23.06.2021

Nachhaltiger Besuchsbeschleuniger

Der Grundstein für den Science Gateway, das neue Besucherzentrum des CERN, ist gelegt.

Am 21. Juni wurde am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf der Grundstein für ein aufwändiges Bauvorhaben gelegt: das „Science Gateway“: Dieses soll mehr Leistung und größere Intensität ermöglichen, ausnahmsweise aber nicht für die Teilchenstrahlen, sondern für Besucherinnen und Besucher. Das Gateway ist das neue Besucherzentrum und soll ein Vorzeigeprojekt für wissenschaftliche Bildung und Öffentlichkeitsarbeit sein.

Den ersten Stein mit dem Logo des CERN Science Gateway enthüllten CERN-Generaldirektorin Fabiola Gianotti, Architekt Renzo Piano, Antonio Hodgers, Vertreter des Kantons Gens und John Elkann, Vorsitzender von Stellantis und der FCA Foundation, dem Hauptspender. Ursula Bassler, Präsidentin des CERN-Rates, nahm aus der Ferne an der Zeremonie teil. Vertreter der CERN-Mitgliedsstaaten bzw. von assoziierten Mitgliedsstaaten, Gaststaaten und vielen anderen Partnern waren ebenfalls bei der Zeremonie anwesend.

Das Engagement für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit ist schon Teil des Gründungsgedankens des CERNs, das 1954 eröffnet wurde. Seitdem haben es rund zwei Millionen Menschen besucht. 2004 erweiterte der markante „Globe of Science and Innovation“, ein Geschenk der Schweiz ans CERN zum 50-jährigen Bestehen, das Besucherzentrum und dient seither für Veranstaltungen und Ausstellungen.

Das Science Gateway ist ein neuer, großzügiger Gebäudekomplex, der die Besuchskapazitäten deutlich erweitern soll. Hunderttausende von Menschen aller Altersgruppen pro Jahr sollen hier die Möglichkeit haben, sich auf eine spannende Reise durch die Wissenschaft, die Entdeckungen und die Technologie am CERN zu begeben.

Die Eröffnung ist für das Jahr 2023 geplant. Das Gateway ist ganz im Zeichen der ökologischen Nachhaltigkeit konzipiert und soll eng mit dem CERN-Campus verbunden sein. Das markante Gebäude soll CO2-neutral sein und von einem frisch gepflanzten Wald mit 400 Bäumen umgeben sein.

Der Entwurf stammt vom international renommierten Architekten Renzo Piano, von dem unter anderem der Wolkenkratzer „The Shard“ in London stammt und der an Entwurf wie Renovierung des Centre Pompidou in Paris und der Neugestaltung des Potsdamer Platzes in Berlin beteiligt war.

Die verschiedenen Gebäude am CERN sind durch eine gläserne Brücke verbunden, die sechs Meter über dem Boden verläuft. Vierzig mal vierzig Meter große Photovoltaik-Anlagen sind oberhalb von drei der Pavillons angebracht. Die nördlich gelegene Konferenzhalle ist für bis zu 900 Personen ausgelegt, lässt sich aber auch in mehrere kleinere Räume modularisieren. Dauer- und Wechselausstellungen werden in zwei mächtigen Röhrenkonstruktionen zu finden sein.

CERN-Generaldirektorin Fabiola Gianotti dankte allen, die das ehrgeizige Projekt möglich gemacht haben, insbesondere während der Corona-Pandemie. „Die herausfordernden Zeiten haben den bleibenden Wert und die Notwendigkeit der Wissenschaft und der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg gezeigt. Wir möchten, dass das CERN Science Gateway alle, die zu Besuch kommen, von der Schönheit und den Werten der Wissenschaft inspiriert“, sagte sie.

CERN / Alexander Pawlak

 

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