22.04.2021

Ideenwerkstatt zur Wissenschafts-Kommunikation

MIP.labor soll die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Mathematik, Informatik und Physik stärken.

Um die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Mathematik, Informatik und Physik zu stärken, nimmt an der FU Berlin eine Ideenwerkstatt zur Entwicklung neuer Formen der Wissenschaftskommunikation die Arbeit auf. Das MIP.labor gewährt Wissenschaftsjournalisten über ein Fellowship-Programm Freiraum und Ressourcen, sich intensiv mit Themen aus Mathematik, Informatik und Physik auseinanderzusetzen, die als besonders komplex gelten und daher in der Berichterstattung oft keine oder kaum Beachtung finden. Die jährlich bis zu zehn Fellows haben jeweils sechs Monate Zeit, um sich in ein selbst gewähltes Thema einzuarbeiten und je ein innovatives Medienformat zu entwickeln. Gefördert wird das MIP.labor durch die Klaus-Tschira-Stiftung.

Abb.: Die Ulam-Spirale ist eine ein­fache Methode, Prim­zahlen grafisch...
Abb.: Die Ulam-Spirale ist eine ein­fache Methode, Prim­zahlen grafisch dar­zu­stellen. Sie ist ein Beispiel für eine Visua­li­sie­rung von mathe­ma­tischen Inhalten für die Wissen­schafts­kommu­­ni­ka­tion. (Bild: A. Loos, FU Berlin)

„Die Forschung in den Fächern Mathematik, Informatik und Physik wird, genau wie jede wissenschaftliche Forschung, zum Großteil mit öffentlichen Geldern finanziert. Um die Öffentlichkeit am Diskurs über diese Forschung teilhaben zu lassen, ist es wichtig, dass wir den Zugang zu sehr komplexen Themen, etwa den theoretischen Hintergründen von Algorithmen, erleichtern und auch kritische Berichterstattung zu wichtigen, aber schwer zugänglichen Entwicklungen ermöglichen“, sagt Günter Ziegler, Präsident der Uni Berlin. Er ist Professor für Mathematik und Initiator des Projekts.

Damit die Journalisten sich einarbeiten können, bekommen sie Unterstützung von „Tandempartnern“ aus der Wissenschaft. Außerdem steht ihnen am MIP.labor ein kleines Team mit praktischer Expertise in Softwareentwicklung, Graphik, Bewegtbild und Wissenschaftsredaktion zur Seite, um die Formatentwicklung umzusetzen.

Das MIP.labor, dessen Aufbau die Klaus-Tschira-Stiftung für drei Jahre unterstützt, ergänzt das vielfältige und seit Jahrzehnten bestehende Engagement der Stiftung für den gesellschaftlichen Diskurs über Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik. „Mit dem MIP.labor möchten wir auch den Wissenschaftsjournalismus stärken,“ betont Carsten Könneker, Geschäftsführer der Klaus-Tschira-Stiftung. „Die unabhängige Berichterstattung, Einordnung und Beobachtung der Wissenschaft, die Journalistinnen und Journalisten leisten, hilft uns allen, Entwicklungen aus der Forschung nachzuvollziehen und einzuordnen.“

Zudem wird am MIP.labor auch geforscht: an der Wirkweise und Reichweite der entwickelten journalistischen Formate. „Spätestens seit Corona ist der Ruf nach besserer Wissenschaftskommunikation nicht mehr zu überhören. Wir wissen aber immer noch sehr wenig darüber, mit welchen Formaten wir die Menschen am besten erreichen und am Diskurs teilhaben lassen können. Genau das wollen wir anhand der am MIP.labor zu entwickelnden Formate erforschen“, sagt Projektleiterin Anna Maria Hartkopf, die zum Thema Wissenschaftskommunikation in der Mathematik promoviert hat.

FU Berlin / KTS / RK

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