic Sites“ Orte in Europa aus, die für die Ent­wick­lung und Geschichte der Physik von beson­derer Bedeu­tung sind.

RKU / RK

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