02.02.2024

Ehrung für Durchbrüche in der Teilchenphysik

Die Theoretikerin Belén Gavela erhält den Julius-Wess-Preis.

Das KIT-Zentrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeichnet Belén Gavela, Professorin für Theoretische Physik an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM), Spanien, mit dem Julius-Wess-Preis 2023 aus. Sie erhält den Preis in Anerkennung ihrer bedeutenden Beiträge auf dem Gebiet der theoretischen und phänomenologischen Teilchenphysik und ihrer herausragenden Rolle im Wissenschaftsmanagement. Die Preisverleihung findet am 9. Februar 2024 in Karlsruhe statt.


Abb.: Belén Gavela, Universidad Autónoma de Madrid, erhält den...
Abb.: Belén Gavela, Universidad Autónoma de Madrid, erhält den Julius-Wess-Preis 2023.
Quelle: L. Marcos, UAM

Belén Gavela wurde als Spaniens erste Professorin für Theoretische Physik berufen. 2003 war sie Gründungsmitglied des Instituts für Theoretische Physik an der UAM. Sie hatte unter anderem mehrere Positionen in der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf und am französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS) inne. Sie war Koordinatorin verschiedener großer EU-Projekte auf dem Gebiet der Teilchenphysik und Mitglied in Gremien des CERN.

Gavela hat bedeutende Durchbrüche auf dem Gebiet der theoretischen und phänomenologischen Physik erzielt, mit besonderem Schwerpunkt auf der CP-Verletzung und der Flavour-Physik bei Quarks und Leptonen, der Untersuchung von Neutrino-Oszillationen sowie effektiven Feldtheorien im Zusammenhang mit elektroschwacher Symmetriebrechung.

Bei der CP-Verletzung geht es darum, dass im Standardmodell der Teilchenphysik erwartet wird, dass sich Elementarteilchen und ihre Antiteilchen – bis auf die elektrische Ladung – physikalisch gleich verhalten. Es gibt aber verschiedene Experimente, in denen Abweichungen von dieser Annahme gemessen wurden. Die CP-Verletzung ist möglicherweise die Ursache dafür, dass es im Universum viel mehr Materie als Antimaterie gibt.

Der Julius-Wess-Preis erinnert an Julius Wess, der sich während seiner zwanzigjährigen Tätigkeit an der damaligen Universität Karlsruhe – heute KIT – für die theoretische und experimentelle Elementarteilchenphysik eingesetzt und während dieser Zeit wissenschaftliche Arbeiten von international herausragender Bedeutung veröffentlicht hat. Feldtheoretische Begriffe wie die Wess-Zumino-Wirkung oder die Formulierung der ersten supersymmetrischen Quantenfeldtheorie, des Wess-Zumino-Modells, sind mit seinem Namen verbunden. Der Julius Wess-Preis des KCETA ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis wird an Forscher aus den Themengebieten Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik für herausragende experimentelle oder theoretische wissenschaftliche Leistungen verliehen, die unser Verständnis der fundamentalen Naturgesetze erweitern und vertiefen. 

KIT / DE


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