Physik Journal 1 / 2022

Cover

Die aktive Galaxie Centaurus A mit ihrem relativistischen Jet (vgl. S. 24, Bild: ESO / WFI; MPIfR / ESO / APEX / A. Weiss et al.; NASA / CXC / CfA / R. Kraft et al.)


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Meinung

Mutig zur Wissenschaft stehenLutz Schröter und Ulrich Bleyer • 1/2022 • Seite 3

Mutig zur Wissenschaft stehen

Nicht die Wissenschaft entscheidet über den Lockdown, sondern die Politik.

Aktuell

Alexander Pawlak • 1/2022 • Seite 6 • DPG-Mitglieder

Mehr Sachlichkeit in der Krise!

Die Berichterstattung der BILD-Zeitung über Forscher:innen und Coronamaßnahmen hat zu Protesten aus der Wissenschaft und zu Beschwerden beim Presserat geführt.

Anja Hauck • 1/2022 • Seite 7 • DPG-Mitglieder

Pläne, Pakte und Programme

Reaktionen auf die hochschul- und wissenschaftspolitischen Pläne der neuen Bundesregierung

Maike Pfalz • 1/2022 • Seite 10 • DPG-Mitglieder

Unvollständig gerankt

Das CHE-Masterranking 2021 beleuchtet erstmals die Zufriedenheit der Physik-Masterstudierenden an deutschen Hochschulen.

Maike Pfalz • 1/2022 • Seite 11 • DPG-Mitglieder

Maßgeschneidert im Nanomaßstab

In der turnusgemäßen Evaluierung wurde die Forschung am Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik in Berlin sehr gut bis exzellent bewertet.

Kerstin Sonnabend • 1/2022 • Seite 12 • DPG-Mitglieder

Demnächst kreisen sie wieder

Nach dem Long Shutdown 2 laufen am Large Hadron Collider die letzten Vorbereitungen für den dritten Daten-Run mit Protonen und Ionen.

Maike Pfalz / U Innsbruck • 1/2022 • Seite 12 • DPG-Mitglieder

Ein Haus für die Physik

An der Universität Innsbruck wird ein „Haus der Physik“ entstehen, das 2028 eröffnen soll.

Kerstin Sonnabend • 1/2022 • Seite 14 • DPG-Mitglieder

In die große weite Welt

In die große weite Welt Erstmals stellt ein Bericht umfassend dar, wie es um die Internationalität der Promotion an deutschen ­Hochschulen bestellt ist.

Anja Hauck • 1/2022 • Seite 15 • DPG-Mitglieder

Studentinnen im Stress

Eine Umfrage zeigt, dass Studentinnen eher als ihre männlichen Kommilitonen unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie leiden.

1/2022 • Seite 15 • DPG-Mitglieder

DFG: Neue SFBs

Alexander Pawlak • 1/2022 • Seite 15 • DPG-Mitglieder

Jahr 2022 … die für Nachhaltigkeit forschen wollen

Die Vereinten Nationen haben 2022 zum Internationalen Jahr der Grundlagenforschung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen.

Alexander Pawlak • 1/2022 • Seite 16 • DPG-Mitglieder

Der Schubs gegen die Katastrophe

Die Dart-Testmission zur Asteroidenabwehr ist auf dem Weg zum Doppelasteroiden (65803) Didymos.

Matthias Delbrück • 1/2022 • Seite 16 • DPG-Mitglieder

Der etwas andere Klimagipfel

Europäische und US-amerikanische Forschungszentren wollen ihre Kohlendioxid-Emissionen reduzieren.

Matthias Delbrück • 1/2022 • Seite 17 • DPG-Mitglieder

USA

Matthias Delbrück • 1/2022 • Seite 17 • DPG-Mitglieder

Verkürzte Zeitskalen

Private Unternehmen wollen Strom aus Kernfusionsanlagen schon in den 2030er-Jahren ins Netz bringen.

Leserbriefe

Prof. Dr. Christoph Buchal; Prof. Dr. Gerhard (Gerd) Wolf; Dr. Thomas Dörfler; Dr. Björn Peters • 1/2022 • Seite 19 • DPG-Mitglieder

Kernenergie gegen den Klimawandel?

High-Tech

Michael Vogel • 1/2022 • Seite 20 • DPG-Mitglieder

Megagute Metalinse; Kompakter Drucker; Sensorik fürs Grobe; Mit Energie versorgt

Brennpunkt

Exotische ExzitonenTorsten Stiehm und Ursula Wurstbauer • 1/2022 • Seite 22 • DPG-Mitglieder

Exotische Exzitonen

Besondere energiereiche Exzitonen bewirken Quanteninterferenzeffekte in atomar dünnen Halbleitern.

Überblick

Extrem beschleunigendElisa Pueschel und Gernot Maier • 1/2022 • Seite 24 • DPG-Mitglieder

Extrem beschleunigend

Astrophysikalische Jets gelten als Quellen ultrahochenergetischer Strahlung und hochenergetischer Neutrinos.

Relativistische Plasmaströme oder „Jets“ treten in unter­schiedlichsten astrophysikalischen Umgebungen auf und besitzen stellare bis galaktische Dimensionen. Mit modernen Teleskopen lassen sie sich im gesamten elektromagnetischen Wellenlängenbereich bis zu Energien von einigen TeV beobachten. Offen bleiben derzeit Fragen zu den grundlegenden Aspekten der Beschleunigungsmechanismen. Außerdem ist unklar, welche astronomischen Objekte mit Jets effiziente Teilchen­beschleuniger sind.

Astrophysikalische Jets sind kollimierte, bipolare, relativistische Plasmaströme. Als universelles Phänomen der Astrophysik treten sie in Verbindung mit Akkretion von Materie auf kompakte Objekte auf. Damit sind Objekte hoher Dichte gemeint, z. B. Schwarze Löcher, Neutronensterne oder Weiße Zwerge. Physikalische Prozesse in Jets sowie deren Einfluss auf ihre Umgebung spielen in der Astrophysik eine wichtige Rolle, beispielsweise in der Entstehung von Galaxien [1]. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Aspekte der Hochenergiephysik: die Emission hochenergetischer Photonen, Neutrinos und geladener Teilchen sowie den Ursprung hochenergetischer kosmischer Strahlung. Letztere besteht aus einzelnen Atomkernen mit Energien bis zu 1020 eV. Das entspricht der kinetischen Energie eines Tennisballs beim Aufschlag, komprimiert in einem um 40 Größenordnungen kleineren Volumen. Die Vorhersage, dass diese extreme Teilchenbeschleunigung in Jets aktiver galaktischer Kerne (AGN) stattfindet, ist bereits 40 Jahre alt. Heute erlauben es Beobachtungen sowie detaillierte theoretische Modelle, die verschiedenen physikalischen Prozesse in Jets zu verstehen. (...)

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Selbstgetriebene TeilchenBenno Liebchen und Hartmut Löwen • 1/2022 • Seite 31 • DPG-Mitglieder

Selbstgetriebene Teilchen

Aktive Kolloide zeigen neue Nichtgleichgewichtseffekte und weisen den Weg zu Mikrorobotern der Zukunft.

Aktive Materie besteht aus Bausteinen mit intrinsischem Antrieb und umfasst Systeme wie Bakte­rien­kolonien, Fischschwärme und künstliche ­Mikro­schwimmer. In diesem interdisziplinären Forschungsgebiet hilft die Physik, die selbstgetriebene Bewegung aktiver Par­tikel zu modellieren und ihr kollektives Verhalten im Nichtgleichgewicht zu verstehen und vorherzusagen. Die Erkenntnisse der Physik der aktiven Materie haben uns der Vision von Mikro-U-Booten, die Medikamente an Krebszellen liefern oder chirurgische Eingriffe vornehmen, näher gebracht.

inige Bakterien wie E. coli oder T. Majus erreichen Geschwindigkeiten von 10 oder sogar 100 Körperlängen pro Sekunde. Das schaffen selbst die schnellsten Motorboote kaum. Menschliche Schwimmer bewegen sich bestenfalls mit etwa 1,5 Körperlängen pro Sekunde fort. Doch wie schwimmen Bakterien überhaupt? Die Art, wie Menschen kraulen oder Fische und Muscheln schwimmen, setzt stets Trägheits­effekte voraus. Auf der Größenskala von Bakterien – also wenigen Mikrometern – erzeugt dies keinen Vortrieb. Hier dominieren viskose Kräfte, die mit der linearen Ausdehnung l der Teilchen skalieren. Sie sind um viele Größenordnungen stärker als Trägheitskräfte, die mit der Masse bzw. mit l3 skalieren. Die Flüssigkeit erscheint hierdurch für Bakterien sehr dickflüssig, vergleichbar damit, als müsste ein Mensch durch Honig schwimmen. Ohne Trägheit findet Bewegung nur statt, solange Kräfte wirken. 
In der Konsequenz würde sich eine Muschel nach Schrumpfung auf die Mikroskala nicht mehr fortbewegen. Sie schwimmt, indem sie sich langsam öffnet und schnell wieder schließt, wobei sie Trägkeitseffekte in der Flüssigkeit erzeugt (Abb. 1a). Eine Mikro­muschel würde, abgesehen von Fluktuationen, nur um einen festen Raumpunkt oszillieren, weil sich die wirkenden Kräfte beim Öffnen und Schließen reziprok verhalten. Um bei niedriger Reynolds-Zahl, dem Verhältnis von trägen zu viskosen Kräften, zu schwimmen, braucht es nicht-reziproke Bewegungen („Scallop Theorem“) [1]. (...)

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20 Jahre Physik Journal

Geburtstagsgrüße1/2022 • Seite 38

Geburtstagsgrüße

Die Physikalischen Blätter erschienen erstmals im Jahr 1944, ab 1977 waren sie die Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Vor genau 20 Jahren wurden sie aus verlagstechnischen Gründen in „Physik Journal“ umbenannt.

Physik im Alltag

Erst frieren, dann trocknenDenise Müller-Dum und Jens Kube • 1/2022 • Seite 48 • DPG-Mitglieder

Erst frieren, dann trocknen

Lebensmittel und Medikamente schonend haltbar zu machen, gelingt mit dem direkten Übergang von Eis zu Wasserdampf bei frostigen Temperaturen.

Menschen

1/2022 • Seite 50 • DPG-Mitglieder

Personalien

Joachim Trümper, Karl Lackner und Friedrich Wagner • 1/2022 • Seite 54 • DPG-Mitglieder

Nachruf auf Klaus Pinkau

Alexander Pawlak • 1/2022 • Seite 56

„Eine Art Flugsimulator für die Optik“

DPG

1/2022 • Seite 30 • DPG-Mitglieder

Ein Tag vor Ort

1/2022 • Seite 37 • DPG-Mitglieder

Symposium mit Abendvortrag: Walther Gerlach

1/2022 • Seite 55 • DPG-Mitglieder

Einladung zur Mitglieder­versammlung 2022

1/2022 • Seite 57 • DPG-Mitglieder

Physikerin der Woche

1/2022 • Seite 58 • DPG-Mitglieder

WE-Heraeus-Förderprogramm

1/2022 • Seite 59 • DPG-Mitglieder

Physik-Preise 2022

1/2022 • Seite 68 • DPG-Mitglieder

Publika­tionswesen – von Wissenschaftlern für Wissenschaftler

1/2022 • Seite 68 • DPG-Mitglieder

Voraussetzungen für digitale Bildung schaffen

1/2022 • Seite 69 • DPG-Mitglieder

Gehirnforschung und Glücksklee auf der ISS

1/2022 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Mitgliedsbeiträge 2022

1/2022 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Mitgliederversammlung 2022

1/2022 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Kurzprotokoll zur Vorstandsratssitzung

1/2022 • Seite 73 • DPG-Mitglieder

Haushaltsplan 2022

1/2022 • Seite 73 • DPG-Mitglieder

Vorläufige Tagesordnung der Sitzung des ­Vorstandsrats

1/2022 • Seite 74 • DPG-Mitglieder

Mitgliederversammlung der PGzB

1/2022 • Seite 75 • DPG-Mitglieder

WE-Heraeus-Klausurtagungen

Rezensionen

Prof. Dr. Klaus Hentschel • 1/2022 • Seite 70 • DPG-Mitglieder

Kurt Scharnberg: Hans ­Jensen, Physiker und Nobelpreisträger

Prof. Dr. Thomas Wilhelm • 1/2022 • Seite 70 • DPG-Mitglieder

Rainer Müller: Mechanik. Physik für Lehramtsstudierende

Kerstin Sonnabend • 1/2022 • Seite 71 • DPG-Mitglieder

Marcus Weber, ­Judith Weber: Phantastisch physikalisch

Tagungen

1/2022 • Seite 74 • DPG-Mitglieder

Tagungskalender

1/2022 • Seite 76 • DPG-Mitglieder

­Science Facts & Science Fiction

1/2022 • Seite 76 • DPG-Mitglieder

Sensing with Quantum Light

1/2022 • Seite 76 • DPG-Mitglieder

Photoemission Tomography: Applications and Future ­Developments

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